[Blogparade] Faszination Asien – Herzenbilder aus Singapur

Michelle von The Road most Traveled hat zu dieser Blogparade eingeladen und da ich bekennender Fan des kleinen, aber feinen und pieksauberen Stadtstaates Singapur bin, muss ich natürlich daran teilnehmen. Einige Stationen habe ich sogar zusammen mit ihr besucht.

Viele behaupten, Singapur wäre gar nicht richtig Asien. Das stimmt und stimmt doch auch nicht. Singapur ist ein Vielvölkerstaat. Da kommt eine quirlige Mischung heraus. Doch alle Religionen und Volksstämme respektieren und tolerieren sich und die Eigenheiten gegenseitig und so ist Singapur ein friedliches Land.

Was Singapur von anderen asiatischen Städten unterscheidet ist ganz sicher der vergleichsweise, wenige Auto- und Schwerlastverkehr in der Stadt. Ein Auto besitzen nur die Reichen, denn neben den Kosten für den Wagen kommt eine Lizenzgebühr im hohen, fünfstelligen Bereich obendrauf. Die Lizenz wird nur für 10 Jahre erteilt und Altauto müssen die doppelte Gebühr zahlen. Daher nutzt eigentlich jeder nur die MRT/Metro/U-Bahn. Die fährt zuverlässig und ist sehr günstig.

Die Faszination beginnt am Flughafen

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Leere Gänge trotz der Vielzahl der Passagiere

Für mich gibt es weltweit bisher keinen spannenderen Flughafen als Changi International Airport Singapore. Dieser Flughafen bietet im Prinzip bereits alles, was das Herz begehrt. Shopping oder Gaming, verschiedene Themengärten, eine Schwimmbad mit Blick auf die Start- und Landebahn, Hotelzimmer, ein Kino, kostenlose Massageliegen, an jeder Ecke Lademöglichkeiten für Handy und Laptop und und und.

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Bewohner des Butterfly Gardens

Noch in diesem Jahr wird Jewel Changi Airport eröffnet. Dabei handelt es sich um einen Dschungel unter einer Glaskuppel. Der geplante Canopy-Park wird dabei das Herzstück bilden. Hauptattraktion wird dann der höchste Indoor-Wasserfall der Welt sein, der Tag und Nacht sprudelt. Der Indoorgarten soll fünfstöckig angelegt sein und über eine Glasbodenbrücke kann man in die Tiefe schauen. Nichts für Angsthasen.

Obwohl der Changi Airport selbst eine Reise wert ist, empfehle ich dennoch die Stadt selbst zu erkunden und nicht nur den Flughafen. Wer mit Singapore Airlines anreist und mindestens 5,5 Stunden Aufenthalt hat, kommt in den Genuss einer kostenlosen Stadtrundfahrt – die Heritage Tour. Dazu muss man nur an den Free Singapore Schalter gehen und sich registrieren und alles andere wird organisiert.

Rund um die Marina Bay

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Der wasserpeiende Merlion

Das Herz Singapurs schlägt rund um die Marina Bay. Hier pulsiert das Leben. Noch vor 70 Jahren gab es diesen Bezirk gar nicht, denn erst durch Landgewinnung wurde das Stadtzentrum geboren. Tagsüber ist die Symbolfigur Merlion ein Anziehungspunkt für die Besucher, in der Nacht sind es die bunten Lichter der Hochhäuser.

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Beliebt bei Touristen: eine Bootstour

Die Bootstouren* auf dem Singapore River sind beliebt. Vom Wasser aus hat man eine ganz eigene Perspektive. An Silvester fahren die Boote allerdings eine kleinere Runde,  da das Feuerwerk auf dem Wasser gezündet wird.

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Skydeck Marina Bay Sands Hotel

Das bekannteste Bauwerk Singapurs ist ganz sicher das geniale und einzigartige Gebäude des Luxushotels Marina Bay Sands. Wie auf Stelzen krümmt sich die Aussichtsplattform in Form eines Kreuzfahrtschiffes. Vom Skydeck* kann jeder Besucher den Blick auf die Supertrees des Gardens by the Bay richten. Im Hintergrund liegen die Containerschiffe in der Straße von Singapur und warten auf ihre Be- bzw. Entladung.

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Fensterputzer am Marina Bay Sands Hotel

Die Gardens by the Bay erreicht man durch das Marina Bay Sands Hotel. Das Gelände ist viel weitläufiger als man anfangs vermutet. Die Supertrees sind in einen großen botanischen Garten integriert.

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Die Supertrees überstrahlen alles

Zwei Glaskuppelbauten fallen auf. Das ist zum einen der Flower Dome und zum anderen der Cloud Forest. In diesen Gewächshäusern kann man einheimische und exotische Pflanzen betrachten. Im Cloud Forest gibt es einen Indoor-Wasserfall.

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Cloud Forest Rundgang

Wenn man schon mal an dieser Ecke der Marina Bay ist, sollte man durch die dazu gehörige Mall gehen. Ein Shopping- und Erlebnisparadies der Superlative. Durch die Passage fließt ein künstlich angelegter Fluß, auf dem man sich mit Gondeln chauffieren lassen kann. Auch hier gibt es einen abgefahrenen Wasserfall.

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Marina Bay Sands Mall

Darüber hinaus gibt es jede Menge Luxusläden. Von Bulgari bis Louis Vuitton. Im Untergeschoss befindet sich ein riesiges Hawker Center, wo man erstaunlich günstig essen kann. Gemütlich und leise ist es aber nicht.

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Wer ein bisschen mehr Privatsphäre haben möchte, muss etwas mehr Geld ausgeben. Dafür lohnt sich ein Besuch im Superhelden-Café. Die Speisen sehen nicht nur gut aus, sie schmecken auch hervorragend.

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Typisch Singapur. Eine schmackhafte Suppe vom Hawker-Center für kleines Geld

Sollte es anfangen zu regen – was jederzeit passieren kann – kann man sich ins Art Science Museum* flüchten. Die wechselnden Ausstellungen im Untergeschoss sind immer einen Besuch wert neben der Dauerausstellung in den oberen Stockwerken. Das Bauwerk kann man nicht übersehen. Die Form symbolisiert eine offene Hand mit zehn Fingern. Um die langen Schlangen am Einlass zu meiden, empfiehlt es sich, das Ticket vorab online zu kaufen.

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Kunst am Fluß

Rund um den Singapore River und die Marina Bay kann man sich auf die Suche nach Skulpturen und Statuen begeben. Man findet natürlich ein Abbild des berühmten Sir Stamford Raffles, in dessen gleichnamigen Hotel der Cocktail Singapore Sling erfunden wurde.

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Bildnis Sir Stamford Raffles

Die meisten Besucher beachten die Kunstwerke nur im Vorübergehen. Dabei lohnt sich ein ausgiebiger Blick. Ein paar Beispiele habe ich für euch.

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Aufregend bei Tag – spektakulär in der Nacht

Ich bin kein Nachtmensch. Selten gehe ich später als 23 Uhr ins Bett, aber in Singapur könnte ich die ganze Nacht zum Tag machen, da die Stadt erst jetzt ihr volles Potential eröffnet. Die Skyline funkelt und leuchtet in bunten Farben.

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Die nächtliche Skyline an der Marina Bay

Wer nach Einbruch der Dunkelheit mit dem Singapore Flyer – dem Riesenrad – fährt, wird sehen was ich meine. Mein Highlight 2017 war der Blick vom Balkon des LeVel33. Zugegebenermaßen haben wir noch nie so teuer gespeist und waren am Schluss noch hungrig, aber das selbstgebraute Bier war lecker und der Blick auf die nächtliche Marina Bay war der Hammer!

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Nachtfahrt mit dem Singapore Flyer

Die berühmte Helixbridge ist bei Tag „ganz nett“. In der Dunkelheit ist sie durch die wechselnden Farben eine Augenweide.

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Die Helixbrücke

Den Supertrees sollte man auf jeden Fall gegen 19.45 oder 20.45 Uhr abstatten. Dann startet die Garden Rhapsody. Zu eingespielter Musik blinken die LED-Lämpchen, wechselnd die Farben und die künstlichen Bäume beginnen scheinbar ein Eigenleben zu entwickeln.

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Supertree und OCBC Skyway

Wer einen guten Standort finden will, sollte rechtzeitig da sein. Zu diesen Uhrzeiten ist es immer voll. Täglich. 365 Tage im Jahr.

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Der Singapore Flyer von den Gardens by the Bay aus

Der Botanische Garten und die Orchideen

Einer meiner Lieblingsorte ist der Botanische Garten von Singapur. Der Garten ist ein beliebter Ort für Jogger, Familien und Touristen. Der Eintritt ist frei. Auf 74 Hektar verteilen sich Pflanzen aus aller Welt. Seit 2015 ist der Singapore Botanic Gardens in der Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten zu finden.

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Integriert ist der National Orchid Garden*, der mit über 60.000 Orchideen eine Besonderheit darstellt. Nur hier ist ein Eintrittsgeld zu entrichten, das sich aber lohnt. Die Vielfalt der Orchideen ist gigantisch. Diese werden hier auch gezüchtet und neu gekreuzt und viele Exemplare erhalten berühmte Namenspaten. So findet man hier u.a. eine Orchidee Helmut Kohl, Margaret Thatcher oder Princess Di.

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Eine seltene Orchidee
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Tierischer Bewohner des Singapore Botanic Gardens

Singapore Zoo

Wo wir schon bei Gärten sind, will ich euch einen Ausflug zum Singapore Zoo bei Tag durchaus empfehlen. Der Zoo ist etwas außerhalb, aber gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Wer es etwas ausführlicher wissen mag, kann dort nachlesen.

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Die Anlage ist großzügig gehalten. Die Tiere haben artgerechte Gehege, mit genug Rückzugsmöglichkeiten. Für den Ausflug sollte man ein paar Stunden einplanen. Hier empfehle ich ganz dringend, sich die Tickets vorab zu besorgen, da fast jeder bar bezahlen will. Es gibt aber auch vor dem Eingang Ticketautomaten, wo man sich das Ticket selbst ziehen kann. Da wird dann mit Kreditkarte bezahlt. Diese Möglichkeit nutzen nur wenige Besucher.

Am komfortabelsten ist das Angebot von GetyourGuide*, bei dem man morgens vom Hotel abgeholt wird und nachher wieder zurück gebracht wird.

Das grüne Singapur

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Jede Ecke wird zum Begrünen genutzt

Städte sind grau und hässlich? Singapur ist anders. Singapur ist grün. Jede verfügbare Ecke wird zur Begrünung genutzt. Damit will man die Luftqualität erhalten und den Erholungseffekt für die Menschen verstärken.

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Aufgang zum Mount Faber

Das meiste Grün gibt es rund um den Mount Faber. Wanderwege durchziehen die Überreste des Dschungels, aus dem der Stadtstaat einst bestand.

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Dschungel
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Richtige Wanderwege

Weihnachten in Singapur

Singapur ist in der Weihnachtszeit eine Wucht. Teils eine skurrile Aneinanderreihung von Absurditäten, aber so schräg, dass es bereits wieder gut ist.

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In der Orchard Road – der Haupteinkaufsstrasse – hängen Weihnachtsschmuck über der Fahrbahn und in den Bäumen. Jedes Jahr gibt es eine andere Deko. Selbst im Riesenrad ist die Balustrade geschmückt. Aus sämtlichen Lautsprechern in den Malls ertönen Christmassongs. Und sogar Skulpturen werden verschönert und mit Weihnachtsmannmützen dekoriert.

 

Und sonst so?

Für manche ist die Insel Sentosa mit ihrem Vergnügungspark und dem Mega Zip eine totale Attraktion. Mir persönlich hat sie nicht so zugesagt. Eine Fahrt mit dem Cable Car war schön und der Besuch im Butterfly Park & Insect Kingdom hat mir auch gefallen, aber die ganzen anderen Attraktionen brauchte ich nicht.

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Papageien im Butterfly Park

Verliebte Paare sollten zum Mount Faber aufsteigen oder mit dem Cable Car fahren und dort am Geländer ein Liebesglockenpaar aufhängen. Wenn man dann noch unter dem Blumenbogen die „Bell of Happiness“ gemeinsam läutet, wird man der Sage nach immer glücklich bleiben.

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Glocken der Liebe

Chinatown und Little India sind zwei außergewöhnliche Stadtviertel. Bei den meisten Backpackern steht Little India hoch im Kurs, zumal es dort günstige Hostels gibt. Mir jedoch hat Chinatown um Längen besser gefallen. Allein schon wegen der delikaten Speisen, die es an jeder Ecke gibt. Sogar die Durianfrucht findet man auf dem Markt.

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Chinatown
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Durian
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Tempel in Little India

Längst habe ich noch nicht alles sehen können, was ich sehen möchte. Auf meiner Wunschliste steht noch der Besuch des Jurong Bird Park*s, ein Besuch der Tigerbier-Brauerei*, eine Übernachtung im Marina Bay Sands Hotel, damit ich den Infinity Pool man ausprobieren kann und da das Raffles Hotel zuletzt wegen Renovierung geschlossen war, habe ich auch noch keinen Singapore Sling am Originalen Entstehungsort trinken können.

Alle bisher von mir erschienen Artikel über Singapur – und das sind einige – findet ihr auf meiner Seite Singapur. Ihr seht, ich bin ein echter Fan dieser Metropole.

Nun dürft ihr euren Senf dazu geben. Dafür könnt ihr die Kommentarfunktion nutzen oder mir eine Email senden. Ich freue mich.

Ich danke Michelle für die großartige Blogparade und freue mich auf die Zusammenfassung aller Asien-Beiträge.

 

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© DieReiseEule 2/2019

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12 Gedanken zu „[Blogparade] Faszination Asien – Herzenbilder aus Singapur

  1. Moin!
    Singapur hatte ich bisher immer im Hinterkopf, aber ich hab nie gedacht, dass die Stadt so schön ist und so viel zu bieten hat. Da ist diese Stadt auf meiner Bucket List mal eben ein ganzes Stück nach oben gewandert. Besonders, dass die Stadt so grün ist gefällt mir sehr. Da können wir uns in Deutschland eine ordentliche Scheibe von abschneiden.
    Danke für diese tolle Reiseinspiration!

    Melissa

    1. Hi Melissa,

      freut mich, dass ich dich inspirieren konnte. Singapur ist echt klasse und ganz anders, als ich anfang vermutet hatte.

      LG

  2. Was für traumhaft schöne Bilder! Ich war leider noch nie in Singapur, aber nun würde ich am liebsten sofort die Koffer packen. Ich habe schon einige Berichte über Singapur gelesen und Mittelpunkt war meist die Marina Bay, allerdings gibt es ja in Singapur noch viel viel mehr zu sehen – wahnsinn! Wie viele Tage sollte man denn als „Singapur-Neuling“ einplanen?

    Viele Grüße
    Isa

    1. Hi Isa,

      viele nutzen Singapur nur als Stopover für 1-3 Nächte auf dem Weg nach Neuseeland oder Australien. Doch wer sich wirklich auf die Stadt einlässt oder einlassen will, kann getrost eine Woche einplanen.
      Ich war Weihnachten/Silvester 2017/2018 für eine Woche dort, davor schon 4 mal zum Stopover und wie man lesen kann, habe ich immer noch nicht alles ansehen können, was ich gerne gesehen hätte.

      Angeblich gibt es aber auch Menschen, die mit der Stadt gar nicht warm werden. Was ich nicht nachvollziehen kann.

      Herzliche Grüße
      Liane

  3. Ein interessanter und informativer Bericht, danke dafür! Scheint ja wirklich eine faszinierende Stadt zu sein. Da kam man ja so einiges erleben, falls es uns doch mal dorthin verschlägt, merke ich mir mal deinen Beitrag.

    Lg aus Görlitz
    Ina

    1. Singapur ist bisher die einzige Stadt, die mich sosehr eingenommen hat, dass ich am liebsten jedes Jahr einmal für ein paar Tage hin möchte.
      Leider hat das 2018 nicht geklappt und ob es dieses Jahr was wird, steht auch noch in den Sternen. Aber spätestens 2020 muss ich hin. Sehnsucht!

      Liebe Grüße
      Liane

  4. Hallo Liane,

    tolle Eindrücke hast du da aus Singapur mitgebracht!
    Mir hat es dort auch sehr gut gefallen, auch wenn es eins der teuersten Reiseziele ist, das wir besucht haben!
    Auf meinem Blog findest du auch einen Artikel mit vielen Singapur-Tipps!

    Liebe Grüße
    Isabel

  5. In Singapur will ich auch mal Station machen, wenn mich meine Reisen nochmal nach Australien oder NZ führen sollten. Danke für die vielen schönen Eindrücke und Tipps. Kannst Du auch eine gute, bezahlbare Unterkunft empfehlen? Das Marina Bay Sands ist jetzt nicht gerade meine erste Anlaufstelle 😉

    1. Es gibt einige zentrumsnahe Unterkünfte für jeden Geldbeutel. Solltest du mit Singapore Airlines fliegen, gibt es Partnerhotels zum günstigen Preis. Ich übernachte gerne im Peninsula Excelsior.
      Gut und günstig soll aber auch das Holiday Inn am Clarke Quay sein. Das habe ich selbst nicht probiert. Ich habe einen Hotelvergleich von 3 Partnerhotels auf dem Blog.

      https://diereiseule.com/2017/01/24/hotel-vergleich-singapur/

      Vielleicht hilft dir das ja. Ansonsten kennt sich Michelle von The Road most Traveled auch sehr gut in Singapur aus.

      Liebe Grüße
      Liane

Ich freue mich sehr über einen konstruktiven Text von dir

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