[Reisetagebuch] Twyfelfontein mit Pannenhilfe bis zur Vingerklip Lodge

Tag Acht – Start in Uis

Wir verlassen The White Lady Guesthouse in Uis nach einem ausgiebigen Frühstück. Vorbei geht es an einer verlassenen Mine. Endlich können wir auf der linken Seite das Brandbergmassiv sehen. Majestätisch lugt der höchste Berg Namibias, der Königsstein mit seinen 2573 Metern aus der kargen Landschaft hervor. Ein Fels in der Brandung. Jede Menge Geschichten ranken sich um diese Erhebung und sicherlich könnten auch die Steine fesselnde, abendfüllende Stories erzählen.

NAM_8244NAM_8250

Über eine gewohnt rumpelige Straße fahren wir Richtung Khorixas. Gefühlt entfernen wir uns vom Brandberg, aber unser Zwischenziel für heute ist Twyfelfontein und das liegt am Brandberg.

Weltkulturerbe Twyfelfontein

Die Sonne brennt vom Himmel, als wir unseren Van unter der schattenspendenden Überdachung parken. Noch sind nicht viele Fahrzeuge abgestellt. Wir laufen gemeinsam zum Besucherzentrum. Einen Guide benötigen wir heute nicht, Gustav kennt sich gut aus und führt uns zu den Felszeichnungen. Am berühmtesten ist das Bild des Löwen mit dem langen, im 90° Winkel abgeknickten Schwanz.

NAM_8296

Alle Zeichnungen sind den San, den Buschleuten zuzuschreiben. Sie wurden ohne metallische Werkzeuge angefertigt. Man vermutet, dass Werkzeug aus Quarz verwendet wurden, da man davon Rückstände nachweisen konnte.

NAM_8311a

Hauptsächlich sind Jagdszenen dargestellt. Man erkennt Jäger und viele Tiere – Giraffen, Zebras, Antilopen, Löwen. Obwohl das Meer 100 km entfernt ist, ist sogar eine Robbe dargestellt.

NAM_8305a

Und auch wir entdecken Tiere. Kleine Libellen, eine Schlange, Heuschrecken und Eidechsen. Und einen – von Gustav – Samttierchen genannten Käfer. Alle lebend natürlich.

Wir sehen und bekommen Pflanzen und Blumen erklärt, die in der Wüste überleben. Ein Baum hat Blätter, die an Engelsflügel erinnern. Wilde Amaryllis heben sich vom orangerot des Wüstensandes ab. Nach Regenfällen sprießt das Gras und bildet einen beeindruckenden Kontrast. Allerdings sollte man vorsichtig sein, denn da Wasser kommt unerwartet und kann über die Felsen schießen. Nur wenige Tage vor unserem Besuch ist das passiert. Gustav zeigt uns ein Video, dass sein Kollege gemacht hat. Glücklicherweise ist weder ihm noch der Reisegruppe etwas passiert.

Inzwischen sind viele Besuchergruppen unterwegs. Zeit für uns, zum Damara Living Museum zu fahren. Doch am Wagen erwartet uns eine nicht so erfreuliche Überraschung. Der reparierte Reifen ist wieder platt.

Wir leeren den Kofferraum und holen ein weiteres Mal den Ersatzreifen heraus. Einer der Parkplatzwächter wechselt für uns den Reifen. Wir picknicken, denn es ist Mittagszeit. Nach dem Austausch erhält der Helfer ein paar Dollar und wir fahren zum Dorf der Damara.

NAM_8321.jpg
Die zweite Reifenpanne

Damara Living Museum

Das Volk der Damara zeigt ca 10 km nördlich von Twyfelfontein in einem „lebenden“ Museum seine traditionelle Lebensweise. Wir werden von einer Damarafrau, die ein paar Brocken deutsch spricht, durch die verschiedenen Stationen geführt.

Ich fühle mich nicht wohl. Wir werden ständig aufgefordert, Fotos zu machen. Wir sollen mittanzen. Mir ist das zuviel „Zurschaustellung“. Das hat zur Folge, dass ich gar keine Fotos mache. Wirklich spannend war der Vortrag des Schamanen über die Kräuter und Behandlungsmethoden.

Den anderen ging es nicht viel anders, sodass wir sofort nach Beendigung der Vorführungen weiterreisen. Der Weg zieht sich sowieso und Gustav will noch schauen, wann und wo wir den Reifen geflickt bekommen. Also lieber die Zeit nutzen und eher vorzeitig ankommen. Doch so reibungslos, wie wir uns das zu diesem Augenblick noch ausmalten, sollte die Fahrt heute nicht vonstatten gehen. Uns erwartete noch ein unerwartetes Ereignis.

Fahrt mit Hindernissen

NAM_8328

Kaum haben wir das Damaradorf verlassen, sehen wir, wie sich in der Ferne eine Regenfront zusammen braut. Natürlich wissen wir, wie wichtig Regen für Namibia ist und das alle Einwohner erfreut sein werden, aber die Straßen können sich dadurch in Schlammwüsten verwandeln und somit unpassierbar sein.

Es fängt an zu tröpfeln. doch vom großen Regen bleiben wir verschont. Wir nähern uns einer Bodensenke, die sich mit Wasser gefüllt hat. Während wir uns dieser langsam nähern, können wir ins Tal schauen und den Flusslauf einsehen.

NAM_8333

Und was wir dort auf uns zukommen sehen, sieht nicht vertrauenerweckend aus. Es muss ziemlich geschüttet haben. Der Wasserstand steigt schnell und unaufhörlich. Gustav gibt Gas. Schnell weg, bevor wir nicht mehr durchkommen oder noch schlimmer mit einer Welle weggerissen werden.

Bis zur Mitte geht alles gut, doch dann setzt der Kleinbus irgendwo auf. Es knirscht und knarzt verdächtig. Doch wir schaffen die Durchfahrt und halten auf der Anhöhe mit klopfendem Herzen an. Durchschnaufen und Puls runterfahren.

Wir entdecken eine alte Welwitschie. Diese lebenden Fossilien sind endemisch in der Region. Obwohl es scheint, als bestünde die Pflanze aus überfahrenen Blätter, handelt es sich nur um ein einziges Blattpaar. Bis über 1000 Jahre alt kann eine Pflanze werden.

NAM_8332
Welwitschie

Bei der Weiterfahrt vernehmen wir vorne rechts auf der Fahrerseite ein seltsames Geräusch. Es klappert und scheppert. Ein weiterer Zwischenstop folgt. Gustav schleicht um das Auto und sucht. Nach und nach steigen wir aus. Wir entdecken eine beschädigte Spurstange. Können wir damit weiterfahren? Wir sind irgendwo im Nirgendwo.

Gustav entscheidet, dass wir eine Weiterfahrt versuchen. Alle müssen sich auf die letzte Rückbank nach links setzen, damit möglichst wenig Last auf der Vorderachse ist. Bei jeder Kurve knirscht es im Gestänge. Wir müssen langsam fahren und versuchen den Bodenwellen auszuweichen. Dadurch dauert die Fahrt deutlich länger als geplant.

Gustav hofft, dass wir die geteerte Straße bald erreichen. Somit würde wenigstens etwas Belastung wegfallen. Und prompt, als wir darauf einbiegen erscheint ein Regenbogen. Für uns ein gutes Omen.

NAM_8337

Eigentlich ist heute Abend ein Tisch im Eagles Nest für uns reserviert, aber wir werden wohl kaum bis Sonnenuntergang in der Vingerklip Lodge ankommen. Doch uns ist es egal, Hauptsache wir erreichen die Lodge gesund und munter.

Das letzte Stück Weg ist wieder Gravel Road. Nochmal Luft anhalten und beten. Ein kurzer Fotostop wird eingelegt als sich der Daumen der Vingerklippe perfekt darstellt. Nur mal schnell ein Foto schießen und die Gelenke lockern und weiter.

NAM_8352

Es regnet wieder. Da ich vorne neben Gustav sitze, öffne ich das große Tor. Nun kann nichts mehr passieren. Wir sind da. Nur noch den Berg hoch. Im Dämmerlicht parken wir den Wagen. Wir holen unsere Zimmerschlüssel und checken ein. Abendessen dürfen wir uns anschließend vom Buffet holen.

Gustav informiert noch die Autovermietung über die beiden Pannen des Tages. Diese verspricht, dass am nächsten Morgen der Mechaniker aus Windhoek anreisen wird, denn so können wir nicht weiter und schon gar nicht durch den Etoschapark.

Wir trinken noch einen Whisky in der Bar und dann fallen wir in unsere Betten. Hoffentlich geht morgen alles gut…

Wie die Reise weiter geht oder ob wir unfreiwillig länger bleiben müssen, erfahrt ihr im nächsten Bericht.

Und nun Feuer frei für eure Kommentare und Likes.

Aus Schutz der handelnden Personen der Reisegruppe sind die Namen künstlerisch angepasst.


Mit der Absendung des Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website bzw. WordPress.com und Gravatar einverstanden. Weitere Informationen findest du auf meiner Datenschutzseite.

© DieReiseEule 9/2018

[Reisetagebuch] Über das Erongogebirge zur White Lady

Unser siebter Tag in Namibia

Nach einem ausgiebigen und reichhaltigen Frühstück schnappen wir uns die Koffer und steigen in unseren Kleinbus ein. Wir fahren raus aus Swakopmund und lassen die „Metropole“ hinter uns. Wie immer sind die Straßen staubig und holperig, aber daran haben wir uns bereits gewöhnt. Die ganze Zeit haben wir das Erongogebirge im Blick.

NAM_8154a Weiterlesen „[Reisetagebuch] Über das Erongogebirge zur White Lady“

Namibia von oben

Swakopmund lokaler Flughafen

Im letzten Artikel habe ich euch bereits ein paar wenige Bilder von meinem Rundflug gezeigt und angekündigt, dass ich dem Erlebnis einen eigenen (Foto)Beitrag widmen möchte, da ich so begeistert war und meine Fotos nicht in der virtuellen Schublade einstauben sollen.NAM_8003

Los ging es in Swakopmund an der Station von Eagle Eye Aviation* (Hinweispflicht: mit * gekennzeichnet weist auf Werbung hin, obwohl ich weder beauftragt, noch dafür bezahlt wurde, sondern dies selbst finanzierte). Alle Fluggäste wurden mit einem Kleinbus zum örtlichen Flugplatz gefahren, lernten dort unsere Piloten kennen, stiegen ein, erhielten Anweisungen und dann ging es los.

Weiterlesen „Namibia von oben“

[Reisetagebuch] Swakopmund – Ein unvergesslicher, tränenreicher Geburtstag

Eine Überraschung vor und eine zum Frühstück

Ich habe himmlisch geschlafen. Es war zwar etwas warm im Zimmer, aber dafür waren die Betten umso bequemer. Da heute ein Tag zur freien Verfügung ist, dürfen wir mehr oder weniger ausschlafen. Ich schlage meine Augen vorsichtig auf. „Happy birthday to you, meine liebe ReiseEuleFreundin“, sagt Anita und lächelt mich an. Sie kommt auf mich zu, ich setze mich im Bett auf und wir umarmen uns. Dann übergibt sie mir mit einem verschmitzten Grinsen ein kleines, eingewickeltes Päckchen.

„Hast du wirklich geglaubt, dass du Geschenken entgehen kannst, nur weil du in Namibia bist?“ Ich hatte die Hoffnung, dass der Rest der Welt vergißt, dass ich nunmehr die sogenannte Mitte des Lebens erreicht habe. Aber eigentlich hätte ich mir das denken können, dass das meine Freunde von gar nichts abhält, egal wo immer ich in der Welt unterwegs bin. So fühlt es sich also an, 50 zu werden. Tut gar nicht weh und irgendwie ist mir die Zahl sogar sympathischer als die 49.

Kennt ihr das auch, dass manche Ziffern sich einfach komisch „anfühlen“? Die 50 fühlt sich gut an. Die nehme ich! Doch zuerst packe ich vorsichtig aus. Das Geschenkpapier ist so niedlich. Grasgrün und übersäht mit Marienkäfern. Ein Engelanhänger verziert das Ensemble. Schon als Kind habe ich oft das Papier mehr zu schätzen gewußt als das eigentliche Geschenk. Ich wickele ein Büchlein aus. Weiterlesen „[Reisetagebuch] Swakopmund – Ein unvergesslicher, tränenreicher Geburtstag“

[Reisetagebuch] Swakopmund – Wo die Wüste am Meer beginnt

Geschichte für Anfänger

Wieder stehen wir human-zeitig auf, duschen, frühstücken eine Kleinigkeit und stapeln unsere Koffer fachmännisch in den Laderaum des Kleinbusses. Wie gut, dass wir nur so eine kleine Gruppe sind. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie das mit der doppelten Anzahl von Passagieren und Gepäckstücken wäre. Unsere Route soll heute von Weltevrede nochmals an Solitaire vorbei gehen, dann über den Gaub-Pass zum Kuiseb-Pass und -Canyon um letztlich an die Küste zu fahren. Walvis Bay und dann nach Swakopmund.

Weiterlesen „[Reisetagebuch] Swakopmund – Wo die Wüste am Meer beginnt“

[Reisetagbuch] Deadvlei, Sossusvlei und Sesriem – Wer es nicht gesehen hat, war nicht in Namibia

Wenn frühes Aufstehen Sinn macht…

Der Wecker klingelt unbarmherzig. Kriiinnng, kriiinnng, kriiinnng. Am liebste würde ich mich nochmal umdrehen und einkuscheln. Doch um 6.20 Uhr ist Abfahrt angesagt und vorher brauche ich auf jeden Fall noch mindestens eine Tasse Kaffee, besser zwei oder drei. „Ich oder du?“, ist die typische Frage, wer zuerst die Dusche aufsucht. Zum Glück sind Anita und ich beide keine Beautyqueens, die morgens zuerst Spachtelmasse aufbringen, Kriegsbemalung anlegen oder lange Sitzungen abhalten müssen. Da schlafen wir lieber ein paar Minuten länger.

Wir sind die ersten im offenen Speisesaal. Nach und nach trudeln Thekla, Heidi und Kurt ein. Gustav kommt meist erst, wenn wir alle versammelt sind. Da er aber den Schlüssel zum Kleinbus hat, darf er sich das natürlich erlauben. Und dann geht es los. Dem Sonnenaufgang entgegen. Der Namib-Naukluft-Park öffnet seine Tore nicht vorher. Nur Gäste die in der Lodge oder der Campsite übernachtet haben, dürfen eine Stunde früher los.

NAM_7561
Sonnenaufgang am Beginn des Nationalparks

Weiterlesen „[Reisetagbuch] Deadvlei, Sossusvlei und Sesriem – Wer es nicht gesehen hat, war nicht in Namibia“

[Reisetagebuch] Über den Spreetshoogte-Pass und Solitaire nach Weltevrede

Der zweite Tag in Namibia

Nach einem ausgiebigen Frühstück packen wir alles zusammen und verstauen das Gepäck im Toyota. Der Abschied von der Farm fällt nicht leicht. Wer darf heute vorne links neben Gustav sitzen? Ich!

NAM_7354Ausschnitt
Beste Aussicht im Frontbereich

Wir fahren an der Railwaystation von Rehoboth vorbei. Diese liegt etwa 15 km außerhalb. Dabei entdecken wir auf der Spitze eines Kameldornbaums einen imposanten Vogel. Es handelt sich um einen Kampfadler (Polemaetus bellicosus).

Weiterlesen „[Reisetagebuch] Über den Spreetshoogte-Pass und Solitaire nach Weltevrede“

Der Elefant – eine Bilderserie

Afrikanische Steppenelefanten

April 2018 Etoscha Nationalpark, Namibia. Unsere Reisegruppe besucht die Etoschapfanne im Norden Namibias. Etoscha kommt aus dem Oshiwambo und bedeutet „großer weißer Platz“. Hier leben neben den Big 4 – Nashorn, Löwe, Leopard und Elefant – noch jede Menge andere größere und kleinere Wildtiere und Vögel.

Der afrikanische Elefant heißt Loxodonta africana. Das kommt aus dem griechischen und bedeutet „schräge Zähne“. Ein Elefant ist, wenn man ihn direkt vor der Nase hat, ziemlich „wuchtig“. Obwohl er im ersten Moment eher langsam und behäbig wirkt, kann er ganz schön Tempo aufnehmen. Wir haben erlebt, wie ein Safariwagen etwas zu nah an den Elefanten heranfuhr und dann abdrehen musste.

NAM_9018
Bitte nicht stören – ich dreh gleich um und dann habt ihr Spaß

Weiterlesen „Der Elefant – eine Bilderserie“

[Reisetagebuch] Auf der Rinderfarm in Namibia Tag 1, zweiter Bericht

Den Bericht der Anreise findet ihr unter [Reisetagebuch] Von Frankfurt auf eine Rinderfarm in Namibia Tag 1

Auf der Farm Heimat

Rainer und seine Frau weisen uns unsere Zimmer zu. An den großer Raum mit Doppelbett und Kühlschrank grenzt ein Duschbad. Uns gefällt es sehr gut. Wir machen uns frisch und gehen dann zum offenen Speiseraum, wo bereits Getränke zur Selbstbedienung und Kleinigkeiten zum Snacken stehen.

NAM_7271
Der Eingang zum offenen Speiseraum

Weiterlesen „[Reisetagebuch] Auf der Rinderfarm in Namibia Tag 1, zweiter Bericht“

Erkunde die Welt mit der ReiseEule – Fotoparade 1/2018

Mein kleines Jubiläum

Zum fünften Mal nehme ich an Michael Mantkes wunderbarer #fopanet-Fotoparade teil. Somit feiere ich ein kleines Jubiläum. Gewonnen habe ich noch nie, aber das ist auch gar nicht schlimm, denn letztlich geht es um den Spaß an der Fotografie und wie sehr man sich von der Welt verzaubern lassen kann. Und das an den unterschiedlichsten Orten.

Im 1. Halbjahr 2016 nahm ich das erste Mal teil und damals entstand mein Lieblingsbild in der Sagrada Familia in Barcelona.

Im 2. Halbjahr 2016 postete ich in der „Königskategorie“ ein Foto von einem Gelbaugenpinguin – die vom Aussterben bedroht sind – den ich in Neuseeland vor die Linse bekam.

Ein eher schlichtes Bild einer Möwe in Stockholm war mein Favorit im 1. Halbjahr 2017. Aber mein bisheriges, absolutes Lieblingsfoto stellte ich euch bei der letzten Fotoparade im 2. Halbjahr 2017 vor. Ein „herziger“ Eisberg in Grönland. An Grönland hängt mein Herz immer noch sehr.

Soviel sei bereits jetzt verraten: Das schönste Bild ist diesmal wieder ein Tierfoto. Zum ersten Mal war ich in Afrika und die Tiere in freier Wildbahn zu beobachten ist halt kein Vergleich mit Zootieren.

Ihr wollt mehr über die Teilnahmebedingungen wissen? Dann schaut bei Erkunde die Welt vorbei. Michael lässt es offen, ob man zu allen Kategorien ein Bild veröffentlicht. Ich nahm mir wieder die Freiheit, um eigene Kategorien zu ergänzen. Weiterlesen „Erkunde die Welt mit der ReiseEule – Fotoparade 1/2018“

Sals versteckte Buchten

Die kapverdische Insel Sal ist bekannt für feinen, weißen Sandstrand rund um die touristische „Hauptstadt“ Santa Maria. Wobei die offizielle Hauptstadt Espargos ist.

SAL_1948

Die meisten Urlauber genießen den Strandurlaub und gönnen sich maximal einen der angebotenen Ausflüge. Dabei schaut man sich meist das Villenviertel Murdeira, die Fischerstadt Palmeira, die Fata Morgana im Landesinneren und die Salinen von Pedra Lume an.

Doch abseits aller Pfade findet man sehr schöne und versteckte Ecken. Am besten sucht man sich einen einheimischen Führer, um an die verträumten Ecken zu kommen. Dort führen keine festen Straßen hin und die Orientierung per Mietwagen ist für Ortsunkundige nicht zu empfehlen. Weiterlesen „Sals versteckte Buchten“

[Reisetagebuch] Von Frankfurt auf eine Rinderfarm in Namibia Tag 1

5. April 2018

Ich packe sicherheitshalber noch einen Hoodie in den Koffer. Abends soll es ja angeblich in Namibia immer sehr kalt werden. Habe ich alles eingepackt? Schnell werfe ich noch einen Blick auf die Haken meiner Packliste. Es fehlt nur noch der Haken für das Handy und den Haustürschlüssel. Der Koffer geht ohne Probleme zu. Schloss dran. Fertig.

Hasimausischatzibär bringt meine Freundin A. und mich zum Flughafen. Ich stecke Handy und Schlüssel ein und dann geht es los – das Abenteuer Afrika. Ich freue mich so sehr darauf. Seit 3 oder 4 Jahren planen Anita und ich diese Reise. Irgendwann hatten wir bei einem unserer intensiven Gespräche festgestellt, dass wie beide den Traum von Namibia haben und beschlossen, dass wir 2018 gemeinsam die Reise antreten.

Auf einmal kam mir das Leben dazwischen. Ich war hin und her gerissen, ob wir unsere Planung beibehalten sollten, denn auf einmal hatte ich einen Mann an meiner Seite und natürlich planten wir auch gemeinsam einen Urlaub. Aber dieses Juwel von Mann ermutigte uns die Reise anzutreten.

Weiterlesen „[Reisetagebuch] Von Frankfurt auf eine Rinderfarm in Namibia Tag 1“

Die Wüste blüht und grünt – Namibia

Namibias Farbwunder

NAM_7418swAusschnitt
Grau, karg, relativ farblos – so war meine Vorstellung von Namibia

Mit Namibia habe ich aride Flächen in grau, braun und kalkfarben verbunden. Eventuell ein paar eingestreute, grüne Akazienbäume, aber mit soviel Blütenpracht und -vielfalt hatte ich nicht gerechnet.

Vielleicht hatten wir einfach Glück, denn im April hat es laut Aussagen der Einheimischen relativ viel geregnet. Und Regen bringt Segen – zumindest in den trockenen, afrikanischen Ländern. Dort wird jeder Tropfen freudig begrüßt. So wie wir uns hier über jeden kurzen Sonnenstrahl freuen. Weiterlesen „Die Wüste blüht und grünt – Namibia“

18 Tage Insel Sal/ Kapverden – 18 (Herzens-) Bilder

Kapverdische Inseln

Cabo verde ist eine Inselgruppe im Atlantik. Sie liegt etwa auf Höhe des Senegal. 15 Inseln gehören zu den Kapverden, wobei nur 9 davon bewohnt sind. Ehemals gehörten die Kapverden zu Portugal, erklärten sich aber im September 1973 gemeinsam mit Guinea-Bissau für unabhängig. Später trennten sich die Wege der beiden Staaten wieder.

Insel Sal

Sal gehört zur Nordgruppe, den Ilhas de Barlavento – den „Inseln über dem Winde“. Sie ist ziemlich karg und erinnert an Lanzarote. Feiner weißer Sandstrand zeichnet die Küste bei Santa Maria, der touristischen „Hauptstadt“ aus.

An der Ostküste findet man eher schwarzen Sand, denn Sal ist vulkanischen Ursprungs. Trinkwasser ist Mangelware. Selbst Grundwasser ist ein Problem. Daher ergrünt die Insel nur, wenn es wirklich mal regnet. Letztes Jahr gab es nur einen Regentag. Normalerweise gibt es immerhin etwa 7 Regentage im Jahr. Meistens im August oder September.

KAP_9571
Bunte Fischerboote liegen rund um den Pier in Santa Maria

Weiterlesen „18 Tage Insel Sal/ Kapverden – 18 (Herzens-) Bilder“

14 Tage Namibia – 14 (Herzens-)Bilder

Namibia – ein Traum wurde wahr

Im April wurde einer meiner Träume wahr – ich flog mit meiner Freundin nach Namibia. Nie zuvor hatte ich afrikanischen Boden betreten. Ich wurde nicht enttäuscht. Highlight war ganz klar Etoscha mit seinen vielen Tieren, aber auch unzählige Blumen und Blüten haben mein Herz begeistert.

Die Essenz – meine für mich persönlich schönsten Bilder, eines für jeden Tag der 2 Wochen – seht ihr her. Wobei ich etwas schummel, denn eigentlich waren es nur 13 Tage und mit dem Headerbild sind es sogar 15 Fotos.

NAM_7319
Der Sonnenuntergang auf der Rinderfarm am Ankunftsabend

Weiterlesen „14 Tage Namibia – 14 (Herzens-)Bilder“

Erdmännchen Willi und seine Sicht der Ereignisse

Erdmännchen Willi erzählt

Hallo! Mein Name ist Willi. Willi, das Erdmännchen. Ich lebe auf der Farm Heimat in der Nähe von Windhoek in Namibia bei der Familie Seifart. Man behauptet, ich sei zahm. Was auch immer das heißen mag…?!

NAM_7272

Meine Familie züchtet Rinder. Und Ziegen. Es gibt auch Hunde – Dackel. Dann noch Erdhörnchen, Vögel, Spinnen und jede Menge Kleinviehzeugs.

Wie auch immer. Auf unsere Farm kommen immer wieder Gäste zu Besuch. Die meiste Zeit des Tages laufe ich frei ums Farmhaus herum. Wenn Gäste kommen bin ich natürlich neugierig. Ich muss erst mal schauen, wer da kommt. Ich schleiche mich dann an und schnuppere. Weiterlesen „Erdmännchen Willi und seine Sicht der Ereignisse“

Das Rhinozeros – Eine Bilderserie

Auf der Suche nach dem Nashorn im Etoscha Nationalpark

Mitte April. Ich bin mit meiner Freundin in Namibia. Wir haben eine Gruppenreise gebucht. Dazu gehört natürlich auch der Besuch des Etoscha Nationalparks. Der Etoscha ist ein Paradies für Tierbeobachter und -fotografen.

Wir sehen direkt Herden von Oryxantilopen, Impalas, Springböcken, Giraffen und Zebras. Ebenso wie jede Menge verschiedener, farbenfroher Vögel. Doch es gibt auch Tiere, die sich gut verstecken können. Dazu gehören Löwen, Geier und die Rhinos.

Wir halten in alle Richtungen die Augen offen und denken immer, dass so ein mächtiges Tier, wie das Nashorn oder der Elefant sich doch wohl kaum verstecken kann. Doch! Können sie.

Doch dann haben wir Glück. Wir biegen um eine Ecke und fahren einen Weg bergab und nehmen aus dem Augenwinkel eine Bewegung wahr. Sofort stoppt unser Guide. Weiterlesen „Das Rhinozeros – Eine Bilderserie“

Allgemeine Reiseinformationen Namibia

Die Ein-/Ausreise

Wer nach Namibia reisen will, braucht als deutscher Staatsbürger einen gültigen Reisepass. Dieser muss bis mindestens 6 Monate nach dem geplanten Aufenthalt gültig sein. Außerdem müssen mindestens 2 freie Seiten für den Ein-/Ausreisestempel vorhanden sein.

Als Deutscher braucht man kein Visum. Man erhält man bei der Einreise einen Stempel – Visitors Entry Permit – der bis zu 90 Tagen erteilt werden kann. Überschreitungen der genehmigten Tage werden drastisch bestraft. Daher sollte man unbedingt darauf achten, dass mindestens so viele Tage genehmigt wurden (besser mehr), wie man sich im Land aufhalten möchte. Weiterlesen „Allgemeine Reiseinformationen Namibia“

Trauminseln und Inselträume

Nächste Woche geht für mich die diesjährige Reisesaison endlich los. Ich kann es kaum noch erwarten. Sitze ich doch nun „schon“ drei Monate zu Hause und war noch nicht wieder richtig unterwegs. Zufällig lief mir die Blogparade von Gela und ihrem schönen Blog Unterwegs mit Kind über den Weg. Sie fragt nach Inselträumen und Trauminseln.

Sofort schossen mir die schönsten Erinnerungen der letzten beiden Jahre in den Kopf, wo ich jeweils fast 5 Wochen am anderen Ende der Welt unterwegs war, aber auch andere Inseln faszinieren mich. Teilweise war ich schon dort, teils stehen sie auf meiner Liste der Träume und teilweise werden sie wohl ein Traum bleiben… Wer weiß das schon.

Trauminseln

Tasmanien

Weiterlesen „Trauminseln und Inselträume“