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6 Tipps für deinen Wien Trip

Wiener Sehenswürdigkeiten

Wien ist die Hauptstadt von Österreich, der kleinen Alpenrepublik südlich von Deutschland. Wien gehört zu den lebenswertesten Städten der Welt. Wenn du das erste Mal nach Wien reist und vielleicht nur ein Wochenende Zeit hast, stellt sich die Frage, was man dort tun kann/soll/muss. Denn es gibt einfach viel zu viel zu sehen, als dass man alles anschauen könnte. Nachfolgend stelle ich dir meine ganz persönliche Highlightliste vor.

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Karlskirche

Kaiser Karl VI. legte während der Pestepidemie 1713 im Wiener Stephansdom das Gelübde ab, eine Kirche zu errichten, wenn Gott die Stadt von der Pest befreien würde. Er versprach die Kirche Carl von Borromä zu widmen, welcher als Patron gegen die Pest galt.

Die barocke Kirche wurde von keinem geringerem als dem Stararchitekten Johann Bernhard Fischer von Erlach erschaffen. Allerdings wurde sie erst nach dessen Tod von seinem Sohn Joseph Emanuel Fischer von Erlach vollendet.

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Die ungewöhnliche Architektur der Karlskirche hat mich erstmals begeistert, als ich auf Abi-Abschlussfahrt in Wien war. Daher wollte ich mir das sakrale Gebäude dieses Mal von der Nähe ganz genau betrachten. In der Frontansicht erinnert mich der Baustil an eine Symbiose aus den Tempeln des antiken Griechenlands und den Säulen muslimischer Moscheen.

Über dem Vorbau mit den 6 tragenden Säulen findet man die an die Pest erinnernde Inschrift Vota mea reddam in conspectu timentium Deum, was übersetzt „Ich will mein Gelöbnis erfüllen vor denen, die Gott fürchten“ bedeutet.

Im Inneren der Karlskirche findet man noch bis November 2022 einen Lift, der die Besucher und Handwerker bis auf 32,5m Höhe bringt. Nie kann man sonst den wundervollen Fresken, die Johannes Michael Rottmayr schuf, näher kommen. Und man kann durch das Rundfenster die Altstadt Wiens überblicken. Der Aufzug wird allerdings nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wieder abgebaut.

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Wiener Zentralfriedhof

Etwas außerhalb der Innenstadt befindet sich einer der größten Friedhöfe Europas – der Wiener Zentralfriedhof. Rund 3 Millionen Verstorbene haben in etwa 330.000 Gräbern ihre letzte Ruhe gefunden. Darunter auch sehr viele international bekannte prominente Persönlichkeiten. Da der Zentralfriedhof sehr weitläufig ist, lohnt es sich, am Eingang Tor 2 eine Übersichtskarte für € 2,- zu erwerben.

Neben imposanten Familiengräbern und „ganz normalen Grabsteinen“, gibt es jede Menge außergewöhnliche Grabgestaltungen. Udo Jürgens Grab ziert ein bedeckter Flügel, auf dem Grab des Karikaturisten Manfred Deix sieht man eine gekrönte Katze und die Mitglieder des Wiener Domkapitels liegen unter einer, dem Dach des Stephansdoms nachempfundenen Ziegelplatte.

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Grab von Udo Jürgens

Da sich das Friedhofsgelände auf mehr als 2,5 km² erstreckt, sollte man bequeme Schuhe tragen und viel Zeit einplanen.

Ehrengrab für Manfred Deix

Berühmte und bekannte Persönlichkeiten, die auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet wurden sind u.a. Falco, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Johannes Brahms, Johann Strauß Vater und Sohn, Arthur Schnitzler, Hans Moser, Helmut Qualtinger, Curd Jürgens, Bruno Kreisky, Theo Lingen.

Grab von Johann Hölzel, bekannter als Sänger Falco

Den Zentralfriedhof erreicht man mit der Tram Linie 71. Am besten am Tor 2 aussteigen.

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Schloss Schönbrunn

Was wäre Wien ohne Kaiserin Sisi und ihren Kaiser Gatten Franz Josef I., die im Schloss Schönbrunn residierten? Das habsburgische Barockschloss zählt zu den schönsten Schlössern Europas und zum UNESCO-Weltkulturerbe. Kaiser Franz Josef I. wurde in den Räumen der Sommerresidenz geboren.

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Schloss Schönbrunn hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Viele berühmte Staatsmänner ihrer Zeit gingen im Schloss ein und aus. Sogar der erst 6-jährige Wolfgang Amadeus Mozart spielte und musizierte in den Prunkräumen.

Von den 1441 Zimmern können heute 45 besichtigt werden. Doch nicht nur die Innenräume sind einen Besuch wert. Der Schlossgarten ist wundervoll gepflegt und hält einige Überraschungen bereit. Zum Beispiel die auf einer Anhöhe thronende Gloriette oder den großzügigen Irrgarten.

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Belvedere

Schloss Belvedere findet man in der Nähe des Hauptbahnhofs. Die barocke Sommerresidenz teilt sich in das Obere und Untere Belvedere auf. Kunstliebhaber werden im Museum auf ihre Kosten kommen, denn im Oberen Belvedere findet man eine riesige Sammlung österreichischer Gemälde vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Das berühmteste Werk ist hier sicher Der Kuss von Gustav Klimt. Neben Klimts Gemälden enthält Belvedere eine umfassende Sammlung Egon Schieles und Oskar Kokoschkas.

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Während das Obere Belvedere in der Vergangenheit repräsentativen Zwecken diente, war das Untere Belvedere Wohnsitz Prinz Eugens.

Falls du dich nicht für Kunst interessierst oder nur wenig Zeit hast, rate ich dir dennoch Belvedere zu besuchen. Der Barockgarten ist großartig angelegt. Die Wasserkaskaden sind eine Augenweide und der alpine Garten bzw. der angrenzende Botanische Garten sind Schmuckstücke.

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Neben dem ganzen Sightseeing sollte man in Wien unbedingt ein Kaffeehaus aufsuchen. Der Kaffee ist Geschmackssache. In Wien wird überwiegend der kräftige Mokka verwendet. Meinen Geschmack hat der Kaffee leider nicht getroffen. Normalerweise trinke ich nur schwarzen Kaffee – ohne Milch und Zucker, aber in Wien bin ich auf Latte Macchiato umgestiegen. Egal, ob Milchkaffee oder Wiener Melange – mir waren sie alle zu „kräftig“bitter“. Doch eigentlich geht es nicht um den Kaffeegenuss, sondern um die berühmteste Torte der Stadt.

Sacher Torte

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Wer macht die beste Sachertorte? Natürlich rühmt sich das Hotel und Café Sacher damit, das Original herzustellen und somit die beste Torte im Angebot zu haben. Insider wissen, dass zwar Franz Sacher als 16-jähriger Lehrling im zweiten Ausbildungsjahr auf Wunsch von Fürst Metternich für dessen Gäste ein besonderes Dessert realisieren musste (der Chefkoch war krank geworden), was jenen auch mundete, aber erstmal keine weitere Beachtung erhielt.

Das Rezept geriet in Vergessenheit. Franz Sachers ältestem Sohn Eduard ist es zu verdanken, dass die Sachertorte wiederentdeckt wurde. Eduard absolvierte seine Ausbildung in der Hofzuckerbäckerei Demel, veränderte das väterliche Rezept leicht und geboren war die bis heute gängige, legendäre Sachertorte. Später bot Eduard Sacher seine Schokoladentorte auch im Hotel Sacher an.

Daraufhin entbrannte ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen dem Hotel Sacher und der Hofzuckerbäckerei Demel, wer seine Schokoladentorte als die Original Sachertorte bewerben dürfe. Letztlich einigte man sich außergerichtlich, dass sich das Hotel Sacher die „Original-Sacher-Torte“ auf die Fahnen schreiben dürfe, die Hofzuckerbäckerei Demel dagegen schmückt ihre Sachertorte seitdem mit einem dreieckigen Schokoladensiegel mit der Aufschrift Eduard-Sacher-Torte.

Die Torte von Demel unterscheidet sich nur unwesentlich von der „Original Sachertorte“

Eduard Sacher-Torte Hofzuckerbäckerei DemelOriginal Sachertorte Hotel Sacher
eine Schicht Marillenkonfitüre unter der Kuvertürezusätzlich eine Schicht Marillenkonfitüre in der Mitte
dreieckiges Schokoladensiegel „Eduard Sacher-Torte“rundes Schokoladensiegel „Hotel Sacher Wien“

Ich war mit meinen Freundinnen bei der Hofbäckerei Demel. Das hatte 2 Gründe: Die Schlange vor dem Hotel Sacher war unendlich und außerdem ist für mich das Original bei Demel zu finden. Fazit: Sachertorte ist eine süße Sünde, aber trotz des relativ hohen Preises (€ 7,50/Stück) jeden Penny wert.

Treiben lassen

Natürlich kann man auch den Stephansdom besichtigen, eine Runde im Riesenrad fahren, über den Naschmarkt flanieren oder sich mit dem Fiaker durch die Stadt kutschieren lassen, aber eigentlich rate ich dir einfach dazu, dich treiben zu lassen. Wien hat viele nette Ecken, die entdeckt werden wollen. Mir haben es die kleinen Skurrilitäten wie die Ampelmännchen und die Gullydeckel angetan.

Übernachtet habe ich mit meinen Freundinnen übrigens im Austria Trend Hotel beim Theresianum🛒, ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs. Das war ein guter Ausgangspunkt zu allen Sehenswürdigkeiten. Bus- und U-Bahnstation waren in der direkten Umgebung.

Liane
Liane

Willkommen. Ich bin Liane und die Gründerin und Wortjongleurin des Reiseblogs DieReiseEule.
Reisen ist für mich „Therapie für die Seele“. Im Reiseblog sammele ich meine Erinnerungen.
Wenn du mehr über mich wissen willst, folge dem Link.

6 Kommentare zu „6 Tipps für deinen Wien Trip“

  1. Wien eine tolle Stadt ! War selbst mal dort über Silvester da war es aber auch sehr kalt um sich groß draussen aufhalten zu können. War einfach eine blöde Jahreszeit. Die großen Sehenswürdigkeiten habe ich aber schon gesehen. Muss mal im Frühling nochmals hin.

Hau in die Tasten! Ich freue mich sehr über einen konstruktiven Text von dir.

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