Mainzer Sommerlichter 2018 – Bilder vom Feuerwerk

Mainz feiert den Sommer

Die Mainzer sind ein feierfreudiges Völkchen. Vom Frühjahr bis tief in den Herbst hinein gibt es fast kein Wochenende ohne eine Outdoor-Veranstaltung. Es gibt jedes Jahr im Juni das Johannisfest mit Künstlermarkt und dem Gautschen der Buchdrucker. Auch hier gibt es immer ein großes Feuerwerk. Es gibt den Weinmarkt im Mainzer Stadtpark, bei dem man sich die leckersten Weine und exotische Speisen einverleiben kann.

Auf dem Domplatz findet dieses Jahr zum zweiten Mal die Mainzer Symphonic Rock Night statt. Zum Geburtstag habe ich dafür Karten geschenkt bekommen und ich bin bereits jetzt in Vorfreude.

„Mainz lebt auf seinen Plätzen“. Unter diesem Titel finden von Mitte Juli bis Ende August etliche Veranstaltungen auf verschiedenen Bühnen an unterschiedlichen Plätzen statt. Das Rheinufer spielt bei vielen Festen eine zentrale Rolle, z.B. bei der Bierbörse, dem Weinsalon und eben auch bei den Mainzer Sommerlichtern, die dieses Jahr zum dritten Mal stattfanden.Mich persönlich interessieren die ganzen Großveranstaltungen nicht. Mir ist das einfach immer zu voll und laut. Die HSP läßt grüßen. Umso mehr habe ich mich auf das Feuerwerk gefreut. Letztes Jahr habe ich mir das zum ersten Mal angesehen, aber nicht fotografiert, da ich nicht damit gerechnet habe, dass es imposanter als das Feuerwerk vom Johannisfest sein könnte. Diesmal habe ich es umgekehrt und nur die Sommerlichter fotografiert. Das Außergewöhnliche an den Sommerlichtern ist, dass die Theodor-Heuss-Brücke – die Wiesbaden und Mainz verbindet – als Spiegel genutzt wird. Es ist also (fast) egal, wo man sich platziert, man kann von überall Feuerwerk sehen und ablichten.

Den besten Blick auf Mainz hat man von Mainz-Kastel

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Rechtsrheinisch gibt es drei Wiesbadener Stadtteile, die noch Mainz im Namen tragen, da sie bis zur Aufteilung durch die französischen und amerikanischen Besatzungszonen nach dem 2. Weltkrieg zur Stadt Mainz gehörten. Danach wurde der Rhein als Grenze der Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz festgelegt und Mainz-Amöneburg, Mainz-Kastel und Mainz-Kostheim wurden unter die Verwaltung Wiesbadens gestellt. Darüber habe ich bereits geschrieben und hier könnt ihr das nachlesen.

Das hessische Ufer eignet sich hervorragend, um Bilder vom Feuerwerk zu schiessen. Möglich wäre ein Standpunkt in der Nähe der Bastion und der Reduit, links von der Theodor-Heuss-Brücke oder man wendet sich nach rechts von der Brücke in Richtung der Rheinwiesen. Dabei kommt man übrigens am Brückenkopf vorbei, der für Streetart-Fans interessant ist.

Wir hatten eine Picknickdecke dabei und uns unterhalb der DLRG-Station einen relativ ruhigen Platz gesucht. Noch zur blauen Stunde habe ich das Stativ aufgestellt und die ersten Probebilder geschossen.

Noch war ich mir unsicher, ob ich mein 40 mm Festbrennweiten-Objektiv verwenden oder doch auf das Standard-Objektiv 18-105 mm umschwenken sollte. Auf einmal hörten wir Knaller und siehe da, am Schiersteiner Ufer fand auch ein Feuerwerk statt, dass wir in der Ferne und hinter den Bäumen ein bisschen sehen konnten.

Wir machten es uns auf der Decke gemütlich, stießen mit einem Radler an, während nach und nach immer mehr Zuschauer ihre Plätze ober-, unterhalb oder neben uns einnahmen. Ein paar Falschparker wurde noch kurz von Abschleppern hops genommen. Warum lernen die Leute nicht, dass bei solchen Festen das absolute Haltverbot einen Sinn hat? Wir haben das Glück, dass wir bis zum Rheinufer entweder die faule Methode des Busfahrens wählen können oder unser Herz-Kreislauf-System stärken können, indem wir laufen oder radfahren.

Ab 22 Uhr wurde die Brücke wegen der letzten Vorbereitungen für Fußgänger und den Verkehr gesperrt. Noch waren die Straßenlaternen an und gaben ein hübsches Motiv durch die Wasserspiegelungen ab.

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Kurz vor 23 Uhr hörten wir den Countdown vom jenseitigen Ufer. Die Lichter der Festmeile erloschen, das Riesenrad verdunkelte sich, die Musik setzte ein und dann schossen die ersten Raketen ins nächtliche Firmament.

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Eines haben die Mainzer noch nicht so richtig raus, nämlich Musik und Feuerwerkskörper gut zu koordinieren. Irgendwie passt es nur so lala. Wobei es dieses Jahr schon besser war als 2017, wo gar nichts zusammen passte. Sehr schade. Da Hasimausischatzibär und ich uns eher auf die Fotos konzentrierten, war es nicht ganz so schlimm.

Es folgt eine Auswahl meiner Bilder. Ich hoffe, sie gefallen euch.

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Mein Schatzl wollte kein Stativ mitnehmen und hat mit freier Hand ein paar Bilder geschossen. Entsprechend sind viele verwackelt, aber ein paar gefallen und doch oder gerade wegen der leichten Bewegung. Seht selbst.

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Bereits jetzt steht der Termin für die Mainzer Sommerlichter 2019 fest. Wer mag, kann sich das letzte Juliwochenende im Kalender freihalten. Das Feuerwerk wird es wieder am Samstag geben.

Nachdem das Spektakel beendet war, sahen wir noch den Vollmond. Am Tag zuvor hatte es ja den Blutmond gegeben, den wir leider nicht ablichten konnten.

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Wir warteten noch, bis sich die Menschenmassen verzogen hatten und nutzen die Chance, ein paar nächtliche Fotos zu machen. Die wasserstraßensperrenden Boote gaben ein farbenfrohes Motiv ab, ebenso wie nochmals die Theodor-Heuss-Brücke und das Rheinufer mit der Kuppel der Christuskirche im Hinter- und dem Jahrmarkt im Vordergrund.

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Ein bisschen Spaß musste auch noch sein. So entstanden noch ein paar Lightpainting-Fotos. Wobei ich finde, dass das erste ein wenig nach lagerndem Kreuzfahrtschiff aussieht. Oder was seht ihr?

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Ich freue mich über Anregungen, Anmerkungen, sachliche Kritik, positive Rückmeldungen und Likes sehr. Also keine Scheu!


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© DieReiseEule 8/2018

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