Tipps gegen Langeweile und Einsamkeit

Wir lassen uns nicht unterkriegen – weder von Corona noch von der Grippe

Deutschland steht still, die Welt dreht sich deutlich langsamer. Wer kann und darf, macht Homeoffice. Kinder sind zu Hause und wollen bespaßt werden. Doch auch Erwachsene wissen plötzlich wenig mit sich anzufangen.

„Langeweile fördert die Kreativität“, sagte meine Mutter schon immer. Die coolsten Erfindungen werden oft ausgeheckt, wenn einem sonst nichts mehr einfällt. Langeweile ist also auch eine Chance.

Vielleicht trifft euch sogar eine behördlich auferlegte Quarantäne und ihr dürft nicht mal spazieren gehen. Selbst wenn ihr keine Krankheitssymptome habt, könnte das der Fall sein, wenn ihr mit einem Infizierten in Kontakt wart.

Wenn ihr euch gut fühlt, dann habt ihr jede Menge Möglichkeiten. Los geht’s.

Haushalt auf Vordermann bringen

Es ist doch sowieso mal wieder Zeit für den Frühjahrsputz, oder nicht? Endlich kann man den Schreibtisch durchsortieren, die Schränke auswischen, den Keller entrümpeln oder ordnen. Das Silberbesteck müsste mal wieder poliert werden und die Bilder an der Wand wollte man auch austauschen. Verschieb es nicht, mach es.

Dein Kleiderschrank quillt über, aber nichts passt mehr? Sortiere es aus. Trenne dich von Ballast. Hoffe nicht darauf, dass es irgendwann wieder passt oder gefällt. Alles was du in den letzten 1,5-2 Jahren nicht mehr anhattest, kann weg. Warum hebst du die Socken mit den Löchern auf? Hoffst du, dass nachts die Heinzelmännchen kommen und diese flicken? Und würdest du gestopfte Strümpfe überhaupt anziehen? Schmeiß sie weg.

Auto entrümpeln und innen reinigen

Die Polster sind voller Krümel und überhaupt sieht der Innenraum nach Müllauto aus – dann schnapp dir deinen Staubsauger und sauge die Polster ab, schmeiß allen Unrat weg und dabei kannst du gleich mal nachsehen, ob dein Verbandskasten noch vollständig gefüllt und nicht abgelaufen ist. Probiere doch mal aus, das Warndreieck aufzubauen. Wahrscheinlich hast du das noch nie oder ewig nicht mehr gemacht. Im Bedarfsfall bist du gut vorbereitet.

Telefonieren, whatsappen oder skypen

Soziale Kontakte sind wichtig. Doch umarmen ist gerade nicht hilfreich, sondern birgt Ansteckungsgefahr. Jetzt zeigt sich, wer dein echter Freund ist. Denn echte Freunde stehen in der Not zusammen. Echte Freunde werden alles daran setzen, dass wir uns schützen, indem wir den persönlichen Hautkontakt vermeiden. Aber die Viren gehen nicht durch die Telefon-, Handy- oder Internetleitung. Wir können beim skypen einander sehen und hören. Wir können uns gegenseitig Mut zusprechen. Wir sind aufmerksam und merken, wenn es jemand schlecht geht. Kommunikation ist wichtig, damit wir nicht vereinsamen.

Deine Kontakliste könntest du mal überarbeiten. Welche Nummern brauchst du nicht mehr, welche gibt es gar nicht mehr? Speichere die Notfallnummern ab und erkläre sie den Kindern. Dazu gehören die folgenden Nummern:

  • Feuerwehr/Notarzt 112
  • Polizei 110
  • Giftnotruf in Hessen/Rheinland-Pfalz 06131-19240 (in anderen Bundesländern gilt eine andere Vorwahl)
  • Kassenärtzlicher Bereitschaftsdienst 116 117
  • Sperrnotruf für Bankkarten und Ausweise 116 116
  • Kinder- und Jugendtelefon 116 111
  • Corona Patiententelefon z. Zt. 0800 / 011 77 22
  • Unfall-Meldenummer deiner Kfz-Versicherung und andere Nummern

Handarbeiten/Werkeln

Nimm dir dein Strickzeug in die Hand. Fädel den Faden in die Nähmaschine. Knüpf den Teppich fertig. Lerne klöppeln. Auf youtube findest du jede Menge Tutorials zum Thema. Deine kleine Werkstatt ist gut bestückt, aber verwaist? Dann schnapp dir den Hammer, die Säge und das Holz und bastel was draus.

Koch-/Backrezepte probieren

Wenn wir schon überwiegend in den eigenen 4 Wänden sind, dann sollten wir wenigstens auf unsere Ernährung achten. Endlich haben wir Zeit, neue oder alte Koch- und Backrezepte auszuprobieren. Oder selbst welche zu erfinden.

Wir können unsere Geschmacksnerven mal wieder schulen und nicht in Hektik und im Laufen „irgendwas“ in uns reinschlingen. Mach mal die Augen zu und versuche herauszuschmecken, welche Gewürze benutzt wurden. Weißt du noch, wie eine Karotte schmeckt? Nimm dir Zeit und nimm es ernsthaft war.

Vorschläge: Schmandkuchen, Germknödel mit Vanillesoße, Mainzer Spundekäs‘, Handkäse mit Musik oder Fleischwursttaler

Lesen

Bücher lesen ist in den vergangenen Monaten bei mir viel zu kurz gekommen. Endlich komme ich dazu, abends wieder ein paar Zeilen zu lesen und die Trilogie von Ursula Poznanski Die Verratenen, Die Verschworenen, Die Vernichteten* in einem Rutsch zu lesen.

Doch nicht nur Bücher werden geschmökert. Endlich kann ich auch in andere Blogs reinschmökern, die mich auf eine #virtuelleReise mitnehmen. Dazu läuft aktuell auch eine Blogparade bei Far From Home.

Eine Sprache lernen

Jetzt kann man in Ruhe anfangen ein paar Vokabeln zu pauken. Eine Sprache zu lernen ist gut für’s Gehirn. Neue Verbindungen werden geknüpft. Dank Anbietern wie Duolingo oder Babbel ist das per App problemlos möglich. Auf der nächsten Reise glänzt du dann mit deinen neuen Fähigkeiten. Oder du nutzt sie für deinen Beruf.

Singen, Tanzen, Rückenschule

Du bist allein zu Hause? Dann singe laut. Egal wie falsch sich das anhören mag. Oder tanze durch die Wohnung. Es sieht dich sowieso niemand. Beweg dich, denn wer rastet, der rostet. Nur auf der Couch zu lungern ist keine Option. Dein Rücken wird es dir danken, wenn du ein bisschen Sport oder Gymnastik betreibst.

Du musst noch zur Arbeitsstelle, weil bei dir Homeoffice nicht möglich ist? Warum nimmst du nicht das Fahrrad? Ein gutes Training für Herz-Kreislauf und für die Belüftung der Lunge. Die Straßen sind wie leergefegt und endlich musst du keine Angst haben, vom nächsten Pkw oder Lkw umgefahren zu werden.

Die Festplatten durchforsten/Bilder bearbeiten

Die Urlaubsfotos vom letzten Herbst liegen noch unbesehen auf der Festplatte? Na, dann träum dich weg und bearbeite sie endlich. Ordne sie, sortiere aus, überlege dir ein System, mit dem du in Zukunft schneller die passenden Bilder findest.

Du kannst ein Album erstellen, dass du in die Cloud hochlädst und mit deinen Freunden teilst. Dann könnt ihr gemeinsam träumen.

Blog überarbeiten

Für mich als Reisebloggerin ist nun Zeit, meine alten Artikel zu überarbeiten, zu aktualisieren, auf SEO zu prüfen usw. Zugriffe auf den Blog gibt es momentan sowieso kaum.

Ich kann hoffentlich endlich Beiträge fertig stellen, die schon viel zu lange in der Entwurfkiste warten. Ich kann Ideen für die Zeit nach Covid19 sammeln. Und vielleicht aktiviere ich endlich mal wieder meine Serie „Warum heißt dein Blog, wie er heißt?„, denn inzwischen gibt es so viele neue, spannende Blogs.

Ordnung in der Strumpfschublade

Eure Ideen?

Welche Ideen hast du noch? Wie vertreibst du dir die Zeit? Hinterlasse mir doch einen Kommentar. Vielleicht hast du ja Ideen, womit man Kinder zur Zeit beschäftigen kann. Denn irgendwann ist auch das tollste Puzzle langweilig.

Tipps auf anderen Blogs gegen Langeweile zum Weiterschmökern

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© Liane und Herr R.

32 Gedanken zu „Tipps gegen Langeweile und Einsamkeit

  1. Hallo Liane,
    tolle Tipps aber ehrlich gesagt komme ich zu nichts von alledem, Na ja außer lesen. ich bin immer noch dabei meine Aufträge abzuarbeiten und statt die Bude zu putzen verkommt sie gerade eher im Chaos. dabei habe ich hier tatsächlich seit einem Jahr Bastelsachen für Teelichter liegen. Ob die Lichter diesen Sommer meinen Balkon schmücken? Im Moment sieht es eher nicht danach aus.
    Statt mich zu langweilen bin ich eher etwas genervt, weil ich nicht all das schaffe, was ich gerne möchte. Allerdings habe ich auch nach 20 tagen immer noch Probleme mich zu konzentrieren. Irgendwie schweifen die Gedanken ja doch immer ab.
    ich wünsche Dir alles Gute, bleib gesund und hoffentlich bis bald
    Anja

    1. Hi Anja,
      zum Lesen komme ich viel zu wenig, leider. Dafür haben wir die Küche renoviert. Müssen nur noch streichen.
      Mich nervt eher die Arbeit, die sich so anders gestaltet. Das macht gar nicht richtig Spaß. Nichts mehr mit Schwätzchen halten und Kaffee trinken.
      Ich hoffe immer noch, dass sich bald eine Normalität einstellt.

      LG Liane

  2. Es ist übrigens bewiesen, dass Langeweile die Kreativität fördert, wenn nicht gar erst wirklich hervorbringt.

    Ich empfehle dazu das spannende Buch „Muße. Vom Glück des Nichtstuns“ von Ulrich Schnabel. Der geht auch darauf ein, was in unserem Hirn passiert, wenn wir einfach mal nichts tun.

  3. Tolle Tipps, aber die Langeweile hat mich noch nicht ereilt. Da sind noch soooo viele Dinge zu erledigen und die letzten Tage waren so schön, dass wir lieber zu zweit mit dem Rad raus in den Wald gefahren sind. Das ist ja erlaubt.
    Kurzarbeit ist angesagt, aber im Büro, am Telefon und per Mail und was ganz seltsam ist, ohne Kollegen. Schon ein bisschen gruselig.
    Aber irgendwie wird es gehen und wer sagte nicht so wahr: “ Am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende.“
    In diesem Sinne, bleibt alle gesund und #stayathome
    Liebe Grüße
    Gabriela

    1. Ich wünsche dir eine gute, nicht langweilige Zeit.
      Mir ist auch noch nicht langweilig. Aber ich kann mich auch gut mir mir selbst beschäftigen. Oder mit anderen Dingen.
      Notfalls fange ich an die Möbel zu rücken. Das habe ich früher viel häufiger gemacht. Allerdings dreht mein Schatzl dann am Rad, weil er wieder nichts mehr findet 😀
      LG und gute Gesundheit wünscht
      Liane

  4. Ich arbeite im Moment bei meiner Arbeit 1 so viel, dass ich echt kaputt bin. Heute werde ich erst einmal ganz viele Telefonate führen mit lieben Menschen nah und fern. Und dann noch ein wenig in anderen Blogs lesen und meinen bearbeiten. Und es geht definitiv ans Bilder schauen und aussortieren. Es gibt immer viel zu tun, langweilig wird es nicht. Deine Anregungen mit dem Entrümpeln finde ich auch super. Wir haben hier Glück und dürfen (noch) alleine spazieren gehen, das werde ich nutzen und an der Tür meiner Eltern klingeln und dann aus 2 Meter Entfernung ein wenig mit ihnen sprechen. Mein Blog, in den letzten 2 Jahren mit viel Zeit und Herzblut aufgebaut, liegt danieder, aber ich habe Glück und muss mit Job 1 im Gesundheitswesen keine Angst um meine Arbeit haben, ich sorge mich aber darum, was gerade auf uns zu kommt und um meine Kollegen. Liebe Grüße Katja

  5. Vorgenommen habe ich mir einiges – aber noch siegt die Faulheit. Schaut aus als hätte ich noch genug Zeit die Fenster zu reinigen ec. Liebe Grüße Gabi

    1. Meine Küche blitzt und blinkt, wie schon lange nicht mehr. Morgen sind die Fenster dran.

  6. Keller aufräumen, Gartenmöbel schrubben, Fenster putzen, Kammer entrümpeln, Kleiderschrank aufräumen….
    Lesen, Filme gucken… Es gibt tausend Sachen die man machen könnte trotzdem fällt mir schon die Decke auf den Kopf 🤔

  7. Ja, wir haben auch damit begonnen Fenster zu putzen, denn was soll man auch den ganzen Tag tun, wenn das Wetter noch nicht so weit ist, dass wir längere Radtouren unternehmen können, sofern diese in einiger Zeit überhaupt noch erlaubt sind. Jetzt, wo die Sonne scheint, freue ich mich durch klare Scheiben in den blühenden Garten meiner Nachbarn zu schauen, weil es sonst nicht viel gibt über das wir uns freuen könnten.
    Wir haben uns ein mobiles Klimagerät angeschafft bevor wieder die große Hitze kommt und nicht an der Qualität gespart, denn wir werden lange nicht verreisen können – davon bin ich überzeugt. Um den Schlauch durchs Fenster zu kriegen, haben wir Holzzuschnitte machen lassen und basteln nun daran, wie wir die einhängen, schneiden das Loch raussägen für den Schlauch etc.
    Wenn wir sonst viel draußen und in der Stadt unterwegs oder bei Kursen, Gymnastik, Fitness sind, haben wir gar nicht so viel Zeit dazu, jetzt freuen wir uns, dass wir uns hier eine gute Lösung einfallen lassen können und alles bereit steht für Sommerhitze.
    Zwar ist es noch nicht so heiß, aber wir sind jedenfalls gut ausgestattet, damit wir wenigstens nachts in einem kühlen Raum ruhen können – sofern wir die Corona Epedemie überstehen, immerhin gehören wir zur Risikogruppe, aber darüber mache ich mir keine Gedanken, bin ja noch fit.
    Komm‘ gut durch Krise, bleib gesund und optimistisch, ich versuche es auch! LG Sigrid

    1. Danke für deine lieben Worte, Sigrid.
      Da ich 51 bin, gehöre ich auch zur Risikogruppe, die bei 50 Jahren anfängt. Bisher – toitoitoi – sind wir fit und gesund. Wir versuchen uns so gut es geht zu schützen.
      Ich hoffe, dass die Pandemie das Frühjahr nicht übersteht und verschwindet.

      Liebe Grüße
      Liane

    2. Und ich hab gelesen ab 65 Jahren. Na ja, das höchste Risiko haben sicher Leute ab 70-75, denn die Menschen sind heute viel fitter als früher. Das ist doch mal ein Lichtblick 👍

    3. Ach, ich denk da gar nicht so viel dran, denn es kommt wie es kommt und ich hatte schon ein langes Leben. Nützt ja nichts, wenn ich jetzt ständig denke, dass ich zur Hochrisikogruppe gehöre. Habe keine Vorerkrankungen, bin nicht adipös, gesund und munter. Entweder – oder! Das Leben ist manchmal unberrechenbar und vielleicht auch kürzer als gedacht, aber warten wir’s ab. Mit zuversichtlichen Grüßen, Sigrid

  8. Liebe Liane, doch, doch – man könnte die Zeit schon sinnvoll nutzen. Die Autopflege werde ich mir mal vornehmen – das mit dem Warndreieck ist eine super Idee. Ich habe mir noch vorgenommen, ein gutes Steuerprogramm zu lernen, mit dem ich (Freiberuflerin) in Zukunft alles selbst machen kann. Ich wollte das schon ewig. Aber jetzt ganz besonders. Selbst wenn ich es nicht perfekt hinbekommen – ich zahle dann lieber ein bisschen mehr Steuern an den Staat als Honorar an den Steuerberarter. Denn beim Staat scheint es mir bessere Verwendung zu finden. Liebe Grüße und halte durch, Stefanie

    1. Ich wünsche dir auch gute Gesundheit und starke Nerven.
      Wir Freiberufler sind in einer schwierigen Lage. Im Moment weiß keiner so recht, ob ich noch arbeiten darf oder nicht….
      Abwarten und Kaffee konsumieren.

      Liebe Grüße
      Liane

Hau in die Tasten! Ich freue mich sehr über einen konstruktiven Text von dir.

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