Erkunde die Welt mit der ReiseEule 2019

Die schönsten Fotos aus 2019

Das Warten hat sich gelohnt. Endlich ist sie wieder da, die sagenumwobene Foto-Blogparade auf Erkunde die Welt von Michael Mantke. Bisher gab es den Aufruf zur Blogparade halbjährlich, aber da die Teilnehmerzahl langsam ins unermessliche stieg, hat Michael auf einen jährlichen Rhythmus umgestellt, was ich total verstehen kann. Jeder der selbst schon einmal eine Blogparade veranstaltet hat weiß, wieviel Arbeit hinter den Kulissen geleistet wird.

Umso größer war die Vorfreude auf das Event und die Spannung, welche Überschriften es wohl diesmal geben würde. Michael gibt diesmal 6 Gegensätze vor. Diese sind:

=> Stadtbild oder Landschaft?
=> Tier oder Pflanze?
=> Berge oder Meer?
=> Fremdländisch oder einheimisch?
=> Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang?
=> Schwarz-Weiß oder bunt?

Darüber hinaus zeigt man natürlich sein schönstes Foto. Und da steckt auch der Teufel im Detail. Wie soll ich mich entscheiden? Was ist das schönste Foto in meinen Augen? Und ist es auch das schönste Bild in den Augen der Leser?

Dieses Jahr bin ich zum ersten Mal sehr unzufrieden mit meinen Bildern. Entweder sind meine Augen langsam schlechter oder ich bin kritischer geworden. 100% zufrieden bin ich mit keinem Bild. Dennoch zeige ich euch meine Auswahl und hoffe, dass ihr Gefallen daran findet.

Stadtbild oder Landschaft?

Gleich zu Beginn zeige ich euch ein Stadt-Foto meiner Wahlheimat Mainz. Ausgerechnet am Tag der diesjährigen Sommerlichter regnete es. Dabei wollte ich mich erneut in der Feuerwerksfotografie probieren. Doch mit Einbruch der Dunkelheit riss der Himmel immer mehr auf. Die Sonne schaffte sogar noch eine orangerote Färbung des Horizonts. Gepaart mit der einsetzenden Beleuchtung der Brücke und am Rheinufer freute ich mich über die friedliche Stimmung und das Stadtpanorama.

Mainz zur Blauen Stunde
Mainz am Abend

Tier oder Pflanze?

Als bekennende Blümchenliebhaberin müsste nun eigentlich ein Pflanzenbild erscheinen, doch diesmal habe ich mich für diesen schillernden Fasan in den Blumen einer Düne entschieden. Angetroffen habe ich ihn auf Amrum im Mai als ich mal für kurze Zeit allein unterwegs war. Ihm folgte seine unauffällige Gattin in geziemten Abstand.

Fasan
Fasan auf Amrum

Berge oder Meer?

Bei diesem Gegensatz fiel mir die Entscheidung am leichtesten, denn Bilder aus den Bergen habe ich dieses Jahr nicht wirklich gemacht. Dafür war ich mit zwei Freundinnen in Oslo. Am Strand der Museumsinsel rückte diese Möwe in meinen Fokus, als sie gerade ihr Mittagessen verspeiste.

Möwe mit Krabbe
Möwe in Oslo

Fremdländisch oder einheimisch?

Einheimisch? Fremdländisch? Na irgendwie beides. Diese niedlichen Präriehunde lichtete ich im Leipziger Zoo ab. Die kleinen Racker waren richtig hungrig, aber trotzdem sehr aufmerksam. Ein großartiges Trio infernale.

Präriehunde im Leipziger Zoo

Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang?

Mir geht es wie den meisten Mitstreitern dieser Challenge: „Der frühe Vogel kann mich mal!“ Obwohl ich wahrlich kein Langschläfer bin, mag ich auch nicht zur Unzeit – sprich vor 7 Uhr – aufstehen. Daher kam nur ein Sonnenuntergang in Frage und den durfte ich direkt am Neujahrstag in Porto ablichten. Der Himmel schien zu brennen und zu glühen.

Sonnenuntergang in Porto
Sonnenuntergang am Neujahrstag in Porto

Schwarz-weiß oder bunt?

Bunt! Keine Frage. Mehrfach war ich dieses Jahr unterwegs, um Streetart auf Zelluloid zu bannen. Von abstrakt bis gestaltlich. Der integrierte Treppenaufgang zum Busbahnhof Brückenkopf haben die internationalen Künstler beim Meeting of Styles perfekt in Szene gesetzt.

Graffitiwand
Graffiti unter dem Brückenkopf Mainz-Kastel

In dieser Kategorie muss ich eine Ausnahme machen und euch aus aktuellem Anlass ein weiteres Bild zeigen. Die „Mutter des Meeting of Styles“ in Kastel – Hildegunde Rech – verstarb kurz nachdem ihr Konterfei auf die Betonwände gesprayt wurde im Alter von 66 Jahren.

Hildegunde Rech, die Mutter des Meeting of Styles
Hildegunde Rech – Die Mutter des Meeting of Styles

Schönstes Bild 2019

Die Königskategorie. Mein schönstes Bild. Spätestens hier fällt die Wahl schwer. Bei meinen bisherigen Teilnahmen an der Blogparade habe ich euch durch die halbe Welt entführt und deshalb wollte ich unbedingt ein Heimatbild nehmen.

Das Votum entfiel auf den Mainzer Dom. Seit nunmehr 2 Wochen nehme ich an einem VHS-Kurs zur Bildbearbeitung teil und lerne mit GIMP und darktable umzugehen. Sicher ist das Bild noch nicht perfekt umgesetzt, aber ich wollte den Dom als Detail in den farbigen Fokus rücken. Leider ist es gar nicht so einfach, die kleinen, feinen Strukturen der Äste ordentlich freizustellen. Dennoch mag ich das Foto.

Der Mainzer Dom

Noch zwei Lieblingsbilder

Das Strandkorb-Foto war eines der ersten, die ich beim Kurs bearbeitet habe. Es entstand auf Amrum im Frühjahr. Ich finde es gelungen. Und ihr?

In die nordfriesische Insel habe ich mich tatsächlich verliebt. Wir hatten hier eine geile Zeit. Daher macht der herzverzierte Strandkorb im Vordergrund absolut Sinn. Auf Amrum durfte ich die leckersten Torten des Jahres essen. Meine 3 Lieblingscafés habe ich bereits hier beschrieben.

Roter Strandkorb auf schwarz-weißem Strand
I love my Strandkorb

Das rechte Rheinufer war bisher keine Augenweide. Müll, Gestrüpp, Hinterlassenschaften eines ehemaligen Natursteinbetriebs… Doch nun wurde und wird saniert und im Sommer wurde ein erster Abschnitt begrünt und zu einer lebenswerten Uferpromenade umgestaltet. Das Bild stand mit auf meiner Liste der Lieblingsbilder.

Die Theodor-Heuss-Brücke in Mainz von der rechten Rheinseite aus
Knapp vorbei – das zweitschönste Bild des Jahres

Normalerweise wäre der Beitrag hier zu Ende. Dann würde ich die Links zu meinen vergangenen Teilnahmen einfügen, euch einen schönen Tag wünschen und auf weitere Blogbeiträge zum Thema, die mir gut gefallen, verlinken. Doch es gibt noch ein paar Zugaben.

Tapsig

Ein weiteres Foto von Amrums Tierwelt. Scharen von Graugänsen kommen im Frühjahr auf die Insel, um ihren Nachwuchs aufzuziehen. In der Vogelkoje kommt man den putzigen Tierbabys ganz nah. Scheu sind weder Eltern noch Kinder. Allerdings sind die Schritte der Grünschnäbel noch unbeholfen und tapsig.

Gänsekücken auf Amrum

Traurig

Im Juni besuchten wir Leipzig. Im Zoo waren wir mit dem Arbeitskollegen von meinem Schatzl und dessen Frau verabredet. Ende Januar war der kleine Elefant Ben Luong geboren und von seiner Mutter verstoßen worden. Nur wenige Stunden am Tag durften Besucher das Tierkind bewundern. Wir hatten Glück ihn sehen zu dürfen. Leider musste er vor ein paar Tagen wegen eines vermutlich angeborenen Leberproblems eingeschläfert werden.

Der kleine Elefant Ben Luong

Sportlich

Jahrelang habe ich mich erfolgreich vor Radtouren gedrückt. Es war mir nicht nur zu anstrengend in die Pedale zu treten, sondern ich hatte immer Probleme mit den Sätteln. Alle unbequem. Teilweise drückten sie mir sogar die Blutzufuhr zu den Beinen ab.

Auf Amrum mieteten wir natürlich Räder. Wir waren mit der Eisenbahn angereist und daher nicht anders mobil. Da die Insel flach ist, machte das Radfahren sogar Spaß – solange es keine allzu langen Strecken waren.

Nach der Rückkehr entschloss ich mich, meinen alten Drahtesel zu verkaufen und auf ein E-Bike umzusteigen und das war die beste Entscheidung überhaupt. Seitdem bin ich bereits fast 800 km unfallfrei gefahren.

E-Bike

Außergewöhnlich

Rüsselsheim am Main ist den meisten wahrscheinlich nur durch das Opelwerk bekannt. Dabei mausert sich die kleine Industriestadt seit dem 2017 der Hessentag stattfand zu einer Perle am Main. Am Mainufer findet man den Kunstpfad, zu dem einige interessante Objekte wie ein Opel Manta aus Betonguss gehören. Perfekt hat sich der Leinreiter ins Ensemble integriert, obwohl dieses Denkmal schon viel länger steht und nicht im eigentlichen Sinne zum Kunstpfad gehört.

Beim MaiNfest dient der Parkplatz den Kirmes-Schaustellern als Fläche und so konnte der Leinreiter das Riesenrad in den Blick nehmen. Das Foto fand ich so genial, dass es nun das Deckblatt meines Rüsselsheim Kalenders ziert.

Der Rüsselsheimer Leinreiter schaut zum Riesenrad

Beleuchtet

Porto zur Blauen Stunde. Am Neujahrstag wollten wir gerne noch ein paar Sonnenuntergangsbilder über dem Douro schießen. Dazu wählten wir uns einen Platz im Jardim Municipal do Horto das Virtudes. Nachdem wir einige Fotos im Kasten hatten, drehten wir uns mal zur Stadt hin und entdeckten dieses beleuchtete Panorama.

Porto zur Blauen Stunde

Zugig

Gleis 9 3/4 ist weltberühmt durch einen britischen Zauberschüler geworden. Gleis 24 in Leipzig ist nicht ganz so namhaft, aber unter Eisenbahnfans ein Geheimtipp. Hier stehen dauerhaft mehrere alte Lokomotiven und Personenzüge aus vergangenen Zeiten. Also verkürzt euch die Wartezeit auf dem zugigen Bahnhof und schaut euch die Museumsstücke an.

Bahnhof Leipzig

Romantisch

Eines meiner Lieblingsfotos aus 2019 ist dieser begrünte und blühende Vogelkäfig. Er hing an einem Baum mitten in Norddorf und erfreute mich. Ein hübsches Upcycling.

Gartendeko auf Amrum

Jubiläum

Vor 70 Jahren wurde eine der größten Rettungskationen der Nachkriegszeit gestartet. Die US-Amerikaner bildeten mit ihren Maschinen eine Luftbrücke und versorgten die Berliner Bevölkerung mit Lebensmitteln, nachdem die Russen die Grenzen dicht gemacht hatten.

Jeder Deutsche hat in der Schule von den Care-Paketen gehört und noch heute wird der Begriff gerne verwendet.

1949 starteten die Flugzeuge mit den Nahrungsmitteln an Bord u.a. von der Airbase in Wiesbaden-Erbenheim. Dieses Jahr wurde die Szenerie nachgestellt. Viele alte Maschinen landeten auf der Airbase, die aktuell immer noch ein wichtiger Zwischenstop-Flughafen auf dem Weg in die Vereinigten Staaten ist und durften von der Bevölkerung bestaunt werden. Normalerweise ist die Airbase absolutes Sperrgebiet, aber dafür wurden die Pforten gerne geöffnet.

70 Jahre Berliner Luftbrücke – Airbase Wiesbaden-Erbenheim

Einige Rosinenbomber waren begehbar. Eine Ausstellung informierte mit historischen Belegen über die Luftbrücke. Der „Erfinder“ der Candy-Drops – Oberst Gail Halvorsen – ließ es sich nicht nehmen, selbst in der Claykaserne zu erscheinen und sich feiern zu lassen. Der getagte 98jährige „Onkel Wackelflügel“ , wie er von den Berliner Kinder einst genannt wurde, wurde mit einer Wasserfontäne begrüßt und anschließend mit einem offenen Wagen durch die jubelnde Menge gefahren.

Als Planespotter hatte ich mir dieses besondere Ereignis nicht nehmen lassen und war voll in meinem Element. Leider habe ich es immer noch nicht geschafft, daraus einen Bericht fertig zu stellen. Schande über mein Haupt.

Bis zum nächsten Mal

Das waren meine Bilder eines Bloggerjahres. Wer mag darf mir gerne einen Kommentar hinterlassen. Zum siebten Mal habe ich teilgenommen und es macht immer noch Spaß. Danke, dass ich dabei sein darf.

Meine bisherigen Teilnahmen

Schöne, andere Teilnehmer-Beiträge

Mit der Absendung des Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website bzw. WordPress.com und Gravatar einverstanden. Weitere Informationen findest du auf meiner Datenschutzseite.

© 2019 Liane und Herr R.
Werbeanzeigen

18 Gedanken zu „Erkunde die Welt mit der ReiseEule 2019

  1. Eine schöne Auswahl hast du da getroffen! Die Präriehunde sind wirklich im richtigen Moment getroffen aber auch das Riesenradfoto gefällt mir richtig gut.

    Lg aus Görlitz
    Ina

    1. Liebe Katja, ich danke dir für die Erwähnung. Ich werde mir deinen Beitrag später ganz in Ruhe anschauen.
      Liebe Grüße
      Liane

  2. Hallo Liane,

    Du schreibst, dass Du mit Deinen Fotos nicht zufrieden bist. Ich glaube, man ist nie zufrieden mit seinen eigenen Fotos. Es gibt immer etwas zu verbessern. Wichtig ist, finde ich, dass man sich weiter entwickelt. Wenn ich mir ein ein Jahr altes Fotos anschaue, finde ich das in der Regel schlechter als die aktuellen Fotos.

    Das Foto von der Airbase gefällt mir am besten.

    P.S. ich habe auch an der Fotoparade teilgenommen. Vielleicht schaust du ja mal vorbei 😉

    LG Burkhard

  3. Hallo liebe Reiseule!
    Herzlichen Dank für’s Verlinken auf unseren Beitrag zur Fotoparade 🙂
    Unsere Lieblinge bei deiner Auswahl sind der wunderschöne Fasan und die Sonnenuntergangsstimmung in Porto.
    Liebe Grüße aus Niederösterreich von den Fotonomaden,
    Karin & Markus

    1. Liebe Karin, lieber Markus,

      vielen Dank für die aufmunternden Worte. Den Fasan finde ich auch sehr schön.

      Liebe Grüße
      Liane

Hau in die Tasten! Ich freue mich sehr über einen konstruktiven Text von dir.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.