Quergelesen

Die günstigeste Art zu Reisen ist in die Welt der Buchstaben einzutauchen 

Die Welt fängt bei dir zu Hause an

Sprache ist Magie, eingefangen in poetischen Worten, 
gedruckt auf dem Holz des Waldes, durch lesen zum Leben erweckt
 

Auf dieser Seite stelle ich euch ab und zu Bücher vor, die mich persönlich ansprechen oder begeistern. Das hat nicht nur mit dem Thema Reisen zu tun. Für die Linkinhalte übernehme ich keine Verantwortung.

Bücher:

Auf Grund von neuen Bestimmungen zeige ich nun leider kein Foto mehr vom Cover
der Bücher (sofern mir das Buch nicht vom Autor selbst überlassen wurde)

Der große Trip

Cheryl Strayed schreibt über ihren langen Weg zu sich selbst. Sie lebt in den USA, hat ein ausschweifendes Leben mit ihrem Freund und verliert sich dabei selbst. Bis sie an den Punkt kommt, wo sie eine Entscheidung treffen muss. Raus aus dem Trott, raus aus dem normalen Leben. Sie stellt sich die Frage, was sie selbst will und ob sie ihr Leben noch selbst in der Hand hat.

Nur mit einer Portion Unwissenheit, Mut und Frust im viel zu schweren Gepäck startet sie eine Rucksacktour auf dem Pacific Crest Trail. Hunger, Sonne, Schnee, Muskelkater….sie nimmt alles mit und gibt doch nicht auf.

Eine Geschichte einer starken Frau. Mich hat die Geschichte sehr gefesselt. Empfehlenswert nicht nur für Backpacker und Spinner, sondern eine Inspiration für jeden, der am Rand einer wichtigen Lebensentscheidung steht.

 

Erebos

Ursula Poznanski hat hier ein spannendes Buch geschrieben, dass Jugendliche genau so begeistert wie Erwachsene. Erebos ist ein Computerspiel, aber kein normales. Es weiß mehr über die Mitspieler, als denen lieb ist. Es beobachtet sie.

Nur unter der Hand und unter starken Schweigeauflagen wird es weiter gegeben. Man darf es nur alleine spielen und man hat nur eine Chance. Sollte gegen die Regeln verstoßen werden – sei dir sicher das Spiel weiß alles! – fliegt man raus und kann es nie mehr starten. Die, die mit ihm in Berührung kamen, verändern sich, schwänzen die Schule… ein Spiel, dass süchtig macht. Doch darf es auch einen Mord befehlen? Muss man den ausführen? Wie weit ist Nick bereit zu gehen? Interaktiv schickt es die Protagonisten quer durch die Stadt.

Mein Fazit: ein Thriller der besonderen Art. Gebannt habe ich die Zeilen verschlungen. Dabei meint man, das Ende voraussehen zu können, aber es nimmt eine Wendung, die nicht vorhersehbar war. Ein Buch, was insbesondere männliche Jugendliche in meinem Umkreis begeistert hat, die sonst außer dem Kicker kein Druckwerk in die Hand nehmen.

 

Bücher aus der Aktion: Ein Buch wandert um die Welt – Mitnehmen, lesen, weitergeben!

FRA_7479Rosen-Opas Paradies

Anja Gumprecht hat ein Kinderbüchlein zum Thema Tod verfasst. Opa liebte seinen Rosengarten und nun ist Opa gestorben, aber der Rosengarten lebt weiter. Melanie Meister hat das ganze liebevoll illustriert.

Mein Fazit: Ein schönes Bilderbuch, dass sich einfühlsam einem schwerem Thema widmet.

Vielen Dank an Melanie Meister (die Illustratorin), die mir das Büchlein überlassen hat, damit es durch die Welt wandert.

 

FRA_7481Konstantin vom Land – 4 Bände

Melanie Meister hat mir diese Bilderbücher geschrieben und illustriert. Konstantin findet nach und nach Freunde und erlebt allerlei Geschichten. Dabei geht es auch immer um Ernährung. Deshalb findet man in jedem Band auch ein Rezept.

Mein Fazit: Wunderschöne Geschichten über Freundschaften.

Vielen Dank an die Autorin Melanie Meister, dass ich diese Büchlein wandern lassen durfte.

 

 

Todsünde

Autor: Tess Gerritsen

Eine Nonne wird hinter den Klostermauern ermordet, eine zweite so schwer verletzt, dass sie nicht Rede und Antwort stehen kann. Wer ist der Täter? Jane Rizzoli übernimmt den Fall und zieht die Pathologin Maura Isles zu Rate. Diese stellt fest, dass die Nonne vor kurzem entbunden haben muss. Doch wo ist das Baby? Und von wem war sie schwanger?

Kurze Zeit später wird eine verstümmelte Frauenleiche in einer Schenke gefunden. Auf den ersten Blick gibt es keinen Zusammenhang dieser beiden Mordfälle, doch dann kommen die beiden Ermittlerinnen mit Hilfe von FBI-Agent Gabriel Dean auf eine neue Spur.

Und dann funkt auch noch der Ex-Mann von Rizzoli dazwischen…

Mein Fazit: Ein spannendes Buch. Anfangs war es teilweise verworren und nicht gleich nachvollziehbar, wie die Morde zusammen hängen, aber am Schluss klärt sich alles auf. Auch wenn andere Leser das Buch, welches wohl zu einer Trilogie gehört, als weniger gut bezeichnen, fand ich es gut. Vielleicht auch, weil ich die anderen Bände nicht kenne?!

Einen besonderen Dank an Caro von lebenalacarte, die mir dieses Buch mit auf die Reise gegeben hat.

 

Die Chroniken von Siala 1 und 3 – Schattenwanderer + Schattentänzer

Autor: Alexey Pehov

Garrett ist ein Meisterdieb. Er agiert in der Dunkelheit in den Straßen von Siala. Von höchster Stelle wird er auserkoren, sich auf die Suche nach dem magischen Horn machen, dass die Welt vor dem Bösen retten soll. Doch auch „der Unbekannte“ ist hinter dem Artefakt her.

Pehov versucht im Stile Tolkiens eine eigene Welt zu erschaffen. Oger, Gnome, Zwerge und andere Fabelwesen spielen dabei eine große Rolle. Es wird an allen Fronten gekämpft. Ein steiniger Weg. Viele Wesen müssen ihr Leben lassen, auf beiden Seiten.

Im Band 3 gelingt es Garrett, das Horn zu bergen. Es kommt zum finalen Kampf zweier Welten, die nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander existieren können.

Mein Fazit: Die Grundgeschichte ist nett, aber dazu hätte man sicher keine drei Bände schreiben müssen. Es zieht sich und mir persönlich wird leider viel zu viel gemordet. Auch die penetrante Erschaffung einer eigenen Welt mit eigenen Sprüchen (Was zum Dunkel…), die nicht neu, nur abgekupfert und verdreht sind, nervte mich zunehmend.

Für mich hatte es den Anschein, als wolle Pehov ein neuer Tolkien werden, aber davon ist er m.E. meilenweit entfernt. Obwohl ich Band 2 nicht gelesen hatte, fehlte mir keinerlei Information, um nahtlos im Band 3 weiterlesen zu können.

Einen besonderen Dank an Urs von philippinen-blog, der mir diese beiden Bücher mit auf die Reise gegeben hat.

 

 Wenn die Mäuse Katzen jagen

Autor: James Patterson

Gary Soneji strebt die Unsterblichkeit in Verbrecherkreisen an, indem er durch raffinierte Schachzüge alle bisherigen Jahrhundertverbrecher in den Schatten stellen will. Doch der Serienkiller Mr. Smith läuft ihm den Rang ab. Scheinbar ohne Sinn und Verstand meuchelt er ein Opfer nach dem anderen nieder. Während andere Serienverbrecher ein erkennbares Muster verfolgen, ist Mr. Smith nicht greifbar.

Beiden skurpellosen Mördern ist nur eins gleich: sie haben sich Dr. Alex Cross, Polizeipsychologe als einzigen, adäquaten Gegner ausgesucht. Er und seine Familie werden angegriffen und sollen vernichtet werden. Ein Wettlauf mit der Zeit und der Intelligenz.

Mein Fazit: Obwohl James Patterson ein sehr bekannter Autor ist, habe ich bisher noch keines seiner Werke gelesen gehabt. Natürlich wusste ich, dass es sich dabei um einen Thriller handelt. Das dieser aber so blutrünstig sein würde, ahnte ich nicht. Einerseits empfand ich tiefste Abneigung, andererseits war ich fasziniert von der Bösartigkeit. Nichts für zarte Gemüter.

Einen besonderen Dank an Daniela von Sinne und Reisen, die mir dieses Buch mit auf die Reise gegeben hat.

 

Die verborgene Sprache der Blumen

Autor: Vanessa Diffenbaugh

Victoria ist Waise. Sie wird von Familie zu Familie rumgeschupst und igelt sich ein. Niemand darf eine Blick in ihr Inneres haben. Das Leben hat sie hart gemacht. Ohne Schulabschluss und Ausbildung lebt sie vorübergehend auf der Straße, bis sich ihr eine Chance in einem Blumenladen bietet. Die Kunden mögen ihre Sträuße, ohne zu wissen, was dahinter steckt.

Ihre Blumenbotschaften kommen an, aber keiner versteht sie wirklich. Bis eines Tages der unsympathische Blumenhändler im Großmarkt antwortet – in ihrer Sprache, der Sprache der Blumen. Zuerst glaubt sie an Zufall, doch die Beharrlichkeit des jungen Burschen berührt ihre Seele. Die Fassade beginnt zu bröckeln.

Wer allerdings denkt, nun käme eine vorhersehbare Liebesgeschichte, irrt. Kaum läuft es rund, kommt der nächste Bruch.

Mein Fazit: Vanessa Diffenbaugh hat ein Werk geschaffen, dass zwischen Poesie und grausamer Wahrheit hin- und herschwenkt. Victoria ist eine starke, aber sehr sensible Persönlichkeit. Der Verlauf der Geschichte scheint vorhersehbar, aber man wird immer wieder überrascht.

Besonders schön sind auch die in den Umschlägen gezeichneten und beschriebenen Blumen mit ihren Bedeutungen. Wer das Buch gelesen hat, wird Blumensträuße mit ganz anderen Augen betrachten.

Einen besonderen Dank an Sabine von wortgeflumselkritzelkram, die mir dieses Buch mit auf die Reise gegeben hat.

 

© DieReiseEule, 4/2016 erweitert 6/2016 + 12/2016 + 1/2017