[MeinMainz] Geopfad Weisenau

Geopfad Weisenau

Jahrelang wurde in Mainz-Weisenau Kalk abgebaut. Diesen brauchte man, um Zement herzustellen. Inzwischen renaturiert man dieses Gebiet. Der Geopfad führt durch die Erdzeitgeschichte der Gegend. Auf 12 Infotafeln erfährt man einiges über die Geologie, den Kalksteinabbau und vieles mehr. Kalli Kalk führt die Kinder durch das Gebiet und versucht sie zu begeistern.

Übersichtstafel am Eingang des Geopfades

Anfahrt

Am besten erreicht man den Geopfad mit dem Fahrrad oder dem Bus. Es gibt keine Autoparkplätze in der direkten Umgebung. Die Buslinien 60, 61 und 63 nimmt man bis zur Haltestelle „Zur Alten Portland“. Mit dem Rad kann man den Geopfad von der Wormser Straße bzw. vom Radweg am Rhein in der Nähe der Gaststätte Rhoischnook erreichen. Bei googlemaps einfach nach Geopfad Weisenau suchen.

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Der Geopfad Rundweg

Den Geopfad gibt es seit 2011. Damals war Mainz die „Stadt der Wissenschaft“ und so schaffte man ein Naherholungsgebiet mit Informationscharakter im ehemaligen Steinbruch.

Direkt am Eingang zum Geopfad findet man die erste Übersichtstafel. Darauf sieht man die 12 Stationen und die Wegführung.

Mit Glück kann man Greifvögel über das Gelände fliegen sehen. Meist sieht man aber eher größere Vögel – die Flugzeuge im Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen.

Ich war begeistert von den vielen verschiedenen Schmetterlingsarten, die ich dort angetroffen habe. Leider lassen sich die filigranen Schönheiten ungern ablichten. Mein Tipp: Schaut euch die Flora und Fauna mal genauer an. Da gibt es viel zu entdecken.

Ich will gar nicht alle Tafeln einzeln vorstellen. Lest sie am besten selbst durch. Und schaut euch die noch vorhandenen Abbruchkanten des ehemaligen Kalksteinabbaus an. Die sind spannend und mit Glück kann man sogar eingeschlossene Muscheln oder Kleintiere entdecken.

Im weiteren Verlauf des Geopfads wird erklärt, wie Zement hergestellt wird, wie er in Mainz abgebaut wurde und was alles daraus entstanden ist. Auf der Zeittafel des Mainzer Zementwerks erfahre ich, dass von 1839 bis 2004 der Kalkstein abgetragen wurde.

An der letzten Station sieht man die Sprengung der markanten Wärmetauscher, die 2009 erfolgte. Ich kann mich noch sehr gut an diese Türme erinnern. 110 kg Sprengstoff pulverisierten die fast 100 m hohen Türme innerhalb von Sekunden zu Staub.

Struktur des Geopfads

Der Weg ist geschottert und geht stetig bergauf. Die Länge beträgt 1,8 km. Der Weg darf erwandert oder mit dem Fahrrad erforscht werden. Um 18 Uhr schließen sich die Tore. Es empfiehlt sich festes Schuhwerk zu tragen. Außerdem sollte man auf dem Weg bleiben. Im Gras halten sich Zecken auf und davor wird auf Schildern gewarnt.

Es gibt mehrere Sitzbänke, um sich auszuruhen. Und auch genug Mülleimer, wo man Zigarettenkippen oder sonstigen Abfall entsorgen kann. Da es ein Naherholungsgebiet ist, sollte man bitte keinen Müll in der Gegend entsorgen.

Ich hoffe, mein Ausflug hat euch gefallen. Wer mag, darf mir gerne einen Kommentar unter diesem Artikel oder auf Facebook hinterlassen. Ich freue mich immer sehr über die Interaktion.

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