Fotoprojekt Fahrzeuge

Fahrzeuge sind nicht nur Autos

Es ist wieder soweit: Mannis Fotobude ruft zur nächsten Fotochallenge auf mit dem Titel „Fahrzeuge aller Art“. Mein erster Gedanke war „außer Flugzeugen kann ich da gar nichts zeigen„. Doch siehe da, nach Durchforstung meiner Festplatten habe ich doch viel mehr Fahrzeuge abgelichtet als gedacht. Wobei ich als Teilzeit-Planspotterin schon eine beträchtliche Anzahl von Fliegern fotografiert habe. Diese alle zu zeigen würde diesen Beitrag sprengen.

Autos

Dann starte ich mal mit einem Auto, dass kein (fahrbereites) Auto ist. Der Dauerparker steht in Rüsselsheim auf dem Parkplatz am Mainufer. Es handelt sich um einen Opel B-Manta aus Beton, geschaffen von Matthias Braun. Wenige Meter weiter ist das Opelwerk, wo dieser Typ einst gebaut wurde.

Ebenfalls in Rüsselsheim findet man diese coole Zeichnung in der Unterführung vom Bahnhof Rüsselsheim-Opelwerk zur Fabrik.

Unterführung am Rüsselsheimer Opelwerk

Oldtimer sind sehenswert, oder nicht? Dazu zähle ich z.B. den Trabi aus dem Titelbild. Ich liebe aber auch den VW Käfer oder die Bullys. Ich erinnere mich an tolle Ausflüge mit den ausgebauten Wagen, die mir und meinem Ex einst gehörten. Einen Bully oder auch ein Ford Transit, der in Irland aufgebrochen wurde. Die folgenden Bilder sind nicht meine Wagen, aber dennoch sehenswert.

Eines der „hässlichesten“ Autos ist für mich der Smart. Sorry an alle Smart-Besitzer. Aber ich nenne diese gerne „gummibereiftes Kasperltheater“. Nur ein Smart gefällt mir. Wegen der Aufschrift und schönen Erinnerungen.

Wenn ich groß bin, werde ich ein Auto 😀

Dreirädrige Karren werden gerne als Foodstände genutzt. Dann finde ich sie auch echt niedlich. Wenn man aber hinterher tuckern muss, dann habe ich keinen Spaß dran, zumal die Abgase meist extrem stinken.

Ab und zu erwischte man mal Oldtimer auf Fahrt.

In Namibia habe ich noch zwei Fahrzeuge ablichten können. Der Chevrolet ist von 1952 und hat uns über die Rinderfarm transportiert und das andere Fahrzeug ist ein typischer Safariwagen.

Carl Benz erfand das erste Automobil Ihm zu Ehren steht in Mannheim auf der Skulpturenmeile eine Bronzenachbildung des ersten Fahrzeugs.

Erstes Automobil von Carl Benz in Mannheim

Fahrräder

Nochmal muss ich auf Adam Opel zurück kommen. Nicht nur weil ich im Dunstkreis des Opelwerks Rüsselsheim wohne. Opel fing nämlich nicht mit Autokonstruktionen an, sondern mit Nähmaschinen und Fahrrädern.

Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden, wie beim Fahrrad„, meinte Adam Opel.

Dem konnte ich lange nicht zustimmen. Fahrrad fahren war mir ein Graus. Nicht wegen Muskelkaters oder der Anstrengung, sondern weil ich einfach keinen passenden, bequemen Sattel für mich fand. Spätestens nach 5 min hatte ich das Gefühl der Minderdurchblutung meines Gesäßes, was ich als sehr unangenehm empfand.

Doch seit letztem Jahr bin ich Besitzerin eines Pedelecs und dank dem netten Verkäufer habe ich endlich auch einen Sattel gefunden, mit dem ich locker eine Stunde fahren kann. Es handelt sich um einen Herrensattel!

Mein E-Bike

In Islands Hauptstadt Reykjavik nutzt man fest montierte Fahrräder als temporäre Absperrungen. Tasgüber versperren sie die Straßen, sodass eine Fußgängerzone entsteht, nachts darf in Schrittgeschwindigkeit durchgefahren werden. Dann sind die Räder auf der Seite. Innovativ, oder?

Schienenfahrzeuge

Nicht nur klassische Eisenbahnen fahren auf Schienen, sondern auch Straßenbahnen oder Bergbahnen. Ein beliebtes Motiv sind die mit Graffiti verzierten Standseilbahnen, die die steilen Hänge überbrücken helfen.

ICE Nähe Flughafen Frankfurt/Main

Erst neulich habe ich über den Brocken, den höchsten Berg im Harz geschrieben. Dort fährt immer noch die Brockenbahn mit Dampf und Getöse hinauf und herunter.

Schmalspurbahn zum Blocksberg
Standseilbahn zur Festung Hohensalzburg in Salzburg

Helikopter/Hubschrauber

Selten hat man genau dann die Kamera parat, wenn sie fliegen. Doch 2 Fotos kann ich von Hubschraubern beisteuern.

Einsatzfahrzeuge

Bei einer Flughafenrundfahrt, beim Planespotting oder bei der Feuerwehrtour kommt man Einsatzfahrzeugen am Airport sehr nah.

Anlässlich der Feiern 70 Jahre Luftbrücke im letzten Jahr, durften wir historische Flugzeuge und Einsatzfahrzeuge auf dem Rhein-Main-Airfield in Wiesbaden-Erbenheim bewundern und mit Genehmigung ablichten.

Flugzeuge

Manchmal bin ich als Teilzeit-Planespotterin unterwegs. Vor ein paar Jahren habe ich dieses Hobby ziemlich intensiv betrieben. Dabei habe ich viel über die verschiedenen Flugzeugtypen gelernt und die meisten kann ich am Himmel identifizieren.

Die Ära der vierstrahligen Flugzeugtypen (4 Triebwerke) ist leider am untergehen. Die großen Fluggesellschaften motten sie nach und nach ein. Die Boeing 747 wird als Königin der Lüfte bezeichnet und ist nicht nur leicht anhand der 4 Treibwerke zu identifizieren, sondern auch am zweistöckigen Aufbau im Frontbereich.

Boeing 747 der Lufthansa in historischer Bemalung

Für mich ist allerdings der Airbus A 380 der Kaiser unter den Flugzeugen. Auch diese Maschinen sind recht leicht erkennbar. Sie haben ebenfalls 4 Triebwerke, sind doppelstöckig angelegt und die Flügel haben einen eleganten Schwung. Vor allem liegt diese Maschine ruhig in der Luft, was bei meiner Flugangst echt entspannend wirkt. Doch die Wirtschaftlichkeit ist leider nur bei voller Auslastung gegeben und so sind sie vermehrt auf den Flieger-Friedhöfen zu finden.

Damit bin ich schon nach Singapur geflogen – Airbus A 380 von Singapore Airlines

Noch einen Flugzeugtyp kann man gut erkennen. Häufig werden die dreistrahligen MD-11 (McDonnell Douglas) als Frachtflieger genutzt. Bei ihnen ist das dritte Treibwerk am Leitwerk.

Dreistrahlige McDonnell Douglas MD-11 der Lufthansa Cargo

Historische Rosinenbomber

Flugzeuge könnte ich hunderte zeigen. Es fiel mir nicht leicht eine Auswahl zu treffen. Wie im oberen Absatz geschrieben, durfte ich letztes Jahr einige Rosinenbomber ablichten. Diese waren extra wegen der Feierlichkeiten über den großen Teich geflogen.

Sogar eine ausgemusterte Präsidentenmaschine gab es zu sehen.

„Flugzeug-Jäger“ freuen sich besonders über Sonderlackierungen oder Fluggesellschaften, die selten zu sehen sind. Manche nehmen weite Wege auf sich, um sie einzufangen. Ich habe ein paar Mal einfach Glück gehabt, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Je kleiner, desto feiner? Solange ich nicht damit fliegen muss, ist alles gut. Denn die kleinen Maschinen sind deutliche windanfälliger. Es gibt Menschen, die gerade das lieben – ich gehöre nicht dazu. Aber zum Anschauen sind sie schon schön.

Am Flughafen gibt es noch mehr Fahzeuge. Zum Beispiel die Flugzeugschlepper – auch Pusher genannt.

Momentan sind viele Flieger abgedichtet, da sie auf bessere Reisezeiten warten. Das Abkleben ist wichtig, damit keine Verunreinigungen abgelagert werden, die die Flugeigenschaften negativ beeinflussen könnten. Bis eine Maschine nach dem Einmotten wieder startklar ist, vergehen etliche Tage.

Abgedichtet für später

Noch ein paar Bilder von fliegenden Flugzeugen. Teils bei Start und Landung.

Propellermaschinen sollen ja deutlich sicherer sein als Düsenflieger, aber mein Puls sagt das was ganz anderes. Mit diesem Flugzeug sind wir nach Grönland geflogen.

Schiffe und Boote

Kreuzfahrten habe ich mir immer toll vorgestellt. Vor 5 Jahren bin ich dann mit der Aida durch den Ärmelkanal geschippert. Von Hamburg nach Le Havre, Southampton, Brügge und Amsterdam. Das war einerseits echt toll – Schifffahren ist einfach toll – aber das gehen mir viel zu viele Menschen drauf. Trotzdem habe ich sehr nette Bekanntschaften gemacht. Allerdings bin ich an einer Wiederholung nicht wirklich interessiert, es sei denn, es wäre eine Hurtigrouten-Tour durch die norwegischen Fjorde.

Pötte nennt man die riesigen Containerschiffe. Wie groß sie wirklich sind, sieht man erst, wenn man entweder davor steht oder die Schleppschiffe ihre Arbeit verrichten sieht.

Schiffswracks können ebenso wie bunte Boote ein dankbares Fotomotiv sein.

In Barcelona haben wir die richtig, fetten Jachten entdeckt. Mit eigenem Hubschrauber auf dem Deck. Dagegen wirken die kleinen Jachten am Mainzer Zollhafen „popelig“.

Segelschiffe sind jederzeit ein Hinkucker. Auf den Kapverden werden Schiffe noch von Hand aus Holz hergestellt. Echt sehenswert. Das bekannteste Segelschiff ist in Deutschland wohl das Segelschulschiff Gorch Fock. In Stralsund am Hafen liegt die Gorch Fock I und kann besichtigt werden. Sie befindet sich in Privatbesitz.

Touristenboote gibt es fast überall, wo es Besucher gibt. Meist handelt es sich um lichtdurchflutete Barkassen. Die folgende haben wir in Salzburg entdeckt und sind eine Runde über die Salzach gefahren.

Fastnachtswagen und andere Kuriositäten

Zur Fastnacht in Mainz geht es hoch her. Der Rosenmontagszug ist weltberühmt und die Fahrzeuge werden bereits einen Tag vorher auf der Lu – der Ludwigstraße – der Öffentlichkeit präsentiert. Aber auch bei den kleinen Umzügen im Landkreis kann man lustige Gefährte entdecken.

Ein paar außergewöhnliche Fahrzeuge – von Lego bis Stadtrundfahrt präsentiere ich hier.

Sonstige Fahrzeuge

Zum Abschluss gibt es noch Fahrzeuge, die nicht in die anderen Kategorien gepasst haben. Zum Beispiel der Eselskarren in Namibia, eine fahrbare Badeumkleide, Riesenrad oder Jetskis.

Ist das noch ein Fahrzeug? So eine Seilbahn mit Gondeln? Per Definition dienen „Fahrzeuge zur Beförderung von Personen oder Sachen und nehmen am Verkehr auf der Straße teil. Dabei ist es gleichgültig, ob sich die Fahrzeuge mit eigener Kraft bewegen oder auf andere Weise fortbewegt werden können.“

Übrigens war ich noch nie in Wuppertal. Folglich bin ich auch noch nicht mit der berühmten Schwebebahn gefahren. Im Gegensatz zu einem Elefanten, der vor einigen Jahren darin transportiert wurde. Aber auch dem Kirchentag in Hamburg konnte man eine ähnliche Bahn nutzen.

Beenden möchte ich mein Fahrzeugsortiment mit einem landwirtschaftlichen Bild eines Mähdreschers. Diese schweren Maschinen sind unverzichtbar für die Landwirte geworden. Allerdings kosten sie ein Vermögen.

Und welche Fahrzeuge lichtet ihr so ab? Formel 1 oder eher Kinderwagen? Skateboards oder Ballone? Ich bin gespannt.

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© Liane und Herr R.
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6 Gedanken zu „Fotoprojekt Fahrzeuge

  1. Ein sehr guter und informativer Beitrag und eine Menge Fahrzeuge sind dabei. Dein Fahrrad sieht klasse aus und mit dem Mohnfeld im Hintergrund kommt es sehr gut zur Geltung. Das mit dem Flugzeug abdichten wusste ich auch noch nicht und das kann ich mir vorstellen, dass das lange dauert, bis die Flugzeuge wieder startklar sind
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende
    LG Andrea

  2. Also erstmal an ganz ganz großes Lob auf die Unterteilung der Fahrzeuge. Super Idee !
    Dann die Menge bzw. Anzahl das sprengt den Rahmen. Super
    Hier ist alles dabei wobei die Autos ein wenig zu kurzgekommen sind. Spielt aber überhaupt keine Rolle !!!
    Ich danke fürs mitmachen, Aufmachung, Einteilung einfach alles im Beitrag !!!
    Vielleicht bis zum nächsten Mal !!! LG Manni

Hau in die Tasten! Ich freue mich sehr über einen konstruktiven Text von dir.

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