Sal kompakt – Ein Kurzguide für Besucher der Kapverdischen Insel

Reiseführer Sal

Sal ist die Lieblingsinsel des Herrn K., welcher von mir auch Schatzl genannt wird. Bedingt durch seine Sehnsucht, waren wir bereits gemeinsam auf Sal und werden noch in diesem Jahr wieder dort sein (oder auch nicht, denn ganz aktuell sind wir von der Thomas-Cook-Pleite betroffen). Man kann ihn als Insider bezeichnen, da er mehrfach vor Ort war. Lange bevor die Insel immer mehr vom Tourismus erobert wurde.

Ich selbst bin Mitglied in den Facebookgruppen Kapverdische Inseln, Insel Sal und Sal erleben und genießen und sehe, dass einige Fragen immer wieder gestellt werden. Das hat mich dazu inspiriert, die wichtigsten Informationen einmal in einem Kurzguide zusammen zu fassen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Reiseführer Sal
  2. Allgemeine Informationen zu Sal
  3. Wetter auf Sal
  4. Anreise nach Sal
  5. Einreisebestimmungen nach Sal für Deutsche
  6. Taxis und Öffentlicher Nahverkehr
  7. Sprachen auf Sal
  8. Bezahlen auf Sal
  9. Trinkgeld
  10. Gesundheit, Ärzte und Krankenhäuser
  11. Sonnenschutz
  12. Mückenschutz
  13. Einkaufen für den täglichen Bedarf und Souvenirshopping
  14. Sals Sehenswürdigkeiten
  15. Touranbieter auf Sal
  16. Mobilität auf Sal
  17. Trinkwasser
  18. Internet und Mobilfunk
  19. Restaurants und Bars
  20. Kriminalität

Allgemeine Informationen zu Sal

Sal gehört zur Nordgruppe der kapverdischen Inseln, den Ilhas de Barlavento – „Inseln über dem Winde“. Cabo verde liegt etwa auf Höhe des Senegal, an der afrikanischen Westküste im Atlantik. Dabei ist Sal die sonnenreichste Insel der Kapverden. Die Hauptstadt heißt Espargos. Der Name verweist auf den – nicht zum Verzehr geeigneten – Strandspargel. In Espargos befindet sich der Internationale Flughafen Amílcar Cabral, auf dem von Zeit zu Zeit die riesigen Antonow-Maschinen auf dem Weg von und nach Brasilien zwischenlanden.

Die Insel Sal ist berühmt für die Sandstrände rund um Santa Maria und daher bei Badeurlaubern beliebt. Ebenso bekannt ist Sal für die optimalen Bedingungen zum Kitesurfen in den Monaten Oktober bis Ende April. Der Kitesurf-Strandabschnitt ist von Juli bis September gesperrt, da die Karettschildkröten in dieser Zeit an Land kommen und ihre Eier ablegen.

Der Name Sal leitet sich vom Salz ab, welches auf der Insel gewonnen wird. Der Salzsee Pedra de Lume ist ein sehenswertes Ausflugsziel.

Hund am Strand von Santa Maria
Strandabschnitt bei Santa Maria

Wetter auf Sal

Sal ist eine karge, felsig-sandige Insel mit Schönwetter-Garantie. Mit nur 1-10 Regentagen im Jahr und gemäßigten Temperaturen um die 25°C, kann man hier das ganze Jahr über Urlaub machen. Zwischen Mai und September ist Nebensaison.

Nachts kühlt es nur wenig runter (max 5°C weniger). Das gab der Insel auch den Beinamen „Insel des ewigen Sommers“. Dennoch sollte man durchaus eine Jacke und lange Hosen mitnehmen, denn die Passatwinde, die mehr oder weniger ständig vorhanden sind, werden als kühl empfunden. Die Luftfeuchtigkeit ist mit ~70% hoch, aber durch den Wind empfindet man das Klima nicht als schwül.

Die Wassertemperatur liegt zwischen 20 und 29°C. Je nach Strandabschnitt ist mit Strömung und kräftigen Wellen zu rechnen. Am ruhigsten ist der Strandabschnitt direkt am Fischersteg von Santa Maria bis etwa auf Höhe des Hilton Hotels.

Eine echte Regenzeit gibt es auf Sal nicht. Im August/September ist am ehesten mit Regen zu rechnen. Danach kann man aber ein seltenes Ereignis – das Erblühen der Insel – erleben.

JanFebMrzAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Tagestemperatur in °C 24 24 25 25 25 26 27 29 29 28 27 25
Nachttemperatur in °C 19 19 18 19 20 21 22 23 24 23 22 20
Sonnenstunden 6 6 7 7 7 6 6 5 6 6 6 6
Wassertemperatur 23 23 22 22 23 23 24 24 26 26 25 24
Regentage 0-1 0-1 0 0 0 0 0 1 2-3 0-1 0-1 0
Ø Niederschlag in mm 5 4 0 0 0 0 0 15 35 7 3 0

Anreise nach Sal

Die meisten Touristen kommen per Flugzeug von Europa nach Sal. Die portugiesische TAP fliegt von Deutschland aus mit Zwischenstop in Lissabon nach Sal. Tuifly fliegt von Frankfurt, Düsseldorf, München, Köln-Bonn, Hannover und Stuttgart direkt auf die Kapverden. Dabei wird „im Dreieck“ geflogen, d.h. vom deutschen Flughafen geht es erst auf die Insel Boa Vista, dann nach Sal und dann zurück nach Deutschland. Salurlauber bleiben einfach in Boa Vista im Flugzeug sitzen und warten die aus- und einsteigenden Passagiere ab.

Weitere Fluglinien nach Sal

  • Cabo verde Airlines – von Lissabon nach Sal, Praia und São Vincente
  • Corsair – von Paris nach Sal

Die Flugzeit von Frankfurt mit Tuifly beträgt etwa 6 Stunden + etwa 1 Stunde für den Zwischenstop.

Internationaler Flughafen Sal
Amílcar Cabral International Airport Espargos/Sal/Cabo verde

Wichtige Zusatzinformationen

  • Alle akkubetriebenen Geräte und Powerbanks gehören ins Handgepäck!
  • Immer wieder gibt es Schwierigkeiten bei Ein- und Ausfuhr von Feuerzeugen. Teilweise werden sie an der Sicherheitskontrolle abgenommen. Ins Aufgabegepäck dürfen sie auf keinen Fall.

Einreisebestimmungen nach Sal für Deutsche

Seit dem 1. Januar 2019 gibt es bei Aufenthalten bis zu 30 Tagen keine Visumspflicht mehr. Sie wurde durch die Flughafensteuer TSA abgelöst, die vorab entrichtet werden muss. 3400 Escudos (~31 Euro) sind für internationale Anreisen zu zahlen, 150 Escudos bei nationalen Flügen. Nur in Ausnahmefällen soll sie bei der Einreise entrichtet werden.

Spätestens 5 Tage vor Einreise muss man sich auf der Regierungsseite ease.gov.cv mit Name, Reisedaten, Kontakt, ID und Name des Hotels registrieren. Das Formular ist in englisch, portugiesisch und französisch verfügbar. Jeder Reisende muss sich einzeln registrieren. Die Gebühr wird per Kreditkarte beglichen.

Einige Pauschalreiseanbieter führen die Registrierung für Ihre Kunden ohne Aufschlag durch. Unbedingt prüfen, ob alle Angaben richtig sind (Flugnummer, Name wie im Ausweis…) und Bescheinigung ausgedruckt mitnehmen, sonst wird die TSA am Flughafen nochmals abkassiert. Die Veranstalter erstatten das zwar zurück, aber es ist einfach doppelter Aufwand.

Deutsche benötigen bei Einreise einen Reisepass, der zum Zeitpunkt der Rückreise noch mindestens 6 Monate gültig ist. Kinder benötigen einen eigenen Kinder-Reisepass.

Bei Reisen zwischen 30 und 90 Tagen ist weiterhin ein Visum bei der Deutschen Botschaft in Berlin zu beantragen.

Taxis und öffentlicher Nahverkehr

Taxis haben Festpreise. Vom Flughafen nach Santa Maria zahlt man tagsüber 15 €, nachts € 20,-. Klar gibt es auch Schlawiner und nicht lizensierte Taxen, deshalb am besten vorher den Betrag klären.

Zwischen Espargos und Santa Maria verkehren Kleinbusse und Pick-ups (Alguer). Losgefahren wird, wenn sie voll sind. Auf Wartezeit einstellen. Dafür kosten sie nur 100 CVE/1€. In Santa Maria halten sie vis-a-vis der BCA Bank an.

Hafen von Palmeira
Hafen von Palmeira

Sprachen auf Sal

Landessprache ist kapverdisches Kreol. In den Hotels wird auch portugiesisch und englisch, teilweise auch spanisch, italienisch oder französisch gesprochen. Deutsch ist die Ausnahme.

Ein paar kreolische (oder portugiesische) Wörter öffnen die Pforten.

  • Bom dia – Guten Morgen
  • Boa tarde – Guten Tag (nach 12 Uhr)
  • Boa noite – Guten Abend bzw. Gute Nacht (ab Einbruch der Dunkelheit)
  • Obrigad – Danke
  • Por favor – Bitte
  • Mim ka kre – Ich will nicht

Bezahlen auf Sal

Die kapverdische Währung ist der Escudo CVE. Escudos dürfen weder ein- noch ausgeführt werden. Über die letzten Escudos vor der Rückreise freuen sich die Zimmermädchen, Gärtner oder Kellner.

100 CVE = 0,91 € bzw. 1 € = 110 CVE (Stand 9/2019).

Man kann überall mit Euro bezahlen (Kurs 1€ =100 CVE), bekommt das Rückgeld dann in CVE, manchmal auch in Euro. Am besten kleine Scheine und Münzgeld mitbringen. Kleingeld ist Mangelware auf Sal.

Am Geldautomat kann man mit der Kreditkarte + Pin Geld abheben. Teilweise kann in den Geschäften/Restaurants mit Karte bezahlt werden. Sicherer ist es, immer Bargeld einstecken zu haben. Visa geht eigentlich überall, Mastercard und EC-Karte nur bedingt.

Die Banken sind montags bis freitags von 8 – 15 Uhr geöffnet.

Trinkgeld

Die Löhne auf den Kapverden sind sehr niedrig. Man sollte unbedingt Trinkgeld geben. Wie fast überall, sollte man ca 5-10% aufrechnen. Zimmermädchen im Hotel freuen sich über kleine, zusätzliche Aufmerksamkeiten (z.B. dezente Ohrringe, Lippenpflegestift…), die man in Deutschland relativ günstig erwerben kann, für Kapverdianerinnen aber fast unerschwinglich sind.

Wir haben einmal die Woche eine Kleinigkeit in einem Umschlag mit „Thank you for your Service“ auf dem Kopfkissen deponiert und trafen immer auf freundliches, lächelndes und dankbares Personal.

Das Zimmerpersonal freut sich auch, wenn man die angebrochenen Sonnenmilch- oder Duschgelflaschen bei Abreise da lässt. Diese werden gerne genommen, denn auch diese Produkte sind für Einheimische fast unerschwinglich.

Apropos Freundlichkeit: Ohne das engagierte Hotelpersonal würde sich keiner von uns im Urlaub wohl fühlen. Ein Lächeln und ein „Good Morning“ oder „Olá“ gegenüber den Zimmermädchen, den Gärtnern, den Bedienungen oder den Rezeptionisten tut nicht weh und ist eine kleine Form der Wertschätzung.

Gesundheit, Ärzte und Krankenhäuser

Für Sal sollte man eine private Auslandskrankenversicherung mit Rückholung abschließen. Obwohl es kaum ansteckende Krankheiten gibt, kann einen „Montezumas Rache“ treffen. Am häufigsten suchen Touristen den Arzt wegen Magen-Darm-Infekten, Erkältungen oder Mückenstichen auf.

Impfungen sind nicht vorgeschrieben. Empfohlen werden lediglich die auch für Deutschland beworbenen Impfungen Tetanus, Diphterie, Polio sowie Hepatitis A und B. Fälle von Cholera, Gelbfieber, Malaria und Denguefieber sind auf Sal nicht bekannt.

Vor Ort gibt es Ärzte, drei Privatkliniken und eine Apotheke. Grundsätzlich sollte man alle Medikamente, die man regelmäßig braucht in ausreichender Anzahl von zu Hause mitbringen. Die Apotheke ist gut mit Durchfallmitteln ausgestattet, aber spezielle Medikamente müssen bestellt und eingeflogen werden und das kann dauern.

Ich würde jedem – der dauerhaft Medikamente nimmt – ans Herz legen, beim heimischen Arzt eine ins englisch oder portugiesische, übersetzte Bescheinigung über die Notwendigkeit der Medikamente mitzuführen. Besonders, wenn eine größere Anzahl mitgeführt wird oder es sich um Betäubungsmittel handelt. Drogenbesitz ist in Cabo verde verboten und wird schwer bestraft.

Im Notfall geht man am besten in die Privatklinik Clinitur in Santa Maria (Tel: 24 290 90). Dort trifft man auf kompetente Ärzte und die Hygiene ist in Ordnung. Das staatliche Klinikum in Espargos hat leider keinen besonders guten Ruf. Notfälle werden auf die Kanaren ausgeflogen.

Sonnenschutz

Die äquatoriale Sonne ist kräftig. Bei dem ständig herrschenden Wind merkt man das allerdings nicht so sehr und verbrennt schnell. Man sollte sich mehrfach am Tag mit Sonnenmilch mit LSF 50+ eincremen und direkte Sonne meiden. Am besten bringt man sich die Sonnencreme von zu Hause mit, denn auf Sal ist sie teuer.

Bei Strandspaziergängen ist eine Kappe oder ein Sonnenhut sinnvoll. Die Augen sollte man mit einer guten Sonnenbrille schützen. Das Wasser reflektiert stark. Kindern sollten sich unbedingt im Schatten aufhalten und mit UV-Kleidung zusätzlich geschützt werden.

Sonnenschirme und -liegen kann man am Strand mieten, sofern das eigene Hotel oder Appartment keine hat.

Mückenschutz

Nach einem Regenguss muss man mit Stechmücken rechnen. In stehenden Gewässern vermehren sie sich. Eine echte Mückenplage haben wir noch nicht erlebt. Trotzdem schadet es nicht, ein Antimückenspray und/oder ein Moskitonetz mitzubringen.

Vor Zika, Dengue oder Malaria muss man auf Sal keine Angst haben. Dem Passatwind sei Dank.

Einkaufen für den täglichen Bedarf und Souvenirshopping

Der größte Supermarkt heißt CAZU. Es gibt aber jede Menge kleine, kapverdische und chinesische Minimercados in Santa Maria und Espargos.

Bäckereien gibt es ebenfalls in Santa Maria. Zum Beispiel Pao e Doce oder Dado. In den Supermärkten und Bäckereien gelten Festpreise.

Festpreise gelten in allen kapverdischen Läden und Restaurants. Gehandelt wird nur mit den senegalesichen, fliegenden Händlern oder in deren Souvenirshops. Diese verkaufen keine authentische, kapverdischen Mitbringsel, sondern werden vom Festland mit Ware versorgt. Kapverdianer sind eher zurückhaltend und unaufdringlich, die Senegalesen versuchen ihr Waren gerne über die Schiene „Meine arme Mutter…, Ich habe 10 Kinder…, Bei mir gibt es die beste Ware….“ an die Urlauber zu bringen.

Frische Fische bekommt man am Fischersteg in Santa Maria. Täglich wird hier der fangfrischer Fisch feilgeboten. Ein tolles Spektakel und frischer gehts nimmer. Abends werden die Köstlichkeiten dann in den umliegenden Restaurants angeboten.

Sals Sehenswürdigkeiten

Auf Sal gibt es keine antiken Bauten oder Museen. Das heißt aber nicht, dass es keine Touristenattraktionen gibt. Badeurlaub ist schön, aber ein bisschen in die Kultur der Insel einzutauchen macht ebenfalls Spaß.

Das Blaue Auge (Olho Azul)

Das Blaue Auge
Das Blaue Auge

Unweit von Palmeira findet man Das Blaue Auge. Wenn in der Mittagszeit die Sonne im richtigen Winkel steht, schimmert das Wasser im vulkanischen Wasserloch in einem sensationellen Azurblau.

Daneben findet sich ein Naturschwimmbecken und eine hübsche Gartenanlage, die alle kapverdischen Inseln en miniatur zeigt.

Fata Morgana

Fata Morgana Sal
Flirrende Hitze – eine Fata Morgana

Mitten in der Wüste im Norden der Insel kann man ein spannendes Naturschauspiel erleben. Eine immerwährende Fata Morgana spiegelt dem Besucher einen See in der Ferne vor.

Pedra de Lume Salzsee

Salzgewinnung in Pedra Lume
Salzgewinnung auf Sal

In der natürlichen Saline von Pedra de Lume wird seit dem 19. Jahrhundert Salz gewonnen. Durch einen engen Tunnel betritt man das Gebiet. Die nicht mehr in Funktion befindliche, historische Seilbahnanlage erinnert an einen Westernfilm und ist ein beliebtes Fotomotiv. In einem Bereich der Saline darf man baden und sich wie im Toten Meer fühlen. Der Salzgehalt ist hier sogar noch höher. Aber Achtung: das Wasser brennt wie Feuer, wenn es in die Augen kommt. Duschen kann man gegen Gebühr. Man kann das Salz aber auch auf der Haut trocknen lassen – ein kostenloses Peeling.

Monte Grande

Monte Grande
Kein Hügel, sondern ein Berg – der Monte Grande

Der Monte Grande ist ein Berg wie aus dem Bilderbuch. Perfekt geformt und gerundet. Die höchste Erhebung der Insel misst ganze 406 Meter und befindet sich nordöstlich von Espargos.

Viveiro Botanical Garden

Botanischer Garten Santa Maria
Grüne Oase am Ortsrand

Der Viveiro Botanical Garden ist eine kleine, aber sehr feine, grüne Oase am Ortsrand von Santa Maria. Mit viel Herzblut werden endemische Pflanzen gehegt und gepflegt. Außerdem werden hier einige Kleintiere wie Vögel, Schildkröten, Affen oder ein Esel gehalten. Einen Bericht über den Botanischen Garten findet man hier.

Die Zitronenhai-Bucht (Shark Bay)

Zitronenhaie tummeln sich im Atlantik
Hai-Spiel-Bucht

In Schlagweite von Pedra de Lume befindet sich die Bucht der Riffhaie. Meist tummelt sich der Hai-Kindergarten im flachen Wasser des Atlantiks. Keine Sorge, man ist nah genug dran, um sie beobachten zu können, aber weit genug weg, als das etwas passieren würde.

Badeschuhe sollte man auf jeden Fall tragen, da sich Seeigel im Wasser befinden und deren Stacheln sind weitaus gefährlicher und schmerzhafter. Vor Ort können Badeschuhe gegen Gebühr ausgeliehen werden.

Monte Leão – Schlafender Löwe

Der Schlafende Löwe
Monte Leão

Die höchste Stelle des „Schlafenden Löwen“ ist 165 m hoch und weithin sichtbar. Mit festem Schuhwerk kann man ihn sogar besteigen. Beschilderte Wanderwege gibt es allerdings nicht. Daher sollte man über Kondition und Orientierungssinn verfügen.

Kitebeach

Kitebeach Sal
Am Kitebeach ist bei Wind immer was los

Der Kitebeach mit der Kiteschule des ehemaligen, kapverdischen Weltmeisters Mitu Monteiro befindet sich an der Ostküste bei Santa Maria. In den windigen Monaten Oktober bis April sieht man die bunten Kitesegel bereits von weitem. Selbst, wenn man den Sport nicht selbst betreibt, lohnt sich ein Ausflug dorthin. Ein nettes Cafe-Restaurant lädt zum Verweilen ein.

Der Fischersteg in Santa Maria

Fisch wird direkt am Steg filetiert und ausgenommen
Frischfisch

Am späten Vormittag, gegen 11 Uhr, kommen die Fischer mit ihrem Fang zurück. Dann ist der ganze Steg voll Menschen. Es wird gefeilscht und abgewogen und die Fische werden direkt vor Ort ausgenommen und filetiert.

Nachmittags springen die jugendlichen Kapverdianer gerne vom Steg in die kalten Fluten des Atlantiks. Am Fischersteg starten auch die Tauch- und Segeltouren.

Touranbieter auf Sal

Segelboot Cuba Libre
Segeltouren auf dem Atlantik

Es gibt einige, seriöse und zum Teil deutschsprachige Touranbieter auf Sal. Fahrten zu den Sehenswürdigkeiten Olho Azul, Shark Bay und Pedra de Lume bieten zum Beispiel Caramau-Tours und Annes Info Point an.

Eine Ganz- oder Halbtages-Segeltour kann man mit der Cuba Libre unternehmen. Der Skipper ist Däne und wohnt seit Jahren auf der Insel.

Die Pauschalreiseanbieter kämpfen natürlich auch um den Markt und sind in den Hotels mit ihren Mitarbeitern vertreten.

Mobilität auf Sal

Auf Sal ist es möglich, ein Auto, ein Quad oder einen Buggy zu mieten. Informationen findet man im Hotel oder an der Promenade. Zur Anmietung muss man einen Führerschein (meist reicht der nationale Kartenführerschein aus) vorweisen. Im Norden gibt es kaum asphaltierte Straßen. Wer sich nicht auskennt, sollte die „wilden“ Regionen als Selbstfahrer meiden. Niemals an einsamen Stellen anhalten und aussteigen. (s. Kriminalität).

Am Strand beim Steg kann man einen Jetski mieten.

Trinkwasser auf Sal

Trinkwasser ist ein sehr kostbares Gut auf Sal. Die großen Hotels haben teils eigene Entsalzungsanlagen. Die Insulaner besorgen sich ihr Trinkwasser an öffentlichen Trinkwasserstellen, den fontenairos, die von Lastern beliefert werden. Trinkbares Grundwasser gibt es nicht. Wasser in Flaschen ist für die Einwohner Luxus.

Zum Zähneputzen sollte man allerdings besser auf Flaschenwasser zurück greifen. Vorsicht beim Kauf von Wasserflaschen am Strand, das von fliegenden Händlern angeboten wird. Ist das Siegel erbrochen, wurde sehr wahrscheinlich „Leitungswasser“ nachgefüllt und das kann durchaus Durchfallerkrankungen auslösen.

Da Wasser so kostbar ist, sollte man auch als Tourist auf sparsamen Umgang bei der Körperpflege achten.

Internet und Mobilfunk

Prepaid SIM-Karten gibt es bei CV Movel und T+ Unitel für wenig Geld. CV Telecom findet man gegenüber dem Taxistand auf der 1. Straße. Handy und Pass sollte man parat haben. In vielen Restaurants und Hotels hat man freies WLAN, teilweise nur in den öffentlichen Bereichen, teils auch im Zimmer.

Restaurants und Bars

Gerade in Santa Maria findet man an jeder Straßenecke ein Restaurant oder eine Bar. Für jeden Geschmack sollte da etwas dabei sein. Als All-in-Urlauber bräuchte man zwar die Hotelanlage nicht verlassen, aber ab und zu die heimischen Anbieter aufzusuchen sollte im Reisebudget eingeplant werden, sonst verpasst man was. Die Preise sind für deutsche Verhältnisse vollkommen ok.

Ein paar wenige Lokale möchte ich vorstellen. Es gibt aber noch viel mehr, nur diese habe ich selbst noch nicht besucht und kann mir daher kein Urteil erlauben.

Kultbar Olá Brasil

Caipirinhas
Die besten Caipis der Kapverden

Direkt an der Strandpromenade in Santa Maria, mit Blick auf den Steg, treffen sich Einheimische und Gäste zum Cocktail trinken. Man fühlt sich wie in einer großen Familie. Die Caipis sind saulecker! Unbedingt auch mal die Schwarze Caipi testen.

Leider passt der Obrigkeit die Bar nicht mehr ins neue Stadtkonzept (s. Artikel), noch ist nichts endgültig entschieden. Es wäre eine Schande, wenn es diesen Treffpunkt nicht mehr gäbe.

Restaurant „Zum Fisherman“

Jutta und Uwe führen das Fischrestaurant mit Passion. Die Innenräume hat Uwe selbst mit hunderten von Muscheln ausgekleidet. Auf der Terrasse sitzt man geschützt hinter Büschen. Am Wochenende gibt es ab und zu Livemusik.

Den Fisch kauft Uwe am Fischersteg. Manchmal sind nicht alle Fischgerichte verfügbar, was klar ist, denn er kann nur verkaufen, was angeliefert wurde. Dafür kann man aber auch Glück haben und seltene Gerichte probieren.

Zum Fisherman findet man schräg gegenüber der BCA Bank, beim kleinen Kreisverkehr/Hotel Pontao. Dort, wo die Alguer abfahren.

Ocean Café

Im Ocean Café herrscht immer gute Stimmung. Es wird getanzt und gefeiert und als Tourist wird man einfach integriert, ob man will oder nicht. Die Nummer 1 der Nacht-Party-Lokale. Das Essen ist lecker und unbedingt seinen Preis wert.

Man findet das Ocean Café auf der Hauptstraße von Santa Maria, gegenüber vom „Marktplatz“. Erkennbar durch die Kapverdianische Beflaggung.

Kriminalität

Wie überall, wo Armut auf Wohlstand trifft, wittern Neider gute Beute. Einbrüche sind leider keine Seltenheit. Daher sollte man immer beim Verlassen des Zimmers/Appartements die Fenster und Türen schließen. Man sollte sich nicht alleine an einsame Stellen begeben. Gerade im wenig besiedelten Norden der Insel gab es einige Überfälle auf Touristen, denen der Autoschlüssel des Mietwagens und das Handy abgenommen wurde. Bis zur nächsten Siedlung ist es weit und in der Hitze nicht ungefährlich. In diese Regionen fährt man besser mit einer Gruppe.

Nachts ist es deutlich sicherer Taxi zu fahren. Geld, Kreditkarten, Ausweise lässt man besser im Safe. Möglichst nicht mit dicken Geldbeuteln „herumwedeln“.

Es gibt einige, illegale Tourenverkäufer die sich am Strand oder in der Stadt herumtreiben und gutgläubige Touristen wegen „ultimativer“ Touren über die Insel und durchs Nachtleben anquatschen. Touren daher niemals vorab bezahlen. Es gibt genug seriöse Touranbieter.

Insgesamt ist Sal aber – lässt man den gesunden Menschenverstand walten – ein sehr sicheres Reiseland.

Transparenzhinweis* Die Reise war selbst geplant und gebucht. Niemand hat mich beauftragt darüber einen Bericht zu verfassen. Ich wurde nicht dafür bezahlt. Ich habe keinen geldwerten Vorteil erhalten. Die Beurteilung ist allein auf meinem „Mist“ gewachsen und daher gebe ich auch nur meinen persönlichen, subjektiven Eindruck wieder.

Weitere Artikel zu Sal findet ihr unter Kapverdische Inseln. Zwei wundervolle Kalender habe ich mit meinen Lieblingsbildern gestaltet. Man kann sie über Amazon oder den Buchhandel bestellen.

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4 Gedanken zu „Sal kompakt – Ein Kurzguide für Besucher der Kapverdischen Insel

  1. Toll zusammengefasst. Wir waren dieses Jahr zum 1.Mal auf Sal und es hat uns auch sehr gefallen. Wünsche euch, dass ihr noch eine Lösung findet.

    1. Danke. Ich hoffe auf ein kleines Wunder.
      Ärgerlich, dass im Juni bei der Buchung beim Reisebüro noch nichts davon bekannt war, sonst hätten wir gleich beim Konkurrenten gebucht.

      LG Liane

Hau in die Tasten! Ich freue mich sehr über einen konstruktiven Text von dir.

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