[MeinMainz] Der Maskenbrunnen

Wer nennt ihn schon Maskenbrunnen?

Direkt am Zugang zur Gotthardkapelle des Doms, neben dem Schuhgeschäft, steht dieser ungewöhnliche Brunnen, der von den Mainzern liebevoll Heiliger Sankt Spuckes genannt wird.

Die Informationslage zum Brunnen ist ziemlich dürftig. Obwohl ich versuchte gründlich zu recherchieren. Fest steht, dass die Brunnenanlage 1975 anlässlich des tausendjährigen Jubiläums des Doms installiert wurde.

Ursprunglich befand sich das Original dieser Maskenkopie als Schlussstein am barocken Neutor. Im Sommer plantschen die Kinder gern unter dem Wasserstrahl. Ich mag den Brunnen, weil er nicht so sehr im Fokus steht. Auf dem Rand sitzend kann man gut verweilen und ein Eis schlecken.

Weihnachten

Zur Weihnachtszeit spuckt der Brunnen natürlich nicht, dann ist er überbaut mit einer manngroßen Krippe. Die meisten Besucher sind von dieser fasziniert, aber die wenigsten ahnen, dass diese Maske unter ihren Füßen ruht.

Winterruhe

Der Brunnen wird etwas von der Statue des Heiligen Bonifatius verdeckt. Also einfach mal genauer hinschauen und sich notfalls anspucken lassen.

Mainz hat etliche Brunnen. Ein Brunnenspaziergang ist im Sommer eine gute Idee. Schaut euch auch die Frauenlobbarke, den Fastnachtsbrunnen, den Fischtorbrunnen, Fraa Bohnebeitel oder den Drei-Mädchen-Brunnen an.

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© Liane und Herr R.
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