coburg veste stadtblick

Sehenswertes Coburg – Tipps für eine Städtereise

Coburg, die fränkische Perle

Coburg ist eine hübsche, idyllische Kleinstadt in Oberfranken, am Rande zu Thüringen und noch ein Geheimtipp für Städtereisen in Bayern. Während Bamberg im Altstadtkern überfüllt ist, kann man in Coburg ganz gemütlich schlendern. Coburg bietet seinen Gästen Burgen und Schlösser, Kirchen, Museen und bayerische Gemütlichkeit.

Sintflutbrunnen coburg
sintflutbrunnen im Rosengarten coburg

Coburg ist ideal für einen Wochenendausflug oder eine kurze Städtereise, denn neben allen Sehenswürdigkeiten kann man hier lecker Essen und Trinken oder in individuellen Läden shoppen gehen.

Alle erwähnten/verlinkten Lokalitäten und Unternehmen in diesem Artikel liegen uns am Herzen. Wir wurden nicht beauftragt und haben auch keine monetäre oder anderweitige Entlohnung dafür erhalten. Wir finanzieren unsere Reisen selbst.

Was kann man in Coburg unternehmen? Meine Tipps für Coburg.

Coburg Stadtführung

Stadtführung Coburg

Wenn du das erste Mal in Coburg bist, mach es wie wir und nimm an einer Stadtführung teil. Wir hatten mit Beatrice Höllein eine sehr kompetente Gästeführerin. Sie bezauberte mit Anekdoten und Fachwissen, ohne uns mit langweiligen Geschichtszahlen zu bombardieren.

Dank ihr wissen wir nun auch, wo „die Kurve kratzen“ und „der kluge Mann baut vor“ seinen Ursprung hat.

Die Stadtführung dauert 1,5 Stunden und kostet € 8 pro Erwachsenen. Wer den Coburg Pass für € 15,90 erworben hat, nimmt kostenlos an der Stadtführung teil.

Stadtführungen (auch Kostümführungen) bucht man über die Tourist Information in der Herrngasse 4 oder online. Das Team hilft auch gerne bei der Planung einer Coburgreise.

Offenlegung/Transparenz

Wir wurden zur Stadtführung in Coburg von Coburg-Marketing eingeladen und durften kostenfrei daran teilnehmen. Das hat unser Erlebnis nicht beeinflusst. Wir schreiben ehrlich über unsere Erlebnisse.

Coburg Sehenswürdigkeiten

Veste Coburg

Veste Coburg

Foto: Liane Schiwy Präsentation: Mit freundlicher Genehmigung der Bayerischen Schlösserverwaltungschloesser.bayern.de

Die Veste Coburg thront rund 200 m über der Stadt. Weil sie weithin sichtbar ist, wird sie liebevoll „die fränkische Krone“ genannt. Die Burganlage gilt als eine der schönsten, größten und am besten erhaltenen Festungen in Deutschland. Dickes Mauerwerk, Falltore und verwinkelte Laufgänge sorgten dafür, dass die Veste nie erobert werden konnte.

Der Reformator Martin Luther hielt sich 1530 einige Zeit in der Veste Coburg auf und übersetzte Teile der Bibel. Bei einer Führung kann man noch heute das Lutherzimmer besichtigen. Doch nicht nur dies zieht Besucher an, sondern auch die exquisite Sammlung von Schlitten, Wagen, Jagdwaffen, Gläsern und das Kupferstichkabinett.

Webseite: schloesser.bayern.de/vestecoburg

Funfact: Warum schreibt man Veste mit V? Veste hat seinen Ursprung im mittelhochdeutschen Adjektiv vast für fest. Erst im 16. Jahrhundert setzte sich der Begriff Festung durch.

Hofgarten

Hofgarten Coburg

An die Veste Coburg grenzt der Hofgarten, der sich bis zum Schlossplatz ausdehnt. Markant ist das Reiterdenkmal von Herzog Ernst II (Ernst August Karl Johann Leopold Alexander Eduard Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha). Er ist der ältere Bruder von Prinz Albert, der mit der englischen Königin Victoria verheiratet war. Herzog Ernst II war ein glühender Verfechter des liberalen Bürgertums und setzte wesentliche Rechte der Frankfurter Nationalversammlung, wie die Versammlungsfreiheit um.

Ernst II blieb in seiner Ehe mit Alexandrine von Baden kinderlos, soll aber etliche Affären gehabt haben und einige uneheliche Nachkommen gezeugt haben.

Der Hofgarten ist öffentlich zugänglich und ist eines der beliebtesten Naherholungsgebiete der Region. An heißen Sommertagen kann man im Schatten der alten Bäume wunderbar entspannen.

Schloss Ehrenburg und Schlossplatz

schloss ehrenburg coburg

Foto: Liane Schiwy Präsentation: Mit freundlicher Genehmigung der Bayerischen Schlösserverwaltung schloesser.bayern.de

Schloss Ehrenburg ist die ehemalige Residenz der Herzöge von Coburg. Herzog Ernst II wurde in den historischen Räumen geboren. Den Namen erhielt das Schloss angeblich, weil es nur durch bezahlte Handwerker und nicht wie seinerzeit üblich durch Frondienste (unbezahlten Dienst der Einwohner) erbaut wurde.

Heute befindet sich die umfangreiche Landesbibliothek, sowie zwei Bildersammlungen in den geschichtsträchtigen Räumen. Das Schloss kann nur mit einer Führung besichtigt werden.

Webseite: schloesser.bayern.de/schlossehrenburg

Funfact: Königin Victoria ließ sich hier eine der ersten Toiletten mit Wasserspülung auf dem europäischen Kontinent einbauen.

Marktplatz, Rathaus, Stadthaus und Coburger Erker

coburg marktplatz

Um den zentralen Marktplatz kommt man bei einer Städtereise nach Coburg nicht drumherum. Auffallend ist sein fast quadratischer Grundriss. Mittwochs und samstags findet hier der Wochenmarkt statt. Täglich kann man sich am Imbisswagen die berühmte Coburger Bratwurst, zu der ich weiter unten noch etwas schreibe, gönnen.

rathaus coburg
RATHAUS COBURG

Der Marktplatz wird eingesäumt von bemerkenswerten Gebäuden. Dazu gehört unter anderem das bemalte Rathaus mit dem Coburger Erker und dem „Bratwurstmännle“ auf dem Giebel.

bratwurstmännle coburg
BRATWURSTMÄNNLE

Funfact: Beim Bratwurstmännle handelt es sich um den Schutzpatron Coburgs – den Heiligen Mauritius. In der rechten Hand hält er einen Marschallstab von 31 cm Länge – das Normmaß für die Coburger Bratwurst.

Das Stadthaus aus der Renaissance liegt dem Rathaus gegenüber und verfügt ebenfalls über zwei sehenswerte Coburger Erker.

stadthaus coburg und markt
WOCHENMARKT VOR DEM STADTHAUS

Bemerkenswert sind die Figuren an den Giebeln des Stadthauses, die alle Fahnen tragen. Also einfach mal den Blick nach oben schweifen lassen.

Coburger Erker, was ist das?

coburg erker coburger

Erker kennt man, der Coburger Erker ist eine Besonderheit aus dem 16. Jahrhundert, der nur in Coburg in dieser Art und Weise errichtet wurde.

Drei Merkmale sind kennzeichnend für den Coburger Erker:

  1. Eine tragende Säule, meist mit Figuren verziert (gerne haben sich die Baumeister selbst ein Denkmal gesetzt und als Figur verewigt)
  2. Ein zweigeschossiges Konstrukt mit Fenstern
  3. Ein glockenförmiges Dach

Coburger Mohr

kanaldeckel coburg mohr

Der Stadtpatron Coburgs ist der Heilige Mauritius, genannt Coburger Mohr. Er ziert das Stadtwappen ebenso wie die Kanaldeckel. Dargestellt wird er als Afrikaner mit Kraushaarfrisur und großer Kreole im Ohr, obwohl niemand weiß, wie er wirklich ausgesehen hat. Aber im Mittelalter hatte man dies Bild vor Augen.

Darf man heute aus rassistischen Gründen diese Darstellung noch verwenden? Die Coburger entschieden sich dafür, aus Tradition und weil das Bildnis nicht verachtend, sondern würdigend gemeint ist.

Mehr Informationen zum Coburger Mohr findet ihr hier.

St. Morizkirche

st. morizkirche coburg

Gewidmet ist die evangelisch-lutherische St. Morizkirche dem Stadtpatron Mauritius. Sie ist nicht nur die größte, sondern auch die älteste Kirche Coburgs. Martin Luther predigte hier 1530.

Die St. Morizkirche hält einige Besonderheiten für seine Besucher bereit. Die Türme gleichen sich nicht, ein Turm ist deutlich kleiner als der andere, weil er unvollendet blieb. Im Kirchinneren fällt sofort das Alabasterepitaph im Chorraum auf, welches Herzog Johann Casimir errichten ließ.

Durch die Reformation wurden alle kirchlichen Güter der bis dato katholischen Kirche an den Stadtrat übergeben. Im Gegenzug verpflichtet sich der Stadtrat, die Schulen und Kirchen zu unterhalten und die Pfarrer zu versorgen. Diese Regelung gilt bis heute.

Funfact: Da der Name Moriz auf den heiligen Mauritius zurückgeht, wird dieser nicht mit tz geschrieben, denn das war ursprünglich die schweizerdeutsche Schreibweise.

Pfarrkirche St. Augustin

st. augustin coburg kirche

Direkt am Hofgarten steht die römisch-katholische St. Augustin-Kirche. Das neugotische Gebäude beinhaltet die Koháry-Gruft, die Grablege der katholischen Linie des Coburger Herzogshauses. 15 Angehörige der Nebenlinie der Coburger Herzöge wurden hier in Sarkophagen bestattet, unter anderem liegt hier Zar Ferdinand von Bulgarien.

Gurken-Alex-Brunnen

gurken alex brunnen coburg

Einige Besucher Coburgs sind der Ansicht, dass der Brunnen nicht sehenswert sei. Ich finde es bemerkenswert, dass man Alexander Otto durch diesen Brunnen ein Denkmal gesetzt hat.

Wer war Alexander Otto? Herr Otto war gelernter Buchbinder. Da er aber ein Augenleiden bekam und kaum noch etwas sehen konnte, verdiente er sich seinen Lebensunterhalt fortan als fliegender Händler in Coburg. Er verkauft „Kümmerlinge“ – eingelegte Salzgurken auf diversen Festen und kam so zu seinem Namen Gurken Alex.

Den Brunnen findet man schräg gegenüber der Tourist Information. Das Wasser darf als Getränk entnommen werden.

Gestiftet wurde der Brunnen durch den Faschingsverein Narhalla Coburg.

Fachwerk Schätzchen

coburg münzmeisterhaus

Einige Leser wissen, dass ich aus der Fachwerkstadt Melsungen stamme. Entsprechend freue ich mich über jedes gut erhalten Fachwerk, das ich zu sehen bekomme. In Coburg gibt es etliche Fachwerkhäuser. Wie zum Beispiel das obige Münzmeisterhaus. Doch nicht alle Fachwerkhäuser glänzen so schön. Leider wurde auch in Coburg der Fehler gemacht, dass man das Fachwerk teilweise hinter Putz verlegte. Ich hoffe, man legt es wieder frei.

Ketschentor

ketschentor

Im Mittelalter führte die Handelsroute zwischen Erfurt und Nürnberg durch das Coburger Ketschentor. Dabei handelt es sich um eines von drei erhaltenen Stadttoren des Stadtmauerrings. Kommt man vom Vorort Ketschendorf und passiert das Ketschentor, landet man im Verlauf unweigerlich auf dem Marktplatz.

Ursprünglich hatte das Ketschentor einen Fachwerkaufbau, der später ersetzt und durch einen welschen Turm ergänzt wurde. Auch am Ketschentor findet man die Figur des Coburger Mohrs.

Rosengarten

coburg rosengarten

Ein Kleinod südlich der Innenstadt ist der Rosengarten. Unter den Arkaden kann man wunderbar flanieren, selbst bei warmem Sommerwetter. Am Eingang zum Rosengarten steht das Kongress- und Eventzentrum, im südlichen Bereich ist ein ganzjährig, kostenlos zugängliches Palmenhaus. Am Südende steht der Sintflutbrunnen und man kann sich auf einem der Liegestühle des Coburger Stadtstrands niederlassen und einen Cocktail genießen.

Coburg kulinarisch

In Coburg kann man gut essen und trinken. Ob in einem typischen Gasthaus oder in einem hippen Restaurant – hier sollte für jeden etwas dabei sein. Viele Restaurants setzen auf Regionalität. Ein süffiges Bier aus einer heimischen Brauerei gehört auf jeden Fall dazu.

Die Vielfalt ist so groß, dass ich nicht alle Spezialitäten und Lokale erwähnen kann.

Coburger Rostbratwurst

coburger rostbratwurst kiefernzapfen

Direkt aus dem Imbisswagen auf die Hand – die Coburger Rostbratwurst erhält man täglich auf dem Marktplatz. Die Einzigartigkeit dieser Spezialität besteht darin, dass die Wurst über Kiefernzapfen gegrillt werden. Angeblich ist jede Wurst im Rohzustand31 cm lang (das war wohl einmal so), so lang wie der Marschallstab des Bratwurstmännle auf dem Coburger Rathausgiebel. Sie wird in einem von oben und nicht etwas seitlich aufgeschnittenen halben Doppel-Brötchen serviert.

Die Coburger sind sehr stolz auf ihre Rostbratwurst. Wir haben sie probiert und das solltet ihr auch tun, wenn ihr die Stadt besucht.

Coburger Rutscher

Was den Thüringern die Klöße und den Bayern die Knödel, sind den Coburgern die Rutscher. Der Coburger Rutscher ist ein Kartoffelkloß mit einem höheren Anteil gekochter Kartoffeln als beim Thüringer Kloß. Dadurch wird er sehr weich beim Kochen und „rutscht“ über den Teller. Kinder essen die Rutscher am liebsten nur mit Soße, sie werden aber auch zu klassischen Gerichten wie Sauerkraut und Schäufele gereicht.

schäufele rutscher klöße sauerkraut

Coburger Schmätzchen

1907 wurde die Feinbäckerei Wilhelm Feyler Hoflieferant für die Coburger Lebkuchenspezialität Coburger Schmätzchen. Ihren Ursprung haben die Schmätzchen in Thüringen, wo W. Feyler die Sirupplätzchen kennenlernte. Er verfeinerte sie mit Mandeln, Honig und Gewürzen und fertig waren die Lebkuchen, die in Coburg ganzjährig hergestellt wurden und werden. Manche Schmätzchen haben noch einen Schokoladenüberzug und einen Klecks Blattgold – die Coburger Goldschmätzchen.

Funfact: Schmätzchen kommt aus dem itzgründischen/unterostfränkischen Dialekt und bedeutet „Küsschen“.

Feyler-Lebkuchen, Rosengasse 6-8 | Webseite

Goldenes Kreuz

Neben dem Stadthaus, auf dem Weg zur Tourist-Information findet man Coburgs ältestes Gasthaus, das Goldene Kreuz. Seit 1508 bewirtet man Gäste mit Speis‘ und Trank. Das Goldene Kreuz wurde 2009 zu einem der 40 schönsten, historischen Wirtshäuser in Deutschland gekürt.

Neben traditionellen Speisen sollte man unbedingt den hauseigenen Kreuztrunk, ein leckeres, dunkles Bier, probieren.

Ich empfehle möglichst einen Tisch zu reservieren. Zu Zweit hatten wir Glück noch einen Platz im Freien zu ergattern, aber das ist wohl die absolute Ausnahme.

Goldenes Kreuz, Herrngasse 1 | Webseite

Kaffeehäuser am Markt

Am Marktplatz fällt die Entscheidung schwer, in welches Kaffeehaus man gehen soll. Am besten probiert man alle. Jedes Cafe hat seine eigenen Spezialitäten und seinen eigenen Charme. Im Sommer sitzt man im Freien geschützt unter Sonnenschirmen, kann man das Markttreiben beobachten und die Seele baumeln lassen.

Cafe Schubart, Markt 14 | Cafe Pfannkuchenhaus, Markt 11

Bayrisch Pub – Brauhaus zu Coburg und Brauhaus Stadl

Bayern ohne Bier geht nicht. Im Brauhaus wird natürlich noch Bier gebraut und ausgeschenkt. Der Veste Trunk ist ein mildes, helles Bier. Daneben bietet das Brauhaus bodenständige Hausmannkost an. Rouladen, Schweinshaxen und Sauerbraten gehören zu den Klassikern. Besonders niedlich ist die Kinderkarte, von der man „Hab‘ keinen Hunger“ (Bratwurst mit Kartoffelsalat), „Das selbe wie du“ (Coburger Kloß mit Lieblingssoß‘) oder „Ich mag nur das“ (1 Kugel Vanilleeis mit Sahne) bestellen kann.

Brauhaus zu Coburg, Nägleinsgasse 4 und Brauhaus Stadl, Mauer 2 | Webseite

Restaurant Pontos

Meine Empfehlung abseits der gutbürgerlichen, deutschen Küche ist das Restaurant Pontos. Gutes griechisches Essen findet man nicht überall, aber in Coburg schon. Ohne Reservierung ist es nicht einfach einen Tisch zu ergattern. Im Sommer sitzt man im gemütlichen Garten. Alle Gerichte sind frisch und lecker. Das Gyros war saftig und der Tzatziki nicht zu knoblauchlastig.

gyros reis tzatziki pontos coburg
tzatziki pontos coburg

Restaurant Pontos, Bahnhofstraße 3 | Webseite

Stadtgarten

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Am südlichen Ende des Rosengartens findet man in den Sommermonaten den Coburger Stadtstrand. Neben dem Sintflutbrunnen kommt Urlaubsfeeling auf. Sonnenschirme, Liegestühle und Cocktails – da darf man sich in die Ferne träumen. Ein stadtnaher Ort, um sich mit Freunden zu treffen. Neben Cocktails und Bier gibt es auch Kleinigkeiten zum Verzehr wie Pizza, Pommes und Brezeln.

Stadtstrand Rosengarten | Webseite

Shopping

Coburgs Shoppingmeile befindet sich im Herzen der Innenstadt. Vom Marktplatz aus gehen 7 Seitenstrassen ab, in jeder findet man neben großen Ketten auch viele, kleine, individuelle Läden. Ein Blickfang sind die bunten Vögel im Steinweg.

spitalgasse coburg

Hotel

Für jeden Geldbeutel gibt es eine Unterkunft in Coburg. Die vorgestellten Häuser sind nur eine kleine Auswahl. Wir waren auf eigene Kosten in Coburg und wurden von keinem der Häuser beauftragt oder bezahlt, dass wir darüber schreiben.

Offenlegung: Buchst du über den (Affiliate)Direktlink zu booking.com erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich nichts am Preis.

Vienna House Easy Coburg

Wir waren mit Freunden in Coburg und haben uns Zimmer im Vienna House Easy Coburg gemietet. Die Vienna House Kette kannten wir bereits aus Leipzig und das Konzept setzte sich auch hier fort. Das Hotel liegt im Vorort Ketschendorf und ist leicht zu finden. Unseren Wagen parkten wir in der hauseigenen Tiefgarage für € 10,- (Stand August 2022). Wir waren von der Breite der Parkplätze angenehm überrascht.

Den günstigsten Preis haben wir übrigens direkt über die Webseite des Vienna House Coburg dank Sommerrabatt gefunden. Kostenlos konnten wir sogar Early Check-in und Late Check-out aktivieren.

vienna easy house coburg

Das Vienna House lag nicht nur verkehrsgünstig, sondern war auch nah genug an der Innenstadt, sodass wir alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen konnten.

Die Zimmer waren sauber und von angenehmer Größe. Einziges Manko war die fehlende Klimaanlage, denn es wurde im Hochsommer doch ziemlich warm

Vienna House Easy Coburg, Ketschendorfer Straße 86 | Buchbar auf Booking.com🛒

Villa Victoria

villa victoria coburg

Die Villa Victoria findet man beim Ketschentor. Das Biedermeierhaus wurde 2014 renoviert und im historischen Stil erhalten. Stuck an den Decken und Buntglasfenster verleihen dem Gebäude Charme und Wärme. Hochzeitspaare residieren gerne in der Suite Victoria mit eigener Dachterrasse. Gerne würde ich dort beim nächsten Mal übernachten.

Villa Victoria, Ketschendorfer Straße 2 | Buchbar auf Booking.com🛒

Hotel Hahnmühle 1323

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Das Hotel Hahnmühle 1323 ist das zweitälteste Fachwerkgebäude Coburgs und hat eine bewegte Vergangenheit. Gegründet 1323 als Getreidemühle befand sich im Laufe der Zeit eine Gerberei, ein Möbelgeschäft, ein Cafe und eine Metzgerei in den historischen Räumen, bevor man es zu einem Hotel umbaute. In diesem Schmuckstück kann man ab € 89/Nacht schlafen.

Hotel Hahnmühle 1323, Allee 6 | Buchbar auf Booking.com🛒

Coburger Liebesgeflüster

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UMSTRITTENES WANDGEMÄLDE VON ALBERT UND VICTORIA AM ALBERTPLATZ COBURG

Im Jahr 1819 wurde Prinz Albert (eigentlich Seine Durchlaucht Prinz Franz Albrecht August Karl Emanuel von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzog zu Sachsen) als zweiter Sohn von Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg-Saalfeld und Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg in Schloss Rosenau bei Coburg geboren. Seine Eltern trennten sich und Luise wurde von ihrem Gatten 1824 nach St. Wendel verbannt. Ab diesem Zeitpunkt hatte sie keinen Kontakt mehr zu ihren Söhnen.

Prinz Albert genoss eine strenge Erziehung. Er studierte Gesang und Komposition und schloss ein geisteswissenschaftliches Studium ab.

Prinz Alberts Cousine und spätere Ehefrau Queen Victoria wurde im gleichen Jahr wie er geboren und wuchs wohlbehütet in London auf. Im Alter von 18 Jahren übernimmt sie den englischen Thron.

1840 heiraten Victoria und Albert. Die Hochzeit war nicht unumstritten. Man sah Albert als einer Queen nicht ebenbürtig an. Victoria hielt Albert anfangs von allen politischen Entscheidungen fern und trennte Privates und Geschäftliches strikt. Aus dieser Isolation heraus begann Albert ein Studium über englisches Recht. Fortan setzte er sich u.a. für das Ende der Sklaverei ein. Mit der Zeit wurde Prinz Albert zu einem wichtigen Berater der Königin. Er schrieb ihre Reden und unterstütze sie in allen Bereichen.

Prinz Albert war stets ein Mann des Volkes und setzte sich gegen Ungerechtigkeiten ein. Er plante Arbeiterwohnungen mit Wasserleitungen und Toiletten und er erfand die Weltausstellung, die erstmals 1851 im Londoner Hyde Park stattfand.

Prinz Albert und Königin Victoria führten eine glückliche und skandalfrei Ehe, aus der 9 Kinder hervorgingen. Viel zu früh starb Albert im Alter von 42 Jahren. Victoria trauerte sehr um ihren Gemahl. Zum Andenken an ihn und weil sie selbst eine enge Bindung zu Coburg aufgebaut hatte, spendete sie der Stadt ein Albert-Denkmal, das bis heute auf dem Marktplatz steht.

prinz albert denkmal markt coburg
PRINZ ALBERT DENKMAL VOR DEM STADTHAUS COBURG

Königin Victoria starb im Januar des Jahres 1901. Ihr Nachfolger rutschte in den 1. Weltkrieg. Dadurch wurde der Name des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha beschmutzt und wurde in Haus Windsor umbenannt.

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Weitere Informationen über Coburg:

Warst du schon in Coburg und hast noch Tipps und Informationen für mich und meine Leser? Hat dir der Beitrag gefallen? Dann freue ich mich über einen Kommentar.

Liane
Liane

Willkommen. Ich bin Liane und die Gründerin und Wortjongleurin des Reiseblogs DieReiseEule.
Reisen ist für mich „Therapie für die Seele“. Im Reiseblog sammele ich meine Erinnerungen.
Wenn du mehr über mich wissen willst, folge dem Link.

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