Städtereisen sind im Frühjahr eine willkommene Abwechslung zum Arbeitsalltag. So geht es zumindest mir. Einmal im Jahr verreise ich mit meinen Freundinnen, entweder im Frühling oder im Herbst. Diesmal ging es Anfang Mai nach Sevilla. Wir feierten unser 10 jähriges Mädelsausflug-Jubiläum. Seit 2016 (mit Ausnahme 2021 wegen den Pandemiebeschränkungen) fahren oder fliegen wir in eine Stadt, um diese intensiv zu erkunden.
2016 waren wir ebenfalls in Spanien. Es ging damals nach Barcelona und die Erinnerung daran ist noch lebendig.

Willkommen bei Liane und Herr R.
Liane ist die Gründerin und Wortjongleurin des Reiseblogs DieReiseEule. Herr R. ist nicht nur mit mir verheiratet, sondern auch mein Co-Fotograf für ungewöhnliche Blickwinkel und Beta-Leser.
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Über Sevilla wusste ich vor unserer Abreise nur, dass es dort eine beeindruckende Kathedrale und einen Königspalast geben soll. Ich persönlich hoffte auf leckere Tapas und einen feurigen Flamencoabend. Unsere Erwartungen wurden in den meisten Punkten erfüllt, doch es gab auch »Reinfälle«. Doch dazu mehr im Text.
Sehenswürdigkeiten in Sevilla
Sevilla ist die Hauptstadt der Provinz Andalusien und mit 690.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt in Spanien. Es gibt zahlreiche Sehenswürdigkeiten, einige sind sogar kostenlos zu besichtigen.
Das Wahrzeichen Sevillas ist unbestritten die imposante Kathedrale mit dem Giralda. Um eine Besichtigung kommst du nicht umhin.
Kathedrale von Sevilla
Die »Catedral de Santa María de la Sede«, wie die Kathedrale offiziell heißt, ist die größte, gotische Kirche der Welt und gehört neben der St. Pauls Cathedral in London und Petersdom in Rom zu den drei größten Kirchen unserer Erde. Zuvor stand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine maurische Moschee. Als diese abgerissen wurde, ließ man nur den Turm (Giralda) und den Orangenhof (Patio de los Naranjos) übrig. Für das Mittelalter ungewöhnlich wurde Sevillas Kathedrale in nur rund 100 Jahren (1403-1507) erbaut und fertiggestellt.
Die Kirche ist nicht nur außen beeindruckend, sondern auch im Inneren. Besonders sehenswert ist das Grab von Christoph Kolumbus, dessen Sarg von 4 mannsgroßen Figuren (welche die 4 wichtigsten Provinzen Spaniens symbolisieren) auf den Schultern getragen wird.

Ein Aufstieg auf La Giralda lohnt sich. Keine Angst, du musst keine hunderte von Stufen steigen. Bis fast ganz oben läuft man auf einer Rampe. Früher wurden dort sogar Pferde hochgeführt. Am Schluss musst du noch 15 Stufen steigen. Vom Turm aus hast du einen 360° Blick über die ganze Stadt. Weil jeder auf den Turm möchte, gibt es dort eine eigene Ticketkontrolle, die sicherstellt, dass nur eine bestimmte Anzahl Besucher die Plattform erklimmt. Dennoch ist es voll dort und du brauchst Geduld, wenn du in alle Richtungen schauen willst.
Tipp: Kaufe die Eintrittskarten rechtzeitig von zu Hause aus (auf der offiziellen Webseite, sonst wird es deutlich teurer). Die Warteschlangen vor Ort sind lang. Vor allem stehst du dort zuerst am Ticketschalter in der Schlange, dann geht es zum Haupteingang und du stellst dich nochmal in die Warteschlange am Einlass an. Du buchst einen Zeitslot. Wenn du rechtzeitig da bist, geht der Einlass relativ zügig.
Plane für einen Besuch der Kathedrale mindestens 1,5 – 2 Stunden ein.
Real Alcázar
Der Königspalast (UNESCO-Weltkulturerbe) steht direkt neben der Kathedrale von Sevilla. Er wird bis heute vom spanischen Königspaar als Residenz genutzt, wenn diese in Sevilla sind. Der Real Alcázar ist im Mudéjar-Stil erbaut, einer Kombination aus maurischer und christlicher Architektur.
Nachdem du den Königspalast durch die Hauptpforte betreten hast, kannst du dir kostenlos einen Audioguide per QR-Code auf’s Handy laden. Dieser führt dich durch alle zugänglichen Räume. Lass dich nicht von den Bildern des Audioguides verwirren, denn diese zeigen teilweise Ansichten, die es nicht mehr gibt. Uns hat das anfangs konfus gemacht, da wir dachten, wir wären im falschen Raum.

Die Gärten des Alcázar sollen sehr beeindruckend sein, sind allerdings bei Starkregen und Gewitter geschlossen und werden dann meist auch zum Abend hin nicht mehr geöffnet. So ist es uns passiert. Das war wirklich Pech, denn darauf hatten wir uns sehr gefreut.
Tipp: Von April bis Oktober gibt es vergünstigte Abendtickets an der Abendkasse.
Übrigens wurden im Real Alcázar einige Szenen der Serie Game of Thrones gedreht.
Plane für den Besuch des Königspalastes 2-4 Stunden ein. Es gibt viel zu schauen. Die Mosaiken/Azulejos (blicke in Richtung Decke) sind der helle Wahnsinn! Man kann sich nicht sattsehen.
Las Setas (Metropol Parasol)
Auf der Plaza de la Encarnación stand bis 1973 eine Markthalle. Sie wurde abgerissen und man wollte den Platz umgestalten. Nach einigen Fehlern (sterile Bürogebäude), entschied man sich einen Architekturwettbewerb auszurufen, den der deutschte Architekt Jürgen Mayer mit seinem Entwurf Metropol Parasol gewann. Zwischen 2004 bis April 2011 entstand das neue Wahrzeichen Sevillas, das sich in die Umgebung kontrovers einfügt. Entweder findet man die Konstruktion, die schnell von der Bevölkerung den Namen Las Setas (die Pilze) erhielt, genial oder katastrophal. Ich finde die Konstruktion aus Holz, Beton und Stahl inspirierend.
Die Pilze haben eine Länge von 150 Metern, eine Breite von 70 Metern und eine Höhe von 26 Metern und sie gelten als »das größtes Holzbauwerk der Welt«.

Die Plattform unter den Pilzen ist frei zugänglich und spendet bei Hitze angenehmen Schatten. Es ist möglich, den Walkway auf den Las Setas zu laufen und dabei einen weitschweifenden Blick über Sevilla zu riskieren. Besonders schön ist dieser Laufsteg zur Blauen Stunde und bei einsetzender Dunkelheit. Denn dann erlebst du ein Farbfeuerwerk! Die Kathedrale im Hintergrund ist gelb angestrahlt, die Holzwaben wechseln von rot über blau zu grün.



Ohne die Lichtshow wäre uns der Eintrittspreis zu hoch gewesen, aber der abendliche Besuch war eine Sternstunde in Sevilla. Ja, es war sehr voll und wir brauchten Geduld, um tolle Bilder zu schießen, aber wenn du einmal auf dem Laufsteg bist, hast du kein Zeitlimit. Lass dir gerne Zeit und genieße den Besuch.
Tickets kannst du problemlos vor Ort kaufen. Wir haben uns mittags Tickets für abends 21.30 Uhr gekauft.
5 Etagen hat das Metropol Parasol. Im Untergeschoss ist das historische Museum und ein Antiquarium mit Funden aus der Römerzeit untergebracht.
Expo ’92 Gelände
Zeitalter der Entdeckungen – das war das Thema der Expo ’92. Im Nordwesten Sevillas, genauer gesagt auf der Insel La Cartuja, fand 1992 die Weltausstellung statt. Wie bei allen Weltausstellungen üblich, wurden dafür zahlreiche Länderpavillions und Gebäude gebaut. Heute stehen viele davon leer und sind dem Verfall preisgegeben. In den größeren Gebäuden haben sich technologische Unternehmen angesiedelt. Einige der ehemaligen Attraktionen kann man noch bestaunen, wie z.B. die Ariane-4-Rakete oder der ungarische Pavillon, der bis heute ein Museum ist.
Das Gelände ist frei zugänglich, nur für den Besuch des Freizeitgeländes Isla Mágica ist Eintritt zu entrichten.


Museum der Schönen Künste
Das Museo Bellas Artes de Sevilla ist das zweitwichtigste Kunstmuseum Spaniens. Gezeigt werden andalusische Meisterwerke des Barocks, darunter berühmte Namen wie Bartolomé Esteban Murillo und Francisco de Zurbarán. Außerdem gibt es Sammlungen aus der Zeit der Renaissance und des Mittelalters.
Gemäldeliebhaber werden ihre wahre Freude an den Exponaten haben.

Alfalfa Viertel
Das Ausgehviertel Barrio Alfalfa in der Altstadt ist bekannt für seine engen, verwinkelten Gassen, die maurisch-andalusische Architektur sowie die zahlreichen Tapas-Bars, Restaurants und Cafés. Auf der Plaza de la Alfalfa treffen sich die Einheimischen nach Büroschluss, um ein Glas Wein oder einen Aperitiv zu sich zu nehmen.
Sehenswert ist auch die Casa de Pilatos, ein prachtvoller Adelspalast aus dem 16. Jahrhundert, der maurische, gotische und Renaissance-Elemente vereint. Gegenüber des Palastes steht die Statue des berühmten Malers Zurbarán.

Torre del Oro
Der 36 m hohe »Goldturm« (Torre del Oro) steht am Ufer des Flusses Guadalquivir. Der Bau des achteckigen Turms wurde 1220 vom Gouverneurs Abū l-ʿUlāʾ in Auftrag gegeben. Im Mittelalter diente Torre del Oro als Gefängnis, ab dem 16. Jahrhundert dann als Lagerstätte für Edelmetalle.
Im Torre del Oro ist ein Schifffahrtsmuseum. Die oberste Etage dient als Panoramaterrasse.

Plaza del Cabildo
Wenn du aus der Kathedrale kommst, laufe zweimal rechts um die Kathedrale herum. Du befindest dich nun auf der Rückseite in der Av. de la Constitución. Nach wenigen Metern (du läufst in Richtung Plaza Nuevo) wirst du linkerhand eine enge Passage entdecken, die nur tagsüber (10 – 20 Uhr) geöffnet ist. Gehe durch den Durchgang und du wirst kaum glauben, was du nun für ein Gebäudejuwel siehst. Du stehst auf dem Plaza del Cabildo, wo sich ein halbrundes Wohn- und Geschäftshaus versteckt. Die Torbögen und wunderschönen Fresken verleihen dem Platz ein romantisches Flair.

Torre Sevilla und CaixaForum
Bist du auf der Suche nach einem perfekten Aussichtspunkt, von dem du die gesamte Stadt Sevilla und das Umland überblicken kannst? Dann fahre zum Torre Sevilla auf der linken Seite des Guadalquivir. Der Turm ist mit 160 m Höhe das höchste Gebäude Andalusiens und auf dem obersten Stockwerk befindet sich eine Panoramaterrasse. Der Entwurf des Torre Sevilla stammt vom Stararchitekten César Pelli. Das Gelände um den Turm beherbergt Büros, ein Einkaufszentrum, das CaixaForum und das Luxushotel Eurostars Torre Sevilla.


Das CaixaForum Sevilla wurde vom sevillanischen Architekten Guillermo Vázquez Consuegra entworfen. Eingeweiht wurde das futuristische Gebäude 2017. Es solle einen Verbindungsraum zwischen Sevillas Zentrum, der Expo-Insel La Cartuja und dem Viertel Triana bilden. Im CaixaForum finden wechselnde Ausstellungen statt.

Santa Cruz Viertel
Das Barrio de Santa Cruz ist das ehemalige Judenviertel Sevillas. Es zeichnet sich durch verwinkelte, enge Gassen aus. In Santa Cruz befinden sich die Kathedrale und das Reál Alcaraz. In heutiger Zeit ist Santa Cruz das absolute Touristenviertel mit jeder Menge Geschäften, Souvenirländen und Bars.
Wusstest du, dass in Sevilla einst die größte, jüdische Gemeinde Spaniens beheimatet war? Durch die Verfolgung dieser religiösen Gruppe galt Santa Cruz ab 1492 als judenfrei.



Maria Luisa Park
Auf den Maria Luisa Park hatten wir uns so sehr gefreut. Im Reiseführer war ein Foto von gefliesten Bänken entlang eines alten Gebäudes, die zum Verweilen einladen. Doch für uns endete der Ausflug in einem Desaster. Nicht nur, weil es regnete, sondern wir kamen gar nicht in den Park hinein. Alle Tore geschlossen und das offene Tor endet an einem bröckeligen Gebäude.
Entweder haben wir einfach nicht den richtigen Eingang erwischt oder es lag an etwas anderem, aber für uns war es enttäuschend.
Falls du wissen willst, wie es im Maria Luisa Park und rund um den Plaza de España aussieht, schau mal bei immerreisen vorbei.
Triana Viertel
Das Trianaviertel gilt als hip und lebendig. Leider waren wir wohl an der falschen Stelle, denn wir fanden es langweilig und etwas heruntergekommen. Eng bebaut steht ein Wohnkomplex am anderen. Allerdings haben wir dann noch den kleinen Parque de los Príncipes gefunden, der wirklich hübsch und eine Oase der Ruhe ist. Neben alten Bäumen stehen dort wundervolle, violett blühende Jacarandabäume. Ein Traum.


Flamenco
Flamenco ist weit mehr als nur Musik und Tanz – er gilt als Ausdruck von Leidenschaft, Geschichte und kultureller Identität. Sevilla wird oft als Herz des Flamencos bezeichnet. In den Gassen der Altstadt, im Viertel Santa Cruz, kannst du täglich Flamencoshows in Bars oder in Kulturzentren ansehen.
Typisch für den Flamenco sind gefühlvoller Gesang, rhythmisches Gitarrenspiel und ausdrucksstarke Tanzbewegungen. Dabei spiegeln die Aufführungen oft starke Emotionen wie Freude, Schmerz oder Sehnsucht wider. Für die Menschen in Sevilla ist Flamenco nicht nur Unterhaltung, sondern ein wichtiger Teil ihres kulturellen Erbes und ihres täglichen Lebens.
Casa de la memoria
Wir sahen im Kulturzentrum Casa de la memoria, nur wenige Meter von den Las Setas entfernt, eine einstündige Flamencoshow. Mehrmals am Tag tanzen und singen die Darsteller mit purer Leidenschaft auf der Bühne.
Tickets gibt es für Kinder und Studenten ermäßigt. Regulärer Preis ist € 24 pro Person.

Essen und Trinken in Sevilla
Das Essen in Sevilla steht für Genuss, Geselligkeit und mediterrane Lebensfreude, sagt man. Typisch für die Stadt sind vor allem Tapas, die in vielen Bars und Restaurants serviert werden. Beliebte Spezialitäten sind Jamón Ibérico, Gazpacho oder frittierter Fisch. Dazu trinken viele Menschen gerne spanischen Wein, ein kühles Bier oder die berühmte Sangria.
Natürlich gibt es in Sevilla zusätzlich Restaurant mit internationaler Küche. Besonders viele Restaurants findet man im Santa Cruz Viertel und rund um die Las Setas.


Chinarestaurant Ming
Draußen speisen mit Sicht auf Metropol Parasol kann man im Chinarestaurant Ming. Eigentlich wollten wir an diesem Abend Tapas essen, aber zum Glück haben wir uns umentschieden. Das Essen war sehr lecker. Die Portionsgrößen genau richtig. Die Bedienungen waren sehr freundlich.
Es war so perfekt, dass ich nicht mal auf die Idee kam, zu fotografieren.
Und die Toilette war ein Traum. Das sauberste Klo, das wir in Sevilla gefunden haben und dann auch noch hübsch gefliest.
Bodega Gongora
Die Bodega Gongora ist laut Reiseführer eine der ältesten Tapasbars in Sevilla. Und Tapas wollten wir unbedingt genießen. Dazu ein kühles Bier.
Mein Essen war gut. Ich hatte Kartoffelwürfel und frittierten Käse. Das Essen meiner Freundinnen entsprach leider nicht unserem Geschmack. Das Sirloinfleisch war extrem salzig und fettig.


Pizzeria La Urbana
Nur 200 m von unserer Unterkunft entfernt entdeckten wir die Pizzeria La Urbana (C. Prta de Carmona, 4, Casco Antiguo). Dort kann man Pizzastücke bekommen, die bereits belegt sind und schnell warm gemacht werden oder du suchst dir eine Pizza von der Speisekarte aus. Es gibt einige Sitzplätze draußen und drinnen. Wir haben die Pizza mitgenommen und auf unserer Dachterrasse genossen.
Die Pizza war super lecker, saftig und trotzdem kross. Der Preis war absolut angemessen. Überwiegend waren dort Einheimische zum Essen. Das ist für mich immer ein gutes Zeichen.
Shopping in Sevilla
Sevilla bietet viele Möglichkeiten zum Einkaufen und verbindet moderne Geschäfte mit traditionellen andalusischen Läden. Besonders typisch sind Läden für handgemachte Fächer und Flamenco-Kleidung. Viele Besucher kaufen als Souvenir Olivenöl, spanische Gewürze oder den berühmten Jamón Ibérico. Märkte und kleine Familiengeschäfte zeigen die kulturelle Vielfalt der Stadt.


Öffentlicher Nahverkehr in Sevilla
Tussam heißt die für den öffentlichen Verkehr zuständige Firma in Sevilla. Hauptverkehrsmittel ist der Bus mit 50 Linien. Außerdem gibt es eine Straßenbahnlinie (MetroCentro), die vom zentralen Plaza Nuevo bis San Bernardo fährt. Die U-Bahn (Metro) ist für Touristen eher uninteressant.
Egal mit welchem Fahrzeug du fährst, die Preise sind gleich. Ein Einzelticket kostet € 1,40. Beachte, dass Umstiege nicht möglich sind.
Für Touristen gibt es 1- und 3-Tage-Karten im Tabaccoladen zu kaufen. Doch nicht jeder Tabacco hat diese Karten im Angebot. Frag dich durch. Der 3-Tage-Pass (der leider nicht 72 Stunden gültig ist, sondern nur am Entwertungs- und den beiden folgenden Tagen) kostet € 10 + € 2 Pfand. Die Rückgabe ist allerdings nur an 3 Rückgabestellen in Sevilla möglich, sodass die meisten die Karte wohl behalten. Dafür darfst du mit der Touristenkarte Bus, Tram und Metro nutzen und so oft fahren, wie du magst. Du musst sie nur bei jedem Einstieg am Automat scannen.
Leider gibt es keinen wirklich guten Netzfahrplan in Sevilla. Ob und wann der Bus kommt, ist teils ein Glücksspiel. Solange du keinen Termindruck hast, ist alles gut. Aber wenn du den Flieger erreichen musst, dann plane genug Zeit ein (googlemaps war uns eine Hilfe) oder nimm ein Taxi/Uber.
Flughafenbus
Vom Flughafen aus gibt es keine Linie des öffentlichen Nahverkehrs in die Stadt. Dafür gibt es einen extra Flughafenbus. Die Fahrt dauert ca 30-60 min in die Altstadt und kostet € 6. Hin- und Rückfahrt gibt es für € 8 Euro, aber nur, wenn du spätestens am nächsten Tag die Rückfahrt antrittst. Das wird wohl kaum der Fall sein, wenn du auf Städtetour bist.
Bezahlen kannst du direkt im Bus mit deiner Kreditkarte oder am Kartenhäuschen im Abfahrtsbereich des Flughafens.
Hop on Hop off Bus
In Sevilla gibt es zwei Anbieter für die beliebten Hop on/Hop off Touren. Die roten Busse von Citysightseeing Sevilla und die grünen Busse von Sevirama. Bei letzterem sind zwei Routen inkludiert: eine Tages- und eine Nachtroute.
Sollte es nach Regen aussehen, nimm auf jeden Fall die grünen Busse, denn die sind überdacht. Wir haben gesehen, wie sich im Regen in den roten Bussen die Menschen in der unteren Etage zusammengequetscht haben.
Preise: Das 24-Stunden-Ticket von Citysightseeing Sevilla (roter Bus) kostet € 26, das 2-Tage-Ticket (z.B. Sa + So) von Sevirama (grüner Bus) kostet € 25.
Anreise
Unterkunft
In Sevilla findest du vom Luxushotel über Boutiquehotels bis zu Pensionen Unterkünfte. Es kommt darauf an, wie teuer es sein darf und wie zentral deine Unterkunft liegen soll. Wir haben uns für eine Ferienwohnung im lebendigen Alfalfaviertel entschieden und waren zufrieden mit unserer Auswahl. Die Altstadt war fußläufig in 15 min erreichbar.
Apartement Puerta San Esteban
Unser Apartement war eine von 5 buchbaren Wohnungen. Sie bestand aus einem Wohn-Esszimmer mit offener Küche, einem Duschbad und einem extra Schlafraum mit Doppelbett. Da die Wohnung im Hinterhaus an einer Sackgasse lag, war es dort herrlich ruhig. Die Dachterrasse war für alle Apartements zugänglich.
Die Haustür konnte mittels eines Zahlencodes geöffnet werden.
Zur Müllentsorgung musste man auf die Hauptstrasse laufen, wo öffentliche Container standen. Die wenigsten Häuser haben eigene Mülltonnen.
In direkter Umgebung gab es einige Restaurants (auch für Frühstück), Bars/Tavernen, Bäcker, kleine Supermärkte und niedliche Boutiquen. Zur Casa Pilatos waren es nur 100 m.

Puerta San Esteban, Old Town, Calle San Esteban, 12, Casco Antiguo, 41003 Sevilla, Spanien
Auf meinem Blog findest du noch jede Menge schöne Städtereisen, z.B. nach Tallinn, Stockholm, Neapel uvm.
Spartipps für Sevilla findest du bei Travelbuddyanna.

Sevilla kompakt – Fragen und Antworten (FAQ)
Ist Sevilla eine schöne Stadt?
Sevilla hat eine sehenswerte Altstadt mit wundervoller, historischer Architektur.
Wie viele Tage sollte man in Sevilla bleiben?
Vier Tage/drei Nächte solltest du für Sevilla auf jeden Fall einplanen. Falls du länger bleibst, lohnen sich Ausflüge in die nähere Umgebung.
Kann ich alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen?
Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sind fußläufig erreichbar. Nur das Expogelände liegt etwas außerhalb.
Welche Sehenswürdigkeiten muss ich in Sevilla gesehen haben?
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale von Sevilla, der Königspalast Reál Alcazar, die Stadtviertel Santa Cruz und Alfalfa, das ehemalige Expogelände und die verschiedenen Parks.
Kann ich in Sevilla mit Euro bezahlen?
In Sevilla wird mit Euro bezahlt. Fast überall kannst du mit Giro- oder Kreditkarte bezahlen.
Für was ist Sevilla bekannt?
Sevilla ist die Hochburg des Flamenco. Überall in der Stadt finden abends Vorführungen statt. Außerdem ist Sevilla bekannt für Tapas und leckeren Wein.

