Herbst-Besuch im Schloss Sanssouci Potsdam

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Lass die Sorgen vor dem Tor

Im Herzen von Potsdam befinden sich Park und Schloss Sanssouci. Das Schloss wurde nach Plänen von König Friedrich II. (auch Friedrich der Große und „Alter Fritz“ genannt) zwischen 1745 bis 1747 von Georg W. von Knobelsdorff auf einer terrassierte Anhöhe erbaut.

Eher untypisch für den Prunk der Rokokozeit ist der einetagische Bau. Alle Gemächer sind miteinander verbunden. Friedrich II. ließ es als Sommerresidenz und Lustschloss errichten. Ohne Sorgen (frz. sans souci) wollte er hier friedliche, überwiegend private  Stunden verbringen.

Begleite uns auf unserem Rundgang

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Wir betreten den herbstlichen Park durch das Grüne Gitter von der Allee nach Sanssouci kommend. Direkt versetzen sich meine Gedanken in die Zeit des Alten Fritz‘. Ich sehe innerlich eine Kutsche die Allee entlang fahren. Damen in feinen, langen Kleidern schreiten unter ihren Schirmen den Fußweg in Richtung des Tores, während sie sich angeregt unterhalten.

In der Realität geht es am frühen Morgen noch geruhsam zu. Wir sehen kaum andere Menschen. Wir verschaffen uns anhand des Parkplans Übersicht und bewundern die Figuren in einer Nische.

Vom Schloss ist von hier aus noch nichts zu sehen. Rechts geht es an der Friedenskirche und am Marlygarten vorbei. Dann knickt die Straße nach rechts ab und nun erkennt man schnurgeradeaus das gelb gestrichene Schloss.

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Auf dem Kanal schwimmen Enten. Die Wasserspeier sind leider nicht mehr in Betrieb. Die Sitzbänke sind demontiert. Wie romantisch muss es hier im Sommer sein…? Sinnvoll, aber dennoch ein trauriger Anblick sind die in Holzkisten winterfest verstauten Figuren. Es wirkt etwas skurril.

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Schloss Sanssouci und die Weinterrassen

Der umgebende Park zeigt sich von seiner farbenfrohen Seite. Die Bäume sind alt und imposant und leuchten in allen Farbnuancen von gelb über orange und rot bis grün und braun.

Da wir einen festen Führungstermin um 10.20 Uhr haben und nicht zu spät kommen wollen, gehen wir auf die Weinbergsterrassen zu. Je näher wir dem Schloss kommen, desto mehr erkennt man, dass der Farbanstrich an manchen Stellen abblättert. Das bleibt nun mal nicht aus. Dennoch sind die Figuren und Verzierungen beeindruckend. Wir werden uns die Außenfassade nach der Führung genauer anschauen.

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Vor dem Eingang steht bereits eine asiatische Besuchergruppe und ein paar Einzelteilnehmer. Die Flügeltüren öffnen sich pünktlich, wir betreten das Vestibül und jeder erhält einen Audioguide. Wer fotografieren möchte benötigt eine Fotografiergenehmigung. Das rote Band ist gut sichtbar zu tragen. Die Mitnahme von großen Taschen ist nicht erlaubt.

Die Audiotour beginnt in der schmalen Galerie. Liebevoll ist diese eingerichtet. Mein Blick geht zur bemalten Decke und den Kristallleuchtern. In den Nischen stehen Marmorfiguren.

Die Bibliothek ist geschützt und darf nur durch Glas bewundert werden. Dafür geht es anschließend durch Friedrichs Privatgemächer. Wir wissen gar nicht, wohin wir als erstes sehen sollen. Es gibt soviel zu entdecken. Die mit Tierkreiszeichen verzierte Decke, kleine Figuren und Vasen, grazile Sitzmöbel, Büsten und noch viel mehr.

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In der Mitte des Schlosses ist der Marmorsaal, der nach dem Gold und Glanz fast schüchtern und kühl daherkommt. Von hier aus trat man dereinst in den Garten. Im nachfolgenden laufen wir durch die Gästezimmer. Und obwohl sie nicht so überbordend und prächtig gehalten sind, verströmen sie dennoch den Glamour des Rokoko.

Mir persönlich hat das Voltairezimmer, welches auch Blumenkammer genannt wird, am besten gefallen. Die plastischen Holzschnitzereien an den Wänden und die Blütenranken an der Decke sind mädchenhaft verspielt. Allerdings bin ich froh, dass ich persönlich mich nicht um das Entstauben kümmern muss.

Nach ca. 40 min ist die Audiotour beendet. Das Glanzstück im letzten Raum vor dem Ausgang ist ein von Andy Warhol gemaltes Portrait von Friedrich II.

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Wir treten hinaus in den Ehrenhof mit den Kolonaden. Dort werden gerade Aufnahmen von einem Brautpaar aus Asien angefertigt. Die luftig bekleidete Braut hüllt sich nach jeder Auslösung in eine warme Jacke ein.

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Derweil riskieren wir einen Blick über den Zaun zum Ruinenberg. Die Goldauflage des Gitters hat schon bessere Zeiten gesehen, aber irgendwie passt es auch zu den künstlich angelegten Ruinen im Hintergrund.

Wir laufen um das Schloss herum. Die Anbauten sind perfekt angepasst. Das Grab des Alten Fritz, dass täglich mit Kartoffeln geschmückt wird, finden wir auf der linken Gartenseite. Erst seit 1991 liegt er dort, wo er beigesetzt werden wollte. Die Geschichte kann man bei Wikipedia nachlesen.

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Ein wenig laufen wir noch durch das Parkgelände. Wir sehen die Windmühle, die letzten Weintrauben an den Reben, machen noch ein DieReiseEule-„Selfie“ und verlassen den Park wieder durch das grüne Gitter.

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Wie hat dir Sanssouci gefallen? Hattest du Spaß an meinem Bericht und unseren Fotos? Möchtest du noch etwas anmerken? Wir freuen uns über einen lieben Kommentar und ein Like.

Dieser Bericht kam durch die Einladung der SPSG (Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg) in Potsdam zustande. Wir danken freundlich für die Kooperation.


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© Text DieReiseEule 12/2018, Fotos R. Kl. und DieReiseEule

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