Heute: Nomadic Vic

  • Die Einstiegsfrage schlechthin: Warum heißt dein Blog, wie er heißt? Wie kamst du auf den Namen?

Mein Bog heißt Nomadic Vic (www.nomadic-vic.com). Ich habe unter dem gleichen Namen auch ein Profil auf Facebook und auf Instagram war leider nur vic_nomadic frei. Ich habe lange darüber nachgedacht, welchen Namen ich wählen sollte und hatte viele Ideen für den Blog. Am Ende habe ich mich für Nomadic Vic entschieden, weil es einfach passt und meiner Meinung nach gut klingt. Viktor, der Nomade ohne festen Wohnsitz, unterwegs, wohin es ihn grad zieht. Und so mache ich es auch! Ich plane kaum was im voraus, sondern entscheide immer sehr spontan, wie lange ich bleibe und wohin es mich als nächstes zieht.

  • Bedienst du eine Nische oder wo liegt dein Schwerpunkt, worüber bloggst du hauptsächlich?

Der Schwerpunkt meines Blogs liegt in Reiseberichten, Tipps und einem Reisetagebuch. Mein Blog unterscheidet sich von den meisten Blogs hauptsächlich darin, dass ich nicht zu den „jungen“ Bloggern gehöre, die am Anfang ihres beruflichen Lebens stehen, sondern quasi „mitten im Leben“, mit 42 meinen Job gekündigt habe und auf eine Reise ohne festes Ziel gestartet bin. Da gibt es nicht ganz so viele Blogger. Wie die meisten habe ich den Blog als privates Projekt gestartet. Sollte irgend wann mal auch finanziell etwas dabei herausspringen, wäre es schön, aber kein gesetztes Ziel.

  • Nenne mir doch bitte die Top 10 auf deiner Bucket List

Da ich tropisches Wetter, das Meer, Wüsten und den Dschungel liebe, liegen meine Top 10 in etwa hier:

– Malediven
– Indonesien
– Australien
– Philippinen
– Borneo
– Vietnam
– Arabische Emirate
– Papua Neuguinea
– Oman
– Mittelamerika allgemein
  • Welche Reise hat dich am meisten geprägt?

Ich hatte 2015 eine nicht so einfach persönliche Situation und bin für 4 Wochen nach Thailand geflogen, um mal „abzuschalten“. Diese Reise hat mein komplettes Leben auf den Kopf gestellt und seither hat sich viel geändert.

  • Sprich meinen Lesern doch eine Empfehlung aus: Wo sollte man unbedingt mal hinreisen? Gibt es einen Geheimtipp?

Ich denke, es ist sehr wichtig für einen Menschen, auch mal „grenzwertige“ Erfahrungen zu machen und weit aus seiner Komfortzone zu gehen. Wohin genau, sollte jeder für sich entscheiden. Bei mir war es auf diesem Tripp die Mongolei, wo man von einer „Zivilisation“, wie wir sie kennen, noch sehr weit entfernt ist. Ich habe in 3 Wochen ganze 2 Nächte durchschlafen können, weil ich jede Nacht frierend aufgewacht bin, hatte den schlimmsten Durchfall meines Lebens und konnte mich an das dortige Essen überhaupt nicht gewöhnen. Dafür ist die Natur dort einfach unbeschreiblich schön und ich habe nachts noch nie in meinem Leben SO VIELE Sterne gesehen!

  • Bei welchem Anbieter (wordpress.com/.org, Blogspot, Jimdo…) bloggst du und bist du damit zufrieden?

Ich schreibe meinen Blog in WordPress und habe einen Managed Server von 1&1. Ich bin damit recht zufrieden, werde aber wohl aus technischen Gründen auf den Standard Sever wechseln.

  • Was würdest du jemandem sagen, der am überlegen ist, einen Reiseblog zu eröffnen?

Man sollte einen Blog aus Überzeugung schreiben, die Blopgposts sollten sehr persönlich und authentisch sein. Wenn ich einen Blog lese, möchte ich das Herzblut spüren, mit dem er geschrieben wurde. Ich möchte eine Botschaft sehen. Es gibt viele Blogs, wo einfach nur blablabla geschrieben wird – sehr viele Wörter, aber kein Inhalt. Sowas finde ich schlimm. Und einen Blog, der bis an den Rand mit Affiliate Links vollgestopft ist und nur Standardtexte hat, lese ich grundsätzlich nicht. Der Leser merkt sehr schnell, worum es geht.

  • Hast du ein (Lebens)Motto?

Wer einen Traum hat, sollte niemals aufgeben, dafür zu kämpfen! Das habe ich mir auf Phi Phi Island als Bamboo Tattoo in Arabischen Schriftzeichen auf meine Arme tätowieren lassen: „Never give up“ und „Fight for your dreams“. Bei mir hat es über 20 Jahre gedauert, bis ich mir diesen Traum erfüllt habe und ich bin jetzt mitten drin.

  • Zu guter Letzt: Möchtest du den Lesern noch etwas mitteilen?

Allen, die Ziele und Träume haben, aber mit der Erfüllung derselben nicht weiter kommen, gebe ich folgendes Zitat von Mark Twain mit auf den Weg: „In 20 Jahren wirst du die Dinge, die du NICHT getan hast, mehr bereuen, als deine Taten. Also, mach die Leinen los, verlasse den sicheren Hafen. Fang den Wind in deinen Segeln, erforsche, träume,  entdecke“ 

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© Nomadic Vic – Viktor 2017
Vielen Dank für deine Teilnahme, Viktor. Es ist immer wieder eine Freude für mich zu erfahren, wer und welche Intention hinter dem Blog steckt. Bitte schaut euch auch die vorherigen Interviewpartner an und freut euch schon auf alle weiteren Teilnehmer. Nächste Woche stellt sich Ellen aus der Schweiz mit Patotra dem Interview. Seid also gespannt.

Du möchtest deinen Blog auch vorstellen? Dann schicke mir eine Email an reiseeuleblog(at)web.de und ich sende dir die Interviewfragen. Bitte sende mir ein Foto von dir oder eines, welches deinen Reiseblog widerspiegelt im Querformat jpeg mit. Natürlich musst du die Rechte am Bild besitzen. Ich sage dir rechtzeitig Bescheid, wann dein Interview online geht.

Die Serie soll immer samstags, wahrscheinlich 14tägig, online gehen. Bei hoher Nachfrage auch wöchentlich. Und nun dürft ihr gerne noch Kommentare für Viktor und mich hinterlassen.

© DieReiseEule 11/2017

Heute: Trolley-Tourist

Hallo Helga,

vielen Dank, dass du dich und deinen Blog anhand von ein paar Interviewfragen vorstellst. Dein Blog heißt Trolley-Tourist. Es war wieder eine Freude, die Antworten zu lesen und viel Neues zu erfahren.

Die Einstiegsfrage schlechthin: Warum heißt dein Blog, wie er heißt? Wie kamst du auf den Namen?

Trolley ist der Gegensatz zu Backpacker, ich bevorzuge mit dem Trolley zu verreisen. Schleppen und selber tragen finde ich schrecklich. Ich bin Tourist, bin da wo es einsam ist, aber auch dort, wo sich die Menschen drängeln. Und Sehenswürdigkeiten reizen mich eher als eine angesagte Kneipe.

Bedienst du eine Nische oder wo liegt dein Schwerpunkt, worüber bloggst du hauptsächlich?

Ich blogge über Reisen, Menschen, Kultur, Natur, Esskultur und gebe Tipps. Darüber schreiben viele und von Nische kann man nicht sprechen. „Heute: Trolley-Tourist“ weiterlesen

Heute: Kultreiseblog

Erinnert ihr euch an meine Reihe „Warum heißt dein Blog, wie er heißt?“? Die Serie lag nun einige Zeit brach, obwohl ich Nachfrage hatte, aber mir fehlte die Zeit zur Zusammenstellung. Dann kam dazu, dass mein Emailanbieter kurzfristig ein Serverproblem hatte und auf einmal waren alle abgespeicherten Emails weg und somit auch die Mails, die ich leider noch nicht auf dem Blog gesichert hatte.

Ich entschuldige mich hiermit bei allen, die mir geschrieben hatten und deren Text nicht online ging. Leider konnten die Mails nicht rekonstruiert werden.

Daher habe ich mich jetzt entschieden, die Reihe aufleben zu lassen und den Blogs mehr Raum einzuräumen, indem ich immer nur einen Reiseblog anhand eines Interviews vorstelle. Den Anfang macht Simone vom Kultreiseblog.

Vorstellung KULTREISEblog“ – Das Reiseblog mit Kult[ur]

„Heute: Kultreiseblog“ weiterlesen

Projekt 360: Um die Welt zu dir selbst – Grönland

Igor von 7Kontinente hat das großartiges Projekt 360: Um die Welt, zu dir selbst gestartet. Er will zeigen, wie sehr uns Reisen verändern und somit bereichern kann. Manchmal sind es nur kleine Veränderungen, manchmal große Schritte. Egal wie, Reisen bewegt etwas in uns. Jeder erlebt das unterschiedlich. Oft bemerken wir die Veränderungen erst viel später. Oder Freunde und Verwandte sprechen uns darauf an.

Igor hat einige Reiseblogger eingeladen, an diesem Erfahrungsaustausch mit einem Artikel über ein Land teilzunehmen, dass uns geprägt und verändert hat. Jedes Land kommt nur einmal vor.

Vor einiger Zeit habe ich bei einer ähnlichen Aktion schon mal mit Tasmanien teilgenommen. Diesmal schreibe ich über Grönland. Die Reise ist noch keine 3 Monate her und hat einiges bei mir bewirkt und angestoßen. Doch lest selbst:

Reisen in der Gruppe – Neuland

GrQHandy (5)Grönland, Land aus Eis und Schnee. Meine Trauminsel. Seit meiner Jugend träumte ich davon, einmal den Kontrast zwischen dem Grünstreifen an der Küste und dem daran angrenzenden Inlandeis zu sehen. Doch zwei Dinge hielten mich über 30 Jahre davon ab, die Reise in die Tat umzusetzen. „Projekt 360: Um die Welt zu dir selbst – Grönland“ weiterlesen

Von der Schwierigkeit, beim RMV eine Wochenkarte zu erwerben

Heute beginnt der #Hessentag in Rüsselsheim am Main – das jährliche Landesfest der Hessen – das immer in einer anderen Stadt stattfindet. Wer mir auf Facebook folgt, hat schon mitbekommen, dass ich dort als ehrenamtliche Helferin eingesetzt bin.

Um zu meinen Einsätzen zu gelangen, ist es am geschicktesten den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, denn natürlich ist Rüsselsheim im Ausnahmezustand. Die gesamte Innenstadt um das Opelwerk und den Marktplatz ist abgesperrt. Es gibt nur wenige Großparkplätze (Tagesgebühr € 8,-) und die liegen entsprechend weit entfernt. Nicht zu allen Zeiten fahren die Shuttlebusse.

Dafür ist der Bahnhof mitten in der Stadt und von mir aus habe ich eine perfekte, durchgehende S-Bahnverbindung. Was liegt also näher, als sich eine Wochenkarte zu besorgen?

Vorgestern, gehe ich in Rüsselsheim zum Kundencenter der Stadtwerke, um eine solche zu erwerben. Vorab habe ich mich auf der Homepage des RMV (Rhein-Main-Verkehrsverbund) informiert und festgestellt, dass man eine Wochenkarte – anders als Tageskarte oder Einzelfahrschein – leider nicht als Handyticket erwerben kann. Man braucht so eine Plastikkarte, die dann aktiviert wird und mit der man die Wochenkarte am Automat oder per Handy und NFC dann laden kann. „Von der Schwierigkeit, beim RMV eine Wochenkarte zu erwerben“ weiterlesen

Erkunde die Welt mit der ReiseEule – Fotoparade 01/2017

Es war einmal…

ein ambitionierter Blogger – in diesem Fall Michael von Erkunde die Welt – der einen Traum hatte. Er wollte gerne die Reisebloggergemeinschaft untereinander vernetzen und in fotografischen Erinnerungen schwelgen. Eines Tages kam er dabei auf die außergewöhnliche Idee, eine Fotoparade ins Leben zu rufen. Alle Halbjahr sollten andere Globetrotter ihre Archive wälzen und die besten und schönsten Bilder und die spannendsten Geschichten in einem Artikel unterbringen.

Damit es nicht zu kompliziert wurde, schlug er einfach ein paar Kategorien vor. Wer das schönste Foto und/der die interessanteste Geschichte besteuern konnte, sollte als Gewinner hervorgehen.

Viele Blogger folgten seinem Aufruf und von Halbjahr zu Halbjahr werden es immer mehr Teilnehmer. Inzwischen ist die fünfte #FopaNet gestartet und DieReiseEule nimmt das dritte Mal daran teil. „Erkunde die Welt mit der ReiseEule – Fotoparade 01/2017“ weiterlesen

Amtliches Endergebnis des ReiseEuleExperiments

Der große Tag ist gekommen. Heute vor einem Jahr am 25. Mai 2016 habe ich mein Sparexperiment gestartet. Hier nachzulesen.

Ziel war es zu zeigen, dass Kleinvieh im wahrsten Sinne des Wortes auch Mist macht. Jeden Tag hat mindestens eine Münze den Weg in den Geldkoffer angetreten. Dazu kam zu Beginn ein 5 Euro Schein und zwischendurch ein paar wenige (und doch mehr als vermutet) Scheine, die ich zu besonderen Gelegenheiten geschenkt bekam.

Soeben wurde das Köfferchen geleert und unter kommerzieller Aufsicht von ReiseEule, dem namenlosen Hasenmausibär und meinem Sonnenschein ausgezählt. Dazu nun eine Bilderserie und das amtliche Endergebnis.

Endergebnis des ReiseEuleExperiments (2)
Die kommerzielle Aufsicht hat sich bereit gemacht
Endergebnis des ReiseEuleExperiments (3)
Randvoll und schwer zu leeren
Endergebnis des ReiseEuleExperiments (4)
Geschafft. Alles auf einem Haufen
Endergebnis des ReiseEuleExperiments (5)
Schön gestapelt

Ergebnis

Tada! € 176,96 und 100 chilenische Pesos! Man beachte den orangenen Pfeil.

Mein Sonnenschein sagt, dass mit dem Peso sei ein Zeichen. Es muss wohl nach Chile gehen. Er will den 1 km langen Schwimmingpool, den längsten der Welt, sehen und darin plantschen. Na, dann steht das Ziel für 2018 ja schon fest 😀

Sieger im Schätzwettbewerb wurde…..

Veronica Blasi. Sie lag mit ihrer Schätzung von € 189,45 zwar leicht drüber, aber nur mit € 12,49. Der zweite Platz geht an das Geburtstagskind Mathias. Er lag mit seinem „professionellen Algorithmus“ auch nur knapp unterhalb des Endergebnisse mit € 161,57, also € 15,93 entfernt.

Herzlichen Glückwunsch für die gute Einschätzung.

Und so setzte sich das Geld schlussendlich zusammen:

Endergebnis des ReiseEuleExperiments (1)

© DieReiseEule 5/2017

Warum die Flughafentoilette einen Besuch wert ist…

Heute kommt ein weiterer Beitrag aus dem Bereich Skurriles – Anekdoten und Anekdötchen.

Das „stille Örtchen“ ist ein Platz, den man gelegentlich aufsuchen muss, aber selten mit Begeisterung, sondern aus der Notwendigkeit heraus. Das ist bei mir nicht anders. Sind die meisten Toiletten doch schlichtweg funktional gestaltet.

Doch gibt es ein paar rühmliche Ausnahmen, die wirklich einen zweiten Blick wert sind. Dazu gehört die Flughafentoilette in Tallinn/Estland. Bereits der Sichtschutz zu den Gates entlockte mir ein Lächeln. „Warum die Flughafentoilette einen Besuch wert ist…“ weiterlesen

Warum man unbedingt eine Rohrzange im Handgepäck mitnehmen sollte….

Ende April. Mädelsausflug. Es soll nach Tallinn/Estland gehen. Die Reise wurde bereits letztes Jahr geplant und gebucht. Person A besorgt bei einem Besuch in einer Buchhandlung rechtzeitig einen Reiseführer. Über Riga! 😀

„Nun ja. Liegt ja um die Ecke. Kann man vielleicht auch mal gebrauchen.“ Wir vertrauen auf unseren Instinkt und werden uns einfach treiben lassen.

Alles ist am Abflugtag vorbereitet. Koffer und Handgepäck regelkonform gepackt. Dachten wir. Bis zum Moment der Wahrheit.

Wir – 3 Mädels mittleren Alters + DieReiseEule – sind für Freitag Vormittag verabredet. Das Taxi ist für 11 Uhr vorbestellt und steht bereits eine Viertelstunde vorher vor dem Haus.

Mein Koffer wird eingeladen, der meiner Freundin ebenso. Die Schwester reist aus dem Sauerland an und ist laut Navi Punkt 11 Uhr da. Wir stehen bei offener Haustür im Flur und checken nochmal schnell, ob das Handy genug Saft hat. Eingecheckt habe ich am Vortag. Alle drei Bordkarten sind auf meinem Mobiltelefon. Die anderen haben sich die App nicht geladen. Sollte der Akku alle gehen, stünden wir ziemlich blöd am Flughafen. „Warum man unbedingt eine Rohrzange im Handgepäck mitnehmen sollte….“ weiterlesen

Warum heißt dein Blog, wie er heißt? 3

Auf geht’s in die nächste Runde. Noch einmal haben sich verschiedene Bloggerinnen und Blogger dazu entschlossen, das Geheimnis hinter ihrem Blognamen zu lüften.

Bisher haben im Teil 1 und 2 folgende Blogs teilgenommen:

Lieschenradieschen Reist, W.E.G.Site, reiseum, Sunniest Way, Reiseschnappschüsse, Sinne und Reisen, aktiv60plus, Teilzeitreisender, Faszination Europa, Conntrip, Steffistraumzeit, DieReiseEule, Kind im Gepäck, ZielunGEWISS, Before we die, 2 on the go, Gin des Lebens, Misses Backpack, See you on the flipside, 7Kontinente, Yummy Travel und Unterwegs mit Dröppel. Teil 1 und Teil 2

Christine von Die bunte Christine
Die bunte Christine

1. Die bunte Christine

„Warum heißt dein Blog, wie er heißt? 3“ weiterlesen

Der verpasste Jahrestag

Gestern war es soweit

Mein erster Bloggeburtstag

und  wir – DieReiseEule und ich – haben es verschlafen. Das ist der Fassnacht geschuldet. Wenn man mitten in einer Hochburg des terminierten Frohsinns wohnt, von eingeborenen Nachbarn umringt ist und nicht schnell genug in Urlaub fährt, kommt man nicht drum herum, sich im Treiben mittreiben zu lassen.

Ich laufe die 5 km lange Strecke hier im Ort seit nunmehr vier oder fünf Jahren mit, aber ein genialeres Kostüm wie dieses Jahr hatte ich noch nicht. Mir wurde sehr viel Ehre zuteil. Man kehrte vor mir die Straße und huldigte mir, als ich würdevoll als Päpstin durch die Gassen schritt. Thema war „Lutherjahr“. Und da auch Herr Luther alte Zöpfe anprangerte, durften wir das als Fußgruppe ebenso.

Die Eule hat auch zuviel unbekannte Substanzen konsumiert, wurde dadurch grün im Gesicht, blähte sich auf und meint nun, sie sei im falschen Jahrzehnt geboren, denn eigentlich gehöre sie in die Flower-Power-Zeit. Wie man oben sieht.warum-heist

Nun ja. Nachdem etwas Stillstand herrschte, will ich das in der nächsten Zeit alles wieder ein bisschen aufleben lassen. Schon Ende der Woche wird es den zweiten Teil „Warum heißt dein Blog wie er heißt“ geben. 10 neue, bekannte oder auch noch geheime Reiseblogger haben die Geschichte hinter ihrem Blognamen verraten.

 

Und auch Teil 3 ist bereits in Vorbereitung. Noch könnt ihr euch bei mir melden und mir einen kurzen Text (max. 300 Wörter) und ein Foto senden, wenn ihr dabei sein möchtet. Den Aufruf dazu findet ihr auch auf Facebook, bei den Reiseblogger Blogparaden.

© DieReiseEule 3/2017

Pilgern für Anfänger – Muss es der Jakobsweg sein?

Zwischen Selbstvermarktung und Selbstfindung

Es wird gepilgert. Das liegt im Trend. Tendenz steigend. Inzwischen kennt bald jeder Jemanden, der den berühmtesten aller Pilgerwege – den Jakobsweg – bereits lief. Wieder zu Hause wird stolz berichtet, wie man die Anstrengungen und Entbehrungen gemeistert hat. Auch ich hatte schon die Überlegung, mich dem Camino zu stellen, entschied mich bisher aber dagegen, weil er mir einfach schon zu überlaufen vorkommt.

Bitte nicht falsch verstehen: ich will hier nichts abwerten oder schmälern. Ich finde es gut, dass wir in unserer schnelllebigen Zeit uns daran erinnern, mal auf die Bremse zu treten. Doch was sind die wahren Beweggründe hinter dem Wunsch, in Jakobs Fußstapfen zu treten?

Provokant geschrieben, denke ich, dass es zwei Gruppen von Jakobspilgern gibt.

Die, die es tun, weil es „jeder“ tut. Weil es trendig ist. Weil uns nach Karibik, 5-Sterne-Hotels, Limousinenservice und First-Class-Flug nichts mehr einfällt. Weil noch ein Haken auf der Bucket List fehlt. Um zu zeigen, dass man auch mal ohne viel Geld auskommt.

Und die, die es tun, weil sie die Ruhe brauchen, um sich selbst zu finden. Um etwas in ihrem Leben zu korrigieren. Weil sie ihrem Leben eine Wendung, einen Sinn geben wollen. Weil sie ihre Ziele im Leben aus den Augen verloren haben. „Pilgern für Anfänger – Muss es der Jakobsweg sein?“ weiterlesen

Fotografische Highlights 2. Halbjahr 2016 – Fotoparade

Michael von Erkunde die Welt hat zum vierten Mal zur Fotoblogparade aufgerufen und ich hatte schon die Befürchtung, diesmal nicht daran teilnehmen zu können, weil ich unterwegs war. Doch die Blogparade endet netterweise erst Mitte Januar und so habe ich mich direkt an die Sichtung meiner umfangreichen Bildersammlung gesetzt.

Er sucht das schönste Bild des zweiten Halbjahres 2016 und darüber hinaus schlägt er noch fünf weitere Kategorien zur Präsentation vor.

  • “gewachsen”
  • “Berühmtes”
  • “Tierisch”
  • “Gebäude”
  • “Nacht”
  • „Schönstes Bild“

Der Kreativität sind dabei keine festen Grenzen gesetzt und man darf das Repertoire erweitern, wenn man mag. Durch die Entstehungsgeschichten wird den Bildern Leben eingehaucht und manches Foto erscheint dadurch nochmal in einem ganz besonderen Licht. Es lohnt sich, bei den anderen Teilnehmern zu spicken, sich Inspirationen für neue Reiseziele zu holen oder einfach nur die Vielfalt zu genießen. „Fotografische Highlights 2. Halbjahr 2016 – Fotoparade“ weiterlesen

Dinner in Neuseeland

Die Insider wissen natürlich, dass der Ablauf beim Gang ins Restaurant konträr abläuft. Zwar gibt es auch innerhalb Deutschlands regionale Unterschiede  (in Nordhessen ist ein Tisch „voll“,  wenn dort bereits jemand sitzt, im Rhein-Main-Gebiet setzt man sich dazu, bis alle Stühle besetzt sind), aber hier mußte ich mich doch erst rein finden. Oder besser gesagt, ich ahnte nach. „Dinner in Neuseeland“ weiterlesen

Warum heißt dein Blog, wie er heißt?

Unser Aushängeschild – der Blogname

Am Anfang ist die Idee. Man will über seine Reisen berichten und andere Menschen an einem Auszug aus seinem Leben teilhaben lassen, um Freude zu bereiten und Träume zu wecken. In der Hoffnung, dass man die Leidenschaft rüber bringen kann und begeistere. Dazu gehört unweigerlich ein möglichst individueller, aber eingängiger Name für das weblog.

Um einen Namen zu finden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder bedient man eine Nische und daraus ergibt sich der Name oder man recherchiert und selektiert alle bereits vorhandenen Namen aus. Oder…? Dazu habe ich einige Blogger persönlich angeschrieben, um zu erfahren, wie sie zu ihrem Blognamen gefunden haben und/oder welche Bedeutung dahinter steckt. Am Ende findet ihr auch mein Statement.

Jetzt lasse ich aber zuerst 11 andere Reiseblogger zu Worte kommen. Ich war teilweise überrascht, wie die Namen zustande kamen und habe einiges Neues erfahren. „Warum heißt dein Blog, wie er heißt?“ weiterlesen

Faszination Wolken

Ich bin ein weiters Mal dem Aufruf einer Blogparade gefolgt, weil ich das Thema Wolken toll finde. Es wird nur wenig Text geben, aber dafür ganz viele schöne Fotos zu träumen. Nachdem ich meine Bildersammlung durchforstet habe, habe ich festgestellt, dass ich auf gut 2/3 der Fotos immer ein Flugzeug mit drauf habe. Das liegt sehr wahrscheinlich daran, dass ich oft am Flughafen bin.

Wolken und Flugzeug sind für mich die perfekte Kombination für Fernweh. Kaum steigt man in den Flieger durchstößt man bereits kurz nach dem Abheben die Wolkendecke und hat den Blick von oben auf das Szenario, dass mich immer an eine schöne, warme Badewanne mit Schaumbad erinnert.

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Die Alpen stechen aus dem Schaumbad heraus

Bei myeverydaylife.de von Bee findet ihr ganz viele andere Wolkenbilder, denn dort wurde die Parade gestartet. Sie läuft noch bis zum 13. November 2016 und Mitstreiter kann es nie genug geben. Ich selbst stöbere gerne in den Blogs, besonders wenn es um Fotos geht.

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Luftaufnahme – wie hingetupft wirken die wenigen Wolken

Jetzt komme ich zu den Bildern, die vom Boden aus gemacht wurden. Zum Einstieg ein paar Fotos, die während meiner Reisen entstanden.

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Das Rheinufer bei Mainz
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Keine klassischen Haufenwolken, sondern ein Laken aus Wolken
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Rostock – auch hier eine fast geschlossene Wolkendecke
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Ganz zarte Schleierwolken
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Meer und Wolken gehören in Deutschland irgendwie zusammen, oder nicht?
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Der Himmel über dem Sitz des Bundespräsidenten, die Sonne kämpft sich durch

Komme ich jetzt mal zu meinen Wolkenbildern mit Flugzeugen. Erst mal ein paar, die tagsüber entstanden. Zwei Ausreißer haben sich auch dazwischen gemogelt. Ihr werdet es sehen.

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Die Wolken sind viel tiefer. Der Flieger wird weiter durch die Sonne fliegen.
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Kurz nach dem Start durchstößt man schon die Haufenwolken
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Im Sommer lösen sich die Wolken schnell auf
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Drei Flieger, wenig Wolken. Wie diese wohl von oben ausgesehen haben?
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Start bei geschlossener Wolkendecke
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Auch andere Flugobjekte sind unterwegs. Allerdings unterhalb der Wolken.
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Anlauf und keine 5 Minuten später kann der Flieger sich sonnen.
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Ein bisschen schwarz-weisse Dramatik

 

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Ohne Worte – einfach genießen

Meine letzten Aufnahmen zu dem Thema zeigen die verschiedenen Stadien des Sonnenuntergangs. Wolken bekommen hier eine ganz neue Dimension. Die Farben changieren von gelb über orange zu rot und violett. Das gibt besonders dramatische Effekte.

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Kurz vor Beginn des Sonnenuntergangs
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Sunset beginnt
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Ohne Wolken hätte das Bild nicht den gleichen Effekt
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Schleierwolken imSonnenuntergang – Rostock
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Die Wolken beginnen zu brennen
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Farbengewaltig, oder nicht?
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Gerade die Wolkenlöcher bringen hier den dramatischen Eindruck
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Blau, gelb, orange, grau – alle Farben vorhanden
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Die Wolkendecke grau, der Himmel gelb-orange
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Muss man hierzu noch etwas sagen?
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Die Nacht über dem Rhein-Main-Flughafen ist angebrochen

Das war eine kleine Auswahl meiner Wolkenformationen. Ich hoffe, ihr hattet Spaß daran. Mal schauen, ob ich aus dem Flugzeug demnächst ein paar neue Aufnahmen machen kann. Fensterplätze habe ich reserviert.

© DieReiseEule 11/2016

 

 

DieReiseEule wurde interviewt

Da nicht jeder meiner Leser auch automatisch bei Facebook ist, ist es vielleicht an euch vorbei gegangen, dass ich in den letzten Tagen zweimal interviewt wurde. Wer also nochmal ein bisschen nachlesen möchte, findet das erste Interview bei reiseum.de.

Die Inhaber dieses Blogs – Alejandro und Brigitta – haben eine neue Kategorie, in der sie „unternehmerische“ Frauen vorstellen. Da sind viele interessante Frauen dabei. Lest doch mal rein.

Das zweite Interview habe ich auf bloxbook gegeben. Bloxbook ist eine neue Plattform für Reiseberichte, die ausschließlich von Bloggern kommen. Daneben findet ihr dort eine Sammlung kostenloser E-Books über Reisen und Reisevorbereitungen. Wer mehr darüber wissen will, kann auch mal den Trailer bei youtube anklicken. „DieReiseEule wurde interviewt“ weiterlesen

„Die 10 heißesten Bikini-Mädchen von Malle und was ihre Sex-Geheimnisse sind“ oder Klicken bildet

Was darf ein Reiseblog an Informationen bieten?

Humor ist, wenn man eine Überschrift wählt, die zum Thema des Blogs passt, aber damit gar nichts zu tun hat.

Wer jetzt Bildchen von spärlich bekleideten Damen jüngeren Alters und den ungesunden Maßen 90-60-90 erwartet hat, muss sehr weit nach unten scrollen, um letztlich festzustellen, dass es die nicht gibt.

Die heißesten Mädchen, die ich finden konnte, sind jene in obigen Bild, die ich nun auch noch einzeln vorstelle. Unfreiwillig haben sie sich gezwungenermaßen meiner Diktatur gebeugt und sich reihig in Unordnung aufgestellt.

Wer meinen Blog etwas regelmäßiger liest weiß, dass ich neben klassischen Reiseberichten auch meine eigene Meinung zum Mainstream der Szene äußere oder diese persifliere. Kommen wir mal zu den 10 Dingen, über die ich mal meine persönliche Meinung kundtun will. Damit ich endlich auch mal eine Aufzählung habe 🙂

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„„Die 10 heißesten Bikini-Mädchen von Malle und was ihre Sex-Geheimnisse sind“ oder Klicken bildet“ weiterlesen

Blogstillstand?

Fast drei Wochen ist mein letzter Beitrag her und man könnte wohl mutmaßen, ich wäre des Schreibens oder gar des Reisens überdrüssig. Warum kommt kein neuer Artikel?

Das hat verschiedene Gründe:

  1. Ich möchte euch nicht mit hingeschmierten Zeilen langweilen, nur weil es üblich ist, dass man als Blogbetreiber regelmäßig postet. Allgemeine Empfehlung: 2-3 mal wöchentlich. Nö, wenn ich nicht auf Reisen bin und auch in der näheren Umgebung gerade keine Inspiration finde, die ich für erwähnenswert erachte, dann lasse ich es halt. Ich habe mich noch nie gerne in Schemen pressen lassen.
  2. Ich betreibe nicht nur diesen Reiseblog. Manche Gedanken passen hier nicht zum Thema. Ich bin Fan von Blogs, die sich nicht zu sehr verzetteln, sondern sich auf 1-2 Themen beschränken. Lieber lese ich von einer Person mehrere Blogs und deshalb halte ich es für mich auch so. Ich war also nicht inaktiv.
  3. Einige haben es mitbekommen, dass ich notfallmäßig unters OP-Messer gewandert bin. DAS war natürlich gar nicht vorgesehen, aber  unumgänglich. Innerhalb kürzester Zeit ging es bei mir gefühlt von ich fühle mich sehr gut zu ich bin total am Limit und kann nicht mehr, macht was! Ich habe alles gut überstanden, befinde mich aber noch im Rekonvaleszenzprozess. Dennoch ist es traumhaft, wieder im heimischen Bett zu schlafen. Wer meint, ein Krankenhausaufenthalt diene der Erholung und Gesundung hat noch nie die Nächte direkt gegenüber des Schwesternstützpunktes hinter sich gebracht. Die armen Mädels waren echt gefordert. Dadurch war an erholsamen Schlaf tagelang nicht zu denken. Zu Hause habe ich dann direkt 12 Stunden am Stück erschöpft durchgeschlafen. Ich kann mich nicht erinnern, wann mir das das letzte Mal passiert ist.

Die drei Fotos stammen aus der Klinik. Das erste entstand noch am Abend der Einlieferung, am nächsten Tag brauchte DieReiseEule natürlich auch ein eigenes Pflaster – aus Solidarität – und das dritte Foto zeigt den gar nicht mal so schlechten Ausblick aus dem 6. Stockwerk.

So, nun sind alle mal wieder auf dem Laufenden. Mich hat der Blogfrust noch nicht erfasst – glücklicherweise. Ich freue mich, dass meine nächste Reise bald ansteht und ich bis dahin fit und gesund bin, um das genießen zu können. Dazwischen will ich auf jeden Fall nochmal unterwegs sein und dann kommt auch wieder ein Reise- oder Erlebnisbericht.

 

Und wie ist das bei euch? Bloglust oder Blogfrust? Das fragt übrigens Steffie von Steffie’s Traumzeit in ihrer Blogparade, die noch bis Ende des Monats läuft und bei der ich mit diesem Update teilnehme.

© DieReiseEule, 9/2016

Zufriedenheitsliste (Satisfaction list)

Bist du schon zufrieden oder suchst du noch dein Glück?

Jeder Blogger kennt sie, fast jeder (ich auch) hat sie: die Bucket List. Aufgekommen ist dieser Begriff so richtig durch den Film The Bucket List – Das Beste kommt zum Schluss aus dem Jahr 2007. Auf dieser Liste – manchmal auch Löffelliste genannt – hält man die Ziele fest, die man im Leben noch erreichen möchte, bevor man stirbt/den Löffel abgibt.

Wie gesagt, auch ich habe meine Liste der Träume online. Wer träumt denn nicht? Natürlich würde ich gerne noch verschiedene Länder oder Städte sehen, aber auch glücklich werden zählt zu meinen ganz persönlichen Zielen. Warum also nun noch eine Liste?

Auf die Idee hat mich Bloggerkollegin Sabine von wordgeflumselkritzelkram gebracht. Ihre Traumliste ist keine Aneinanderreihung und Aufzählung von Destinationen, sondern ein bewegender Text, bei dem sie gegen Ende beschreibt, womit sie zufrieden ist. Genau das hat mich zu meiner Zufriedenheitsliste inspiriert. „Zufriedenheitsliste (Satisfaction list)“ weiterlesen