Singapur und Reykjavik – 2 wunderbare Stopover Destinationen

Stopover statt Stress

Je weiter der Flug um die Welt geht, desto eher lohnt sich ein Zwischenstop. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Als ich 2015 nach Australien reiste, stieg ich auf dem Hinflug nur in Singapur um. Ich kam total gerädert mitten in der Nacht in Sydney an. Der Jetlag hatte mich die nächsten 3 Tage fest im Griff. Nachts konnte ich nicht schlafen und tagsüber war ich todmüde. Die Tage liefen an mir vorbei. Vielleicht ist das der Grund, warum ich mit Sydney einfach nicht warm werden konnte.

Auf dem Rückflug hatte ich dann einen Stopover in Singapur. Zwei Nächte in der unvergleichlichen Metropole rund um die Marina Bay, bevor es zurück nach Deutschland ging. Dort kam ich zwar müde, aber entspannt an und ich konnte mich sofort wieder auf die MEZ einstellen.

Nur ein Jahr später flog ich nach Neuseeland und ich hatte daraus gelernt, einen Zwischenstop einzulegen und siehe da, kein Jetlag und jede Menge Spaß und Entdeckungslust.

Entdecke Singapur zu Fuß

Singapur ist die klassische Stopover-Metropole. Da im Stadtstaat die meisten Sehenswürdigkeiten zentral rund um die Marina Bay zu finden sind, kann man bereits innerhalb von 24 Stunden ganz viel sehen. Da die Stadt aber so spannend ist, empfehle ich noch ein bis 3 Tage dranzuhängen.

Wer mit Singapore Airlines fliegt, kann viele Vergünstigungen in Anspruch nehmen. Zum Beispiel gibt es günstige Partnerhotels in allen Preiskategorien. Der Transport dorthin mit dem Shuttlebus ist inkludiert. Bei Vorlage der Bordkarte gibt es Vergünstigungen bei vielen Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel dem Sentosa Freizeitpark oder dem Singapore Flyer. Die aktuellen Informationen findet man auf der Homepage von Singapore Airlines.

Skyline Singapur

Sehenswürdigkeiten in 24 bzw. 48 Stunden

Nun aber zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die man zu Fuß ablaufen kann, wenn man mag. Alternativ nimmt man die MRT, welche günstig und zuverlässig ist.

Was „muss“ man gesehen haben?

  • Singapore Flyer – das berühmte Riesenrad. Leider steht es laut meiner Info momentan wegen Reparaturarbeiten still (Stand 02/2020)
  • Gardens by the Bay – mit oder ohne den Flower Dome und den Cloud Forest – besonders beeindruckend sind die künstlichen Supertrees nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Lightshow mit Musikuntermalung beginnt. Diese gibt es täglich zweimal.
  • Marina Bay Sands Hotel mit Skypark – Das Luxushotel an der Marina Bay in Form eines Kreuzfahrtschiffes auf Stelzen ist unübersehbar. Der Eintritt zum Skypark ist nicht günstig, wird aber mit den Getränken verrechnet. Der Ausblick ist grandios.
  • Helixbridge, Marina Bay Mall und Art Science Museum – liegt alles direkt beeinander. Das Museum hat wechselnde Sonderausstellungen. Wer die Zeit für einen Besuch nicht hat – es ist auch von außen ein beliebtes Fotomotiv
  • Jeden Abend gibt es die kostenlose Lasershow an der Marina Bay.
  • Dem Wahrzeichen der Stadt, dem Merlion muss man auch einen Besuch abstatten. Auch diese Figur steht an der Marina Bay und speit Wasser. Allerdings tummeln sich hier entsprechend viele Touristen, sodass es schwierig ist, ein perfektes Foto zu schiessen.
  • Verliebte Pärchen sollten unbedingt die Bell of Happiness auf dem Mount Faber läuten. Außerdem ist der Mount Faber Ausgangspunkt für alle Naturliebhaber. Ab hier wandert man mitten durch den Regenwald auf dem Southern Ridge Trail bis zu den Henderson Waves.
  • Mir persönlich hat ein Rundgang durch den Botanischen Garten sehr gut gefallen.
  • Wer gerne shoppt, läuft die Orchard Road hoch und runter und durch die Malls. Dort findet man auch das Hard Rock Cafe.

Über Singapur habe ich bereits sehr viel geschrieben. Von 10 kostenlosen Aktivitäten bis zum Changi Airport.

Durch Anklicken des Bildes kommt ihr auf die komplette Übersichtseite meiner Singapurartikel

Stopover in Island

Einen weiteren perfekten Stopover kann man einlegen, wenn man Richtung Kanada oder USA oder Grönland möchte. Dafür nutzen die Fluglinien die isländische Hauptstadt Reykjavik. Gelandet wird in Keflavik, etwa 50 km außerhalb.

Mit Bus, Taxi oder Mietwagen kommt man in die niedliche Innenstadt. Eine Skyline a la New York sucht man vergebens. Die Häuser erinnern eher an Pippi Langstrumpfs Villa Kunterbunt. Hervorstechend, weil auf einem Hügel stehend, ist die Hallgrimskirkja. Die ungewöhnliche Architektur begeistert die Fachwelt seit Jahrzehnten. Der Turm der Kirche kann bestiegen werden.

Reykjavik ist so klein und übersichtlich, dass man alle Highlights zu Fuß erreicht. Außer man mag noch zur Blauen Lagune. Dafür nutzt man den Bus oder einen Touranbieter.

Sehenswertes innerhalb eines Tages

  • Solfar – Die Skulptur eines Wikingerschiffes befindet sich am Fjord. Gleich daneben befindet sich die Konzerthalle Harpa und ein Feld mit Hunderten von Steinmännchen.
  • Wenn man schon dort ist, sollte man sich Fisch und Chips beim Icelandic Fish Wagon holen und genießen. Yummy.
  • Street Art Liebhaber werden sich für die bemalten Wände begeistern. Man findet sie überall.
  • Ein Erlebnis der speziellen Art ist der Besuch des Phallus Museums. Alle Exponate drehen sich tatsächlich um das erigierte Glied des Mannes.
  • Ein Bummel durch die kleinen Boutiquen macht in Reykjavik selbst Shoppingmuffeln wie mir Spaß.
Durch Anklicken des Bildes gelangt man zu meinem bisherigen Reykjavikartikel

Ein Stopover ist letztlich keine verlorene Zeit, sondern ein Mikroabenteuer. Es lohnt sich, vor allem auch, weil man in der Hauptdestination deutlich entspannter ankommt.

Dieser Beitrag nimmt an der Blogparade „Mein perfekter Stopover“ von awayandabroad teil. Dort erfahrt ihr von Reisebloggern, welche Städte sich für einen Stopover eignen.

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