Rezension: Foto-Storytelling

Foto-Storytelling aus dem mitp-Verlag

Durch und mit Fotos Geschichten erzählen

Autor: Finn Beales

Werbung/Buchrezension

Inhalt lt. Verlagshomepage:

Workshop für Fotos, die Geschichten erzählen

Durch Storytelling geben Fotos spannende Einblicke in kleine und große Abenteuer, indem Menschen, Events, Locations und Themen geschickt miteinander verknüpft werden. Der Autor zeigt Fotografiebegeisterten praxisnah anhand vieler Beispiele, wie sie mit ihren Bildern Geschichten erzählen.

Finn Beales weiß, wie Aufnahmen das gewisse Etwas bekommen und in Erinnerung bleiben – dies zeigt er anschaulich in diesem Workshop. Unabhängig vom Fotografie-Genre lernen Sie mit seinen fünf Schritten Pitch, Vorbereiten, Aufnahme, Bearbeiten und Liefern sowie anhand vieler hilfreicher Projekte grundlegende Methoden, die auch für Ihre eigenen Bilder funktionieren. Damit ziehen Ihre Fotos die verdiente Aufmerksamkeit auf sich und wecken die Neugier beim Betrachter.

Egal, ob Sie mit wenig Aufwand vorgehen oder ein komplettes Shooting durchführen möchten: Sie erfahren hier alles Wissenswerte von Key Shots, nützlicher Ausrüstung und Requisiten über das Arbeiten mit Moodboards und Models bis hin zur Nachbearbeitung und Datenübertragung. Machen Sie aus Ihren Ideen mitreißende, spannende oder herzerwärmende Geschichten und werden Sie zum Storyteller.

1. Auflage 2021

Fuchs dich rein und lerne

Autofokus, knipsen, fertig?

Finn Beales ist professioneller Fotograf. Seine Bilder haben einen eigenen Stil und er hat sich einen Namen damit gemacht. Große Firmen wie Audi oder Breitling beauftragen ihn, um aussagekräftige Fotos zu machen.

Ganz klar, dass er nicht mit Autofokus und Automatikmodus arbeitet. Er nutzt seine Ressourcen, um mit Licht, Modellen und Stimmungen zu arbeiten und wir können viel von ihm lernen.

In seinem Buch Foto-Storytelling gibt er den Lesern gute Tipps zu Licht, Blende, Belichtungszeiten, Strategien und vielem mehr.

Die Grundlagen sind für Jedermann interesaant – egal ob man Hobbyfotograf oder Profi ist. In den Folgekapiteln geht es dann spezieller zu. Finn Beales beschreibt, wie man mit möglichen Kooperationspartnern verhandelt und das eine präzise Vorbereitung die halbe Miete ist. Knips und weg – nicht mit Finn Beales!

„Unsere Welt ist heute überflutet von Bildern, aber was bringt Menschen dazu, nicht weiterzuscrollen oder vorbeizugehen? Was bringt sie dazu, sich an ein Bild oder die Arbeit eines Fotografen zu erinnern? Es sind die Geschichten, die uns fesseln, und die Emotionen, die sie hervorrufen, die die Botschaften nachhaltig machen. “ (Finn Beales)

Für wen ist das Buch geeignet?

Das Buch ist für Anfänger ein Einstieg in die Kunst der Fotografie. Für Profis sind viele wertvolle Tipps enthalten, wie man verhandelt, vorbereitet, shootet und nachbereitet. Ab etwa der Hälfte des Buches wird es sehr speziell, sodass Anfänger sich überfordert fühlen könnten. Aber nicht verzweifeln und erstmal üben und dann ist man sicher eines Tages froh über die weiteren Informationen.

Kapitelaufbau

In 5 Schritten auf 176 Seiten zeigt Finn Beales Schritt-für-Schritt wie man Geschichten mit Fotos erzählt und diese erfolgreich verkauft.

  1. Pitch
  2. Vorbereiten
  3. Aufnahme
  4. Bearbeiten
  5. Liefern

Qualität des Buchs

Das Buch macht einen erstklassiken Eindruck. Es ist gut verarbeitet und so angelegt, dass man es während der Umsetzung der Tipps neben sich legen kann ohne das die Buchseiten wieder zuschlagen. Die Bilder sind klar und scharf – so wie ich das bei diesem Thema erwarte.

Probefotografie meinerseits

Auf Seite 48 beschreibt Finn Beales eine Übung, wie man eine Geschichte erzählen kann. Dazu soll man sich ein Motiv suchen und zehn unterschiedliche Fotos zum Thema machen.

Ich habe mich zum Präsentieren für 5 Fotos aus meiner Neuseelandreise entschieden. Der Einstieg ist ein Übersichtsfoto, wo ich mich befunden habe. Dann komme ich den wesentlichen Detail, dem Pinguin, immer näher bis er in den Dünen verschwindet. Was denkt ihr, ist das eine Geschichte?

Über den Autor

Finn Beales lebt in Wales. Ursprünglich arbeitete er als Designer und beauftragte Fotografen für seine Projekte. Doch oftmals war das Ergebnis nicht zufriedenstellend. Also entschloss er sich, die Kamera selbst in die Hand zu nehmen und Bildfolgen zu „komponieren“. Er hat sich einen Namen bei großen Firmen wie Audi, Breitling, Apple und Cartier gemacht. Mehr als 580.000 Personen aus aller Welt folgen ihm auf Instagram.

Direktlinks zu seinen Accounts: Instagram und superrare.com.

Persönlicher Eindruck/Kritik

Foto-Storytelling ist ein Bereich, der mich sehr interessiert. Daher habe ich mich direkt auf die Lektüre gestürzt. Gleich zu Anfang habe ich einiges für mich aus Beales Beschreibungen ziehen können. Da ab Mitte des Buches vieles auf einen Verkauf der Bilder hinauslief, war das nur teilweise interessant für mich. Aber wer weiß, vielleicht bin ich eines Tages froh, dort nachschlagen zu können.

Die neuen Impulse werde ich definitiv beherzigen. Auf Dauer werde ich versuchen, vom Einzelbild wegzukommen und mit meinen Fotografien Geschichten zu erzählen.

Fazit

Bewertung: 5 von 5.

Ausnahmsweise vergebe ich im Fazit 2 mal Sternebewertungen. Warum? Das Buch Foto-Storytelling gehört zur Edition Profifoto des mitp-Verlags. Diese Serie besticht durch das gebündelte Fachwissen von erfahrenen Autoren und richtet sich an andere Fachleute. In diesem Fall professionelle Fotografen. Und für diese ist das Buch ein wirklicher Schatz und eine Bereicherung.

Bewertung: 4 von 5.

Meine Leser sind vermutlich überwiegend Hobbyfotografen (so wie ich) und für diese ist das Buch meiner Ansicht nach nur zum Teil interessant und umsetzbar. Ich möchte betonen, dass der Punktabzug nichts mit der Qualität des Buches oder der Texte/Bilder zu tun, sondern mit der Praktikabilität im Alltag.

Informationen zum Buch

Erstausgabe 2021 (1. Auflage)

Premium-Paperback mit Einbandklappen, 176 Seiten

ISBN: 978-3-7475-0301-0

Buch € 28,00 [D] • E-Book € 24,99 [D] • Buch & E-Book € 33,99 [D]

Das Buch ist mitp-Verlag erschienen. Ihr könnt es über den örtlichen Buchhandel bestellen oder bei Amazon*|Werbelink erwerben.

Transparenzhinweis

Das Buch Foto-Storytelling von Finn Beales wurde mir vom mitp-Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dennoch lasse ich meine Meinung davon nicht beeinflussen und gebe meine ganz persönliche Einschätzung hier ab.

Ich danke dem mitp-Verlag für das mir entgegen gebrachte Vertrauen und die Zusammenarbeit.

10 Kommentare zu „Rezension: Foto-Storytelling“

  1. Liebe Liane,

    danke für die aufschlussreiche Rezension!
    Fotografie ist ein Gebiet, auf dem ich mich auch immer weiterentwickeln will. So hört sich der erste Teil des Buchs sehr interessant an.
    Der Pinguin ist der Knaller! Gefällt mir sehr gut.

    Liebe Grüße
    Gina

  2. Liebe Liane,

    das Buch interessiert mich sehr, danke für die aufschlussreiche Rezension.
    Vielleicht ist es sinnvoller, wenn man Bücher entweder für Anfänger oder Fortgeschrittene konzipiert. Dann entsteht auf keiner der beiden Seiten Frust oder Überforderung.
    Das Thema „Bildverkauf“ ist sicher nur für einen sehr geringen Prozentsatz der Leser geeignet.

    Aber schön, wenn Du gleich mit einer tollen Pinguin-Geschichte ein bisschen üben und erzählen konntest 🙂 übrigens, sehr gelungen.

    Liebe Grüße, Katja

  3. Hallo Liane,
    vielen Dank für die Buchrezension und die Anleitung, bzw. Anwendung des erlernten in Deiner Fotoserie mit dem Pinguin. Besonders interessant finde ich Deine Review: „meine Leser sind … überwiegend Hobbyfotografen (so wie ich). Ich möchte mir erlauben meine Aufnahmen, bzw. mein Portfolio vorzustellen.
    Ich finde diese sehr gelungen und kann nur gratulieren, für mich ist die Serie rund. Von Landschaft bis zu Details des wandernden Pinguins ist es eine sehr gelungene Serie, welche die Weite und die Natur, das Tier perfekt in Verbindung setzt.

    Viele Grüße,
    Stefan

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