[MeinMainz] Mainzer Schoppenstecher

Ein Mainzer Original

Die Bronzefigur des Schoppenstechers steht am Proviantmagazin, am Zugang zum Walk-of-Fame des Kabaretts. Geschaffen und gestiftet zur 2000-Jahr-Feier der Stadt 1962 wurde sie von Heinz Schaubach, einem Mainzer Porzellanfabrikant.

Die Figur ist ein beliebtes, touristisches Fotomotiv und gehört zur Stadt wie der Dom und der Fastnachtsbrunnen.

Namensbedeutung

Mainzer Stange/Weinglas

Als Schoppen bezeichnet der Mainzer die Wein-Maßeinheit bzw. das schlanke, große Weinglas von 0,4 oder 0,5 l – auch bekannt als Mainzer Stange.

Früher wurden die Gläser mundgeblasen, heute werden sie maschinell hergestellt. Typisch sind die rauen-milchigen, an Zaunlatten erinnernde Einätzungen am unteren Glasdrittel, die das Gefäß grifffest machen.

Die Gläser laufen konisch zu. Meist haben sie einen Durchmesser von ca 60 mm und sind etwa 155 mm hoch.

Die Mainzer Stange wird auch für Weinschorle verwendet. Selten wird auf den Eichstrich geachtet, meist wird randvoll eingeschenkt.

Ein Schoppen gehört zum legendären Marktfrühstück samstags neben Worscht (ein Stück warmer Fleischwurst) und Weck‘ (Paarweck/Brötchen) dazu.

Schoppen kommt eigentlich von Schöpfen. Stechen bedeutet zechen/regelmäßiger Weingenuss.

Original Mainzer Schoppenstecher trifft man abends in den Kneipen und Weinstuben der Stadt an. Sie konsumieren weißen Rheinhessenwein der unteren Preiskategorie, bis der Wirt die Sperrstunde einläutet. Sie „stecken = stechen“ ihre Nase ins Schoppenglas – daher der Ausdruck Schoppenstecher.

Während die Damen shoppen gehen, nehmen die Herren einen Schoppen zu sich

Man munkelt, das Augustinerreul – die engste Gasse in der Altstadt – sei deshalb so schmal gebaut, damit der Schoppenstecher sich auf dem Heimweg rechts und links abstützen konnte.

Schoppenstecher Preisverleihung

Wer nun denkt, der fleißigste Trinker wird in den Himmel gelobt, ist leider auf der falschen Fährte. Seit 1973 wird Personen, die sich um den Rheinhessenwein verdient gemacht haben, eine Miniaturfigur der großen Skulptur verliehen. Es ist keine jährliche Preisverleihung. Als bisher letzter Preisträger wurde 2016 Peter Eugen Eckes (Eckes Edelkirsch, Granini…) geehrt.

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2 Gedanken zu „[MeinMainz] Mainzer Schoppenstecher

  1. Mainz hat uns sehr gut gefallen… auch als Familie. Könnte in diesem Jahr auch noch einmal gut auf den Reiseplan. Im letzten Jahr haben wir uns auf unsere Deutschlandreise noch mal Wiesbaden und Frankfurt verstärkt vorgenommen. 🙂
    Liebe Grüße
    Tanja

Hau in die Tasten! Ich freue mich sehr über einen konstruktiven Text von dir.

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