Rezension: Tante Emma und der Schnee-Express

Tante Emma und der Schnee-Express aus dem Conbook-Verlag

Wie Emma mit ihrer kleinen Nichte Lia die Eisenbahn in die Arktis nahm

Autorin: Emma Bessi

Werbung/Buchrezension

Inhalt lt. Verlagshomepage:

Unterwegs zum nördlichsten Bahnhof Europas

Die schusselige Geschichtsstudentin Emma und ihre sechsjährige Nichte Lia sind unzertrennlich. Als sich Lia im dürren Hitzesommer über das Schneeaufkommen in ihrem Kinderbuch wundert, hecken Tante und Nichte einen besonderen Plan aus. Sie wollen mit der Eisenbahn an einen Ort reisen, an dem es so viel Schnee gibt wie in dem Buch – zum Nordpol oder so nah an ihn heran, wie es eben geht. Emma bucht ein Interrail-Ticket, und so macht sich unser Gespann von Wuppertal auf den Weg ins norwegische Narvik.

Unterwegs geraten sie in die schrägsten Situationen: Lia quatscht ohne Scheu fremde Menschen an und bringt Emma beim Zoll in die Bredouille, sie schummelt beim Kartenspielen und unterhält das Zugabteil mit ihrer Neuinterpretation eines Karnevallieds. Doch Lia wird für Emma auch zur unentbehrlichen Komplizin, wenn es mit dem Umsteigen mal wieder knapp wird. Sie kann sich für die Natur, die kleinen und großen Menschen und sogar die zeitgenössische Kunst in Skandinavien begeistern – und Emma lernt die Welt wieder durch die Augen eines Kindes zu sehen.

Jede Nacht fallen sie müde und endlos glücklich in ihre fahrenden Betten und freuen sich darauf, dass auch der nächste Tag wieder eine Antwort auf eine von Lias unzähligen Fragen bringt.

1. Auflage September 2021

Emma und Lia on Tour

Vorweg: Es handelt sich um eine wahre Geschichte

Leichtsinn oder Mut?

Die sechsjährige Lia liebt Zugreisen. Nachdem sie in ihrem Felix-Buch (die bekannte und beliebte Buchreihe mit dem Stoffhasen) von Schneemassen liest, fragt sie ihre weltoffene und weitergereiste Tante Emma, wo es soviel Schnee gibt und ob man dahin reisen kann. Für Lia liegt der Pol-Planet, wie sie den Nordpol nennt, außerhalb der Erde.

Emma lässt sich auf ihre Nichte ein und verspricht, mit ihr den Zug zum nördlichsten Bahnhof Europas zu nehmen, der in Norwegen liegt. Sie wollen ein Zugabenteuer erleben und die Schneemassen mit eigenen Augen sehen.

Unterwegs läuft nicht alles am Schnürchen, doch Herausforderungen sind da, um sie zu meistern und so wachsen Emma und Lia über sich selbst hinaus.

Lia erweist sich als die ideale Partnerin. Klar, quatscht sie manchmal zu viel und bringt ihre Tante auch mal in die Bredouille, aber dafür schafft sie es nicht nur einmal mit ihrem kindlichen Charme, einen Zug aufzuhalten, der den beiden sonst vor der Nase weggefahren wäre.

Freunde, ich kann euch nur sagen, dass wir nicht reisen sollten, um vom Leben abzuhauen. Vielmehr sollten wir reisen, damit UNS das Leben nicht abhaut – schreibt Emma Bessi in ihrem Nachwort.

Pannen machen Reisen erst unvergesslich

Emma Bessi beschreibt die Reise retrospektiv aus ihrer Sicht. Dabei lässt sie persönliche Reiserückblenden vergangener Expeditionen einfließen. Während Lia schon schläft, kommt Emma mit Mitreisenden ins Gespräch. Manchmal wirkt sie anfangs etwas davon „gestört“, aber jede Begegnung verändert ihre Sicht auf die Dinge. Sie lässt sich darauf ein.

Lia scheint ein sehr aufgewecktes, sechsjähriges Mädchen zu sein. Offen geht sie auf Fremde zu und erklärt diesen ihre Welt – ob sie wollen oder nicht. Dabei bekommt ihr das Zugreisen nicht immer, denn ihr Magen ist empfindlich. Manchmal vergessen das die beiden im Überschwang ihres Abenteuers.

Lia durchbricht sämtliche Sprach- und Kontaktbarrieren. Sie quatscht mit den schwedischen Kindern ein Kauderwelsch aus deutsch, ein paar aufgeschnappten Brocken englisch und schwedisch. Diese kindliche Toleranz und Akzeptanz ohne Schranken im Kopf ist beneidenswert und wir Erwachsene können uns eine Scheibe davon abschneiden.

Kapitelaufbau

Auf 288 Seiten verteilen sich 10 Kapitel plus Vor-, Nachwort und Danksagung. Die Reise beginnt mit den Vorbereitungen und der Planung. Dann geht die Eisenbahnfahrt los. Für Emma geht es von Berlin nach Wuppertal, um ihre Nichte abzuholen. Gemeinsam geht es von dort über Kopenhagen, Stockholm und Kiruna nach Narvik und in umgekehrter Reihenfolge wieder zurück.

In der Mitte des Buches findet man ein paar Fotografien von der Reise sowie gemalte Bilder von Lia.

Qualität des Buchs

CONBOOK liefert ein weiteres Mal ein qualitativ hochwertiges Produkt. Der Paperbackeinband ist stabil genug, um die Seiten zu schützen und nachgiebig genug, um das Buch in allen erdenklichen Positionen lesen zu können. Ich lese meine Bücher überwiegend abends im Bett. Dabei liege ich auf der Seite und diese Buch ist dafür perfekt geeignet.

Über die Autorin

Emma Bessi, geboren 1993 in Bremerhaven, wurden die Fernreisen schon in die Wiege gelegt: Ihr Vater stammt aus Algerien, ihre Mutter aus Deutschland. Durch ihr Geschichtsstudium und ihre Ausbildung zur Journalistin ist sie häufig in den Nahen Osten, nach Zentralasien und Amerika gereist. Wohin sie ihre nächste Reise führen wird, möchte sie aber erst mal mit ihren beiden Nichten besprechen.

Ihr findet Emma auf Twitter.com und Instagram.

Wenn ihr wissen wollt, was die kleine Lia den Ausflug fand, schaut auf Youtube vorbei.

Persönlicher Eindruck/Kritik

Ich mochte diese Reisegeschichte. Ganz besonders gut hat mir Emmas Verhältnis zu Lia bzw. zu kindlichem Verhalten im Allgemeinen gefallen. Sie traut Lia viel zu, sie übergibt ihr Verantwortung und steigert das Selbstvertrauen des Mädchens. „Ich denke, Kinder können sich selbst besser einschätzen als wir Erwachsenen die Kinder“, schreibt Emma Bessi und da gebe ich ihr Recht.

Manchmal störten die persönlichen Rückblenden auf vergangene Reisen meinen Lesefluss. Und ich hätte gerne Einblendungen von Lia gehabt, wie sie die eine oder andere Situation aus kindlicher Sicht wahrnahm. Für mich hätte das Buch gerne noch etwas mehr ausgearbeitet sein können, aber im Großen und Ganzen war es lesenswert. Ich würde wieder mit Emma und Lia auf Abenteuerreise gehen.

Fazit

Bewertung: 4 von 5.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen für dieses Buch.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung für Tante Emma und der Schnee-Express von Emma Bessi aus dem CONBOOK Verlag. Ganz besonders empfehle ich es Familien mit Kindern. Ihr müsst ja nicht gleich zum Nordpol reisen, aber das Leben zieht in den eigenen 4 Wänden an euch und euren Kindern vorbei. Seid mutig und lasst euch nicht von Nörglern und Skeptikern aufhalten!

Reisen mit Kindern kann so belebend sein. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Die kindliche Unvoreingenommenheit, die Abenteuerlust und die Neugier auf das Leben sollten wir uns bis ins hohe Alter bewahren. Wer mit Kinderaugen reist, wird an den Herausforderungen wachsen und das Glück in den kleinen Dingen des Lebens finden und erkennen.

Informationen zum Buch

September 2021 (1. Auflage)

Premium-Paperback mit Einbandklappen, 288 Seiten

ISBN: 978-3-95889-401-3

€ 16,95 [D] • € 17,50 [A] • SFr. 24,50* [CH]

Das Buch ist im CONBOOK Verlag erschienen. Ihr könnt es über den örtlichen Buchhandel bestellen oder bei Amazon*|Werbelink erwerben.

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Transparenzhinweis

Das Buch Tante Emma und der Schnee-Express von Emma Bessi wurde mir vom CONBOOK Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dennoch lasse ich meine Meinung davon nicht beeinflussen und gebe meine ganz persönliche Einschätzung hier ab.

Ich danke dem CONBOOK Verlag für das mir entgegen gebrachte Vertrauen und die Zusammenarbeit.

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4 Gedanken zu „Rezension: Tante Emma und der Schnee-Express

  1. Vielen lieben Dank für das Lesen des Buches und die Rezension. Bei dem nächsten Buch mit meiner anderen Nichte, die jetzt sechs ist, werde ich versuchen auf jeden Fall auf die Kritik einzugehen!

    Beste Grüße aus den USA,

    Emma 🙂

  2. Hallo Liane,
    ich fange gerade erst mit dem Lesen dieses Buches an. Bin schon gespannt auf die Zugreise in den hohen Norden. Ob ich da im Winter hin will, weiß ich noch nicht.
    Liebe Grüße
    Renate

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