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Arme Ritter

Arme Ritter

Nachhaltige Hausmannskost aus Omas Kochbuch

Jeder Deutsche wirft pro Jahr bis zu 75 kg! Lebensmittel in dem Müll und das ist die pure Verschwendung. Natürlich kann ich mich da nicht rausnehmen, auch bei mir landen gelegentlich Lebensmittel im Abfall. Jedoch habe ich mir schon länger angewöhnt, lieber häufiger einkaufen zu gehen, anstatt alles auf Vorrat zu kaufen und dümmstenfalls zu vergessen.

Meine Eltern waren beide noch Kinder der „Kriegsgeneration“. Hunger und kreatives verarbeiten von vorhandenen Lebensmitteln wurde mir so in die Wiege gelegt. Ich liebe es aus allen Lebensmitteln die im Kühl- oder Vorratsschrank warten, noch ein schmackhaftes Gericht zu zaubern.

Ein Klassiker der Resteverwertung sind die Armen Ritter. In anderen Regionen kennt man dieses Gericht aus altbackenen Brötchen, Toastbrot oder Zwieback auch als Rostige Ritter, Pofesen, Blinder Fisch, French Toast oder Kartäuserklöße.

Das tolle an den Armen Rittern ist die Einfachheit und die wenigen Zutaten, die man normalerweise immer im Hause hat. Natürlich gibt es Abwandlungen, z.B. als herzhafte Variante oder gefüllt. Da darf man gerne kreativ werden. Doch auch das schlichte Grundrezept sättigt gut und schmeckt lecker.

Variationsmöglichkeiten beschreibe ich euch weiter unten.

Grundrezept für Arme Ritter

arme ritter zubereitung

Zutaten für 3-4 Portionen

  • 8-10 Scheiben (altbackenes) Toast- oder Weißbrot
  • 300 ml Milch
  • 3 Eier Größe M
  • 1 Eßl. Zucker
  • etwas Butter/Fett für die Pfanne

Zubereitung

Eier, Milch und Zucker miteinander verquirlen.
Die Brotscheiben mit der Ei-Milch-Masse übergießen bzw. einweichen, bis sie gut durchtränkt sind.
Eine Pfanne erhitzen, etwas Butter oder Fett schmelzen.
Die eingeweichten Brotscheiben (sollten nicht tropfen) in der Pfanne bei mittlerer Hitze braten, bis die Unterseite goldbraun ist, wenden und den Vorgang mit der anderen Seite wiederholen.
Am besten sofort (solange die Brotscheiben noch warm sind) essen.

Funfact: In Portugal heißen die Armen Ritter rabanadas und werden traditionell zu Weihnachten verspeist.

Variationen

Im folgenden liste ich euch auf, wie ihr die Grundzutaten ersetzen könnt. Je nachdem, ob ihr süße oder herzhafte Arme Ritter backen möchtet.

Brotsorten: Toastbrot, Weißbrot, Hefezopf, Zwieback, Vollkornbrot, Schwarz-/Graubrot, Rosinenstuten

Flüssigkeiten: Kuhmilch 3,8%, Sahne-Wasser-Gemisch, Sojamilch, Mandelmilch, Kokosmilch

Süße Ritter: Zucker, Birkenzucker, Xylit, Vanillinzucker, Honig, Karamell, evtl. 1 Messerspitze Zimt zugeben, mit Früchten dekorieren, mit Marmelade bestreichen, geschlagene Sahne zwischen 2 Brotscheiben, mit Puderzucker bestreuen, Rosinen zugeben

Herzhafte Ritter: Zucker weglassen und stattdessen z.B. Paprikapulver, Kräuter, Salz, Pfeffer zugeben, mit Käse u/o Schinken/Salami füllen

Sonstige Variationen: Man kann die Brotscheiben auch noch in Paniermehl oder zerbröselten Paprikachips wälzen

2 Kommentare zu „Arme Ritter“

  1. Also die Variante mit Paprika chips reizt mich echt. Mich ärgert das Gebrösel am Ende immer sehr und ich mag es ungern weg werfen

    1. Paprika oder Chilichipsreste nehme ich auch für panierte Schnitzel. Da spart man sich das Würzen des Fleisches. Das ist so lecker. Probier es mal aus.
      LG Liane

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