10 Tipps für Singapur, die nichts kosten

Gratis Aktivitäten in Singapur

Asiatische Länder sind preisgünstig für Europäer. Daher werden sie so gerne von Backpackern bereist. Singapur bildet da allerdings die Ausnahme. Die Metropole an der südlichen Spitze der malaiischen Halbinsel ist ein wichtiges Finanzzentrum. Und wo internationale Banken und Finanzfilialen ansässig sind, ist es nicht günstig.

Skyline von Singapur – Finanzzentrum

Egal welche Vorurteile du über Singapur schon gehört hast, sie sind wahr und stimmen dennoch nicht. Am besten machst du dir dein eigenes Bild. Singapur polarisiert auf jeden Fall. Ich kenne nur Leute, die entweder total fasziniert vom Stadtstaat sind oder ihn absolut ablehnen.

Singapur lebt von seinen Kontrasten. Wolkenkratzer gehen nahtlos in grüne Gärten über. Aber Singapur bietet auch kulturelle Vielfalt auf engstem Raum. In kaum einem anderen Land der Welt leben so viele Ethnie auf engstem Raum und das mit Toleranz und Respekt.

Kaum zu glauben, dass es in Singapur sogar einige Aktivitäten gibt, die weder langweilig noch teuer sind. Daher habe ich einige kostenlose Tipps für euch zusammen gestellt.

#1 Der Botanischen Garten

Uhr im Botanischen Garten in Singapur

Nur wenige Minuten von Singapurs Shoppingmeile Orchard Road entfernt, ist der riesige Botanische Garten zu finden. Die Einheimischen nutzen ihn gerne zum Joggen, Picknicken und dem Trubel der Stadt zu entfliehen. Und das beste daran ist, dass ihr keinen Eintritt zahlen müsst. Einzige Ausnahme ist der integrierte National Orchid Garden, der mit SGD 5,- aber auch noch erschwinglich ist.

Der Botanische Garten ist sehr viel größer als man beim Betreten meint. Selbst nach 6 Stunden hat man nur einen Bruchteil dessen gesehen, was er bietet.

Wissenswert! Der Botanische Garten wurde 2016 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbegüter aufgenommen. Er war das erste, gelistete Weltkulturerbe der Stadt, dass man getrost in einem Satz mit Kulturstätten wie Angkor Wat oder Chichén Itzá nennen darf.

#2 Der Baumwipfelpfad

Baumkronenpfad in Singapur

Dem Regenwald kommt man auf dem Tree Top Walk, einem Teilstück des 11 km langen MacRitchie Trail sehr nah. Doch nicht nur die Flora ist sehenswert, sondern auch die Fauna. Mit Glück trifft man auf Makaken, Schmetterlinge, Warane oder Eulen. Das Zirpen der Grillen bleibt noch lange im Ohr und der Duft des Regenwaldes hat eine beruhigende Wirkung.

Festes Schuhwerk ist zu empfehlen, da es typischerweise immer mal zu kurzen Regenschauern kommen kann und die Metallkonstruktion dann rutschig wird. Das sollte aber niemanden von einem Spaziergang abhalten.

#3 Gardens by the Bay

Supertrees im Garden by the Bay

Die Supertrees sind weit über die Grenzen Südostasiens bekannt. Sie stehen in den Gardens by the Bay hinter dem berühmten Marina Bay Sands Hotel, das wie ein auf Stelzen stehendes Kreuzfahrtschiff aussieht.

Jeden Abend nach Einbruch der Dämmerung um 19.45 und 20.45 Uhr findet die Garden Rhapsody statt. Mit musikalischer Untermalung blinken und leuchten die Supertrees. Am besten sucht man sich 30-45 min vorher einen guten Standpunkt.

Eintritt kosten die Gärten nicht. Ausnahme: der OBCB Skywalk und die Gewächshäuser Flower Dome und Cloud Forest Dome. Um nicht in einer langen Schlange zu stehen, empfehle ich die Buchung von Eintrittskarten vorab.

#4 Am Ufer des Singapore River bummeln und Sir Raffles suchen

Sir Stamford Raffles landete am Singapore River an und stellte fest, dass dieser bedingt durch seine Tiefe ideal für die Schifffahrt sei. Es entstanden Lagerhäuser entlang des Clarke Quay, Boat Quay und Robertson Quay. Heute reihen sich hier Bars, Kneipen und Restaurants aneinander. Diese sind allerdings nicht gerade günstig.

Ein Besuch lohnt sich dennoch. Gerade wenn man Skulpturen mag. Davon stehen und „hängen“ nämlich einige am Ufer. Natürlich fehlt die Statue von Sir Raffles nicht und dennoch wird diese häufig übersehen.

#5 Die Bell of Happiness am Mount Faber läuten

Die Glocke des Glücks

Ursprünglich diente die große Glocke als nautisches Instrument des legendären Segelschulschiffes „Dar Pomorza“. 80 Jahre tat sie ihren Dienst, bis sie 1992 der Insel Sentosa/Singapur geschenkt wurde. Inzwischen steht sie auf dem Mount Faber.

Brautpaare kommen extra hierher, um gemeinsam die Bell of Happiness zu läuten, denn nur wenn man sie mindestens zu zweit läutet, bringt sie der Legende nach Glück, Harmonie und Frieden (und sicher auch den ersehnten Kindersegen).

#6 Die Lasershow an der Marina Bay

Lasershow an der Marina Bay beim gleichnamigen Luxushotel

Täglich um 20 und um 21.30 Uhr kann man die musikalisch untermalte Lasershow des Marina Bay Sands Hotels am Ufer beim Art Science Museum bewundern. Die beste Sicht hat man am Event Plaza, vor dem Esplanade Center und vom MBS-Hotel Skydeck aus. Letzteres ist allerdings nicht kostenfrei.

Man kann die Lichtershow an den Gardens by the Bay zeitlich wunderbar mit der Lasershow kombinieren. Dafür muss man nur einmal das Hotel durchqueren.

Freitags und samstags gibt es um 23 Uhr noch eine Zusatzshow namens „Spectra“.

#7 Ein Tempelbesuch

Hindutempel

Viele Religionen haben in Singapur ihre Heimat gefunden. Der Besuch der Tempel ist in der Regel kostenlos. Dennoch sollte man die Kleiderordnung und die Ruhe im Gebäude respektieren. Der bekannteste Tempel ist der Sri Mariamman – der älteste Hindutempel. Hunderte, bunte Figuren zieren den Eingang des Tempels, der fast etwas verloren zwischen allen Hochhäusern wirkt.

Sehr gerne wird auch der Buddha Tooth Relic Temple aufgesucht, welcher sich im Herzen von Chinatown befindet. Dieser Tempel ist sehr pompös. Angeblich liegt dort ein Zahn Buddhas drin, der verehrt wird.

Zwar kein Tempel, aber auch sehenswert ist die Sultan-Moschee, im arabischen Viertel Kampong Glam. Den Augenmerk sollte man unbedingt auf die Zwiebeltürme werfen, denn diese sind mit Glasböden von Flaschen verziert, die arme Muslime gespendet haben, um den Bau zu unterstützen.

#8 Ein Selfie mit dem Merlion

Singapurs Wahrzeichen, der wasserpeiende Merlion

Ich persönlich bin kein Freund von Selfies, weil ich das nicht kann. Aber man kann sich ja auch vom Partner ablichten lassen und mit dem Merlion im Hintergrund ist das fast schon ein Muss. Die Mischung aus Löwenkopf und Fisch ist das Wahrzeichen der Stadt und es gibt – außer der Figur an der Marina Bay – noch etliche Skulpturen des Fabelwesens in der Stadt. Die Geschichte des Merlion ist spannend. Nachzulesen hier.

#9 Den Springbrunnen des Reichtums aufsuchen

Der Springbrunnen des Reichtums

Der Springbrunnen des Reichtums hat es ins Guinness Buch der Rekorde als größter Springbrunnen weltweit geschafft. 1995 wurde er gebaut und ins Handelszentrum Suntec City, welches nach den Regeln des Feng Shui gestaltet ist, integriert. Für Chinesen gilt Wasser als Symbol des Wohlstands und Aufblühens.

Jeden Abend kann man dutzende Menschen dabei beobachten, wie sie in den innersten Kreis des Brunnens gehen und ihre Hände ins Wasser halten. Dabei denkt man an den sehnlichsten Wunsch. Tausende sind überzeugt davon, dass dieser sich erfüllt.

Zu bestimmten Zeiten wird der äußere Wasserlauf abgestellt, sodass man nicht pitschnass werden muss. Auch an diesem Brunnen gibt es abends eine Musik- und Lichtshow.

#10 Die Gärten am Changi Airport

Butterfly Garden am Changi Airport

Europäer reisen normalerweise mit dem Flugzeug nach Singapur. Manchmal nur als Zwischenstation auf dem Weg nach Australien, Neuseeland oder den Fidschi-Inseln. Es ist gar nicht schlimm, wenn der Weiterflug erst ein paar Stunden später erfolgt, denn Changi Airport ist selbst schon eine Reise wert.

Es gibt verschiedene Themengärten in den verschiedenen Terminals. Die Maschinen aus Europa kommen im Normalfall am T3 an. Dort befindet sich der Butterfly Garden. Hunderte von Schmetterlingen umflattern die Besucher. Außerdem gibt es den Kristallgarten dort.

Am T2 findet man den Sonnenblumen-, Orchideen- und verwunschen Garten. Am T1 wartet der Kaktus-, der Baumskulpturen-, der Wasserlilien- und der Piazza-Garten. T4 hat einen Garten mit Blüten aus Metall. Inzwischen gibt es auch noch den höchsten Indoor-Wasserfall der Welt am Airport.

Alle Terminals sind durch den Skytrain miteinander verbunden.

#Zusatz 1: Die Weihnachtsdeko in der Orchard Road

Wer im Dezember in Singapur ist, wird sich kaum an der Weihnachtsdekoration in der Orchard Road sattsehen können. Jedes Jahr gibt es ein anderes Motto und entsprechend wird dekoriert, was das Zeug hält. Die Läden versuchen sich gegenseitig mit Deko zu übertrumpfen. Teilweise sind die Figuren für Europäer extrem kitschig, aber so kitschig, dass es schon wieder gut ist. Das muss man unbedingt gesehen haben.

#Zusatz 2: Streetart suchen

Urban Art in einer Unterführung zeigt ein gekacheltes Löwenmotiv

Singapur ist bekannt als die Stadt der Verbote. Wildes Sprayen ist natürlich auch nicht erlaubt. Es gibt aber dennoch Graffitis und Urban Art. Wie zum Beispiel diese Fußgängerunterführung, die mit Symbolen der Stadt bemalt ist.

Bekannt sind auch Haji Lane und Arab Street. Berühmte Streetartisten haben hier ihre Spuren hinterlassen und die Gebäude mit bunten Motiven verziert.

Transparenzhinweis* Die Reise war selbst geplant und gebucht. Niemand hat mich beauftragt darüber einen Bericht zu verfassen. Ich wurde nicht dafür bezahlt. Ich habe keinen geldwerten Vorteil erhalten. Die Beurteilung ist allein auf meinem „Mist“ gewachsen und daher gebe ich auch nur meinen persönlichen, subjektiven Eindruck wieder.

Im Text habe ich euch ein paar Trips genannt, die man besser vorher bucht. Das geht meiner Ansicht nach am besten bei GetyourGuide. Klickt euch einfach mal durch die Angebote für Singapur.

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9 Gedanken zu „10 Tipps für Singapur, die nichts kosten

  1. Hallo Liane,

    wir waren im Frühjahr in Singapur und die Stadt hat uns sofort begeistert.

    Durch Chinatown haben wir eine Tour mit einem Local gemacht. Das war super interessant.

    Der Botanische Garten hat uns mit seiner Hitze und hohen Luftfeuchtigkeit echt fertig gemacht. 😉 Aber er ist trotzdem unbedingt einen Besuch wert!

    Hoffentlich war es nicht unser letzter Besuch in Singapur. 🙂

    Liebe Grüße
    Sandra

    1. Liebe Sandra.
      Ich kann weitere Besuche auf jeden Fall empfehlen. Bisher bekomme ich von Singapur noch nicht genug.
      Komischerweise macht mir das Klima in Singapur keine Probleme. Die Hitze und Luftfeuchtigkeit in Malta fand ich deutlich schlimmer.

      Liebe Grüße
      Liane

  2. Liebe Liane, da sind ganz schöne Tipps dabei – einige, die ich selbst gut kenne und andere, die ich noch nie gemacht habe… Wer weiss, vielleicht ergibt sich schon bald wieder einmal die Chance, Singapur und einige seiner grünen Flecken zu entdecken! Liebe Grüsse, Miuh

    1. Liebe Miuh,
      ich drücke dir die Daumen, dass du bald wieder nach Singapur kannst. Ich selbst hibbele auch schon. Ich würde gerne nächstes Jahr dorthin fliegen.

      Liebe Grüße
      Liane

Hau in die Tasten! Ich freue mich sehr über einen konstruktiven Text von dir.

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