Rezension: How to kill yourself daheim

How to kill yourself daheim aus dem Conbook Verlag

Autor: Markus Lesweng

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Inhalt lt. Verlagshomepage:

Zu Hause ist es doch am schönsten? Sicher?

Deutschland, Österreich und die Schweiz – drei hochgradig unterbewertete Reiseländer, die jede Menge bieten können. Spektakuläre Vulkane, verlassene Testgebiete für nukleare Sprengkörper und haufenweise Giftspinnen gehören jedoch nicht dazu. Heißt das, man muss bei Ausflügen vor der eigenen Haustür auf den Nervenkitzel verzichten? Mitnichten.

Selbst bei schmalem Budget und knapper Zeit ist die eigene Heimat randvoll mit potenziellen Risiken, die nur darauf warten, genauer erkundet zu werden. Gefragt sind bloß ein wenig Einsatz und viel Leichtsinn – schon finden sich Möglichkeiten, den Urlaub im eigenen Land erschreckend schrecklich zu gestalten. Zwischen hochgiftigen DDR-Altlasten, beiß- und stichfreudigen Tieren sowie unerforschten Höhlen finden sich zahlreiche Möglichkeiten, das Rentensystem zu entlasten, den eigenen CO2-Fußabdruck auf Null zu setzen oder endlich an das Erbe der Schwiegermutter zu gelangen.

Dieser Atlas nimmt Sie mit auf eine aufregende Reise quer durch die drei Länder und ihre gefährlichsten Orte. Für jeden ist der perfekte Trip dabei: für Junge und Alte, für Sportliche und Faule, für Reiche und Arme, für Eilige und Geduldige, für Mutige und Wahnsinnige. Zwischen Nordsee und Hochalpen finden sich nicht nur bekannte, aber gefährlich unterschätzte Sehenswürdigkeiten, sondern auch bergeweise Überraschungen.

»How to Kill Yourself daheim« liefert die spannendsten und unterhaltsamsten Anekdoten zu unglaublichen Orten und ebenso unglaublichen Gefahren, die auf diejenigen warten, die sich daheim in Sicherheit wiegen. Garniert mit den schönsten Bildern und pechschwarzem Humor – die perfekte Lektüre gegen das Heimweh.

  1. Auflage November 2019

Der Atlas für wahnsinnig Heimatverbundene und heimatverbundene Wahnsinnige

Dies ist kein klassischer Reiseführer. Der Autor stellt viele verschiedene Nervenkitzeldestinationen im DACH-Gebiet vor. Vom Bungeesprung bis zu Giftfischen in der Nordsee. Wer sein Leben verkürzen möchte, findet jede Menge Informationen. Da die Anreise wunderbar per Auto oder Bahn erfolgen kann, sind natürlich auch Ratschläge für die ganze Familie einschließlich der Großeltern recherchiert worden.

Eine Vielzahl von romantischen und idyllischen Fotos untermalt die einzelnen Kapitel. Diese sind jeweils auf Spannung, Gefahr und Familienfreundlichkeit getestet worden.

Reiseführer mal anders

Dieser Reiseführer ist für Menschen mit schwarzem Humor, Sinn für Ironie und Sarkasmus geeignet. Wer damit nichts anfangen kann und alle Empfehlungen für bare Münze nimmt, wird wahrscheinlich nicht lange überleben. Zum Nachahmen sind die wenigsten Tipps geeignet, es sei denn, man hat tatsächlich suizidale Absichten. Dennoch sind hübsche Anregungen für Tagesausflüge dabei. Und sei es nur, um Anderen beim Adrenalinkick zuzuschauen.

Themenauswahl

Die meisten Themen sind einem der drei Länder Schweiz, Österreich oder Deutschland zugeordnet. Es gibt aber auch ein paar länderübergreifende Themen.

Auf einige gefährliche Ideen hätte man selbst kommen können: Geschwindigkeitsrausch durch die Nordschleife des Nürburgrings oder die Möglichkeit bei einer Wattwanderung zu ertrinken, wenn man ohne Führer losläuft.

Dann gibt es aber auch noch weniger offensichtliche Möglichkeiten, zu Hause ums Leben zu kommen, wie z.B. die Passage durch den Gotthardtunnel mit einem E-Auto oder die suizidale Impotenz der Soldaten der Bundeswehr.

Dummheit und kolossale Selbstüberschätzung kennen keine Grenzen. Weder in Deutschland, noch in der Schweiz oder Österreich. Man muss sich nur trauen.

Aufteilung des Buchs

Am Anfang findet sich ein Inhaltsverzeichnis, danach die Länderkarten mit den eingezeichneten Destinationen, gefolgt von einem Vorwort des Autors, bevor sich die einzelnen Kapitel aufreihen. Zum Abschluß gibt es noch einen Bildnachweis.

Jedem Thrillfaktor ist ein eigenes, übersichtliches Kapitel gewidmet. In der Überschrift findet man die Länderflagge, darunter jeweils die Faktoren Gefahr, Familienfreundlichkeit und Spannung, die mittels Piktogrammen bewertet werden.

Qualität des Buchs

Das Buch hat einen stabilen Paperback-Einband, das Papier ist griffig und angenehm dick. Die Schriftart lässt sich gut lesen, die Schriftgröße könnte gerne minimal größer sein. Mein Eindruck: Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.

Über den Autor

Markus Lesweng bezeichnet sich selbst als „mit Reisefieber infiziert“. Geboren wurde er 1985 in Köln. Von dort zieht und zog es ihn in die Welt. Er probierte sich in unterschiedlichsten Berufen aus – vom Kindergärtner bis zum Cowboy. Heute lebt er in Bayern und verdient seine Brötchen am Flughafen München. Erfahre mehr über Markus Lesweng bei Facebook.

Persönlicher Eindruck/Kritik

Da ich Ironie und schwarzen Humor sehr mag, hat mich das Buch überzeugt. Ganz besonders gut hat mir das Kapitel mit den Schicksalsschlägen gefallen, weil es so bodenständig ist.

„Unfall durch Handwerkzeuge ohne Kraftantrieb: zu Hause“

Wer wissen will, mit welchem Hilfsmittel man das schafft, muss das Buch lesen. Markus Leswengs Schreibstil ist flüssig. Mit klaren und verständlichen Begriffen beschreibt er die spannensten Urlaubsorte und -gebiete.

Ein paar Kleinigkeiten möchte ich noch anmerken:

  • Tolle Fotos umrahmen die einzelnen Kapitel – finde ich super!
  • In jedem Kapitel zieht Markus ein Fazit. Daumen hoch dafür.
  • Das Auffinden der Destinationen wird durch die drei Länderkarten am Anfang des Buches erlichtert

Fazit

Bewertung: 4.5 von 5.

Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen für dieses Buch. Den halben Punkt ziehe ich nur ab, weil ich fürchte, dass es Personen gibt, die den Spott nicht verstehen und gefährlicherweise alles ausprobieren wollen.

How to kill yourself daheim aus dem CONBOOK-Verlag ist eine kurzweiligen Vorbereitungslektüre auf den nächsten Roadtrip im deutschsprachigen DACH-Gebiet. Trockener Reiseführer war gestern. Wer lieber im Ausland nach dem ultimativen Kick sucht, dem sei How to kill yourself abroad, ebenfalls von Markus Lesweng im CONBOOK-Verlag erschienen, empfohlen.

Informationen zum Buch

November 2019 (1. Auflage)

Bildband mit Softcover, 192 Seiten

ISBN: 978-3-95889-303-0

€ 19,95 [D] • € 20,60 [A] • SFr. 28,90* [CH]

Das Buch ist im CONBOOK-Verlag erschienen. Ihr könnt es über den örtlichen Buchhandel bestellen oder bei Amazon* |Werbelink erwerben.

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Transparenzhinweis

Das Buch How to kill yourself daheim von Markus Lesweng wurde mir vom Verlag CONBOOK kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dennoch lasse ich meine Meinung davon nicht beeinflussen und gebe meine ganz persönliche Einschätzung hier ab.

Ich danke dem CONBOOK Verlag für das mir entgegen gebrachte Vertrauen und die Zusammenarbeit.

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7 Gedanken zu „Rezension: How to kill yourself daheim

  1. Liebe Liane,

    welch eine glückliche Fügung, hier auf deine Buchempfehlung zu treffen. Vergeblich habe ich bereits die Wohnung renoviert, auf Hockern mit Rollen oder dem nassen Badewannenrand balanciert, mein Leben beim Kochen, Waschen und Putzen aufs Leben gesetzt – nichts passierte. Nun freue ich mich darüber, die empfohlene Lektüre ausgiebig zu testen… Zudem würde ich dem Autor eine zeitgemäße Fortsetzung der Buchreihe empfehlen, in etwa wie: „How to kill youself – in Homeoffice“. Ich bin überzeugt, von ungesicherten Stromleisten über einen Drucker mit Kurzschluss bis hin zum tödlichen Blick des eigenen Chefs wird jeder etwas passendes für sich finden.

    Spaß beiseite, da ich ebenfalls schwarzen Humor liebe, ist das Buch soeben auf Platz zwei gelandet. Nach der Wanderung durch die Mongolei versteht sich 😉

    Liebe Grüße
    Kasia

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