Treffpunkt Katzencafé

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Ein Tag vor Silvester war es soweit. Mein Partner und ich verabredeten uns mit Michelle von The Road most Traveled, die derzeit in Singapur lebt, auf eine Tasse Kaffee im Katzencafé.

Etwas versteckt zwischen zwei Bars am Boat Quay findet man das obige Hinweisschild. Eine steile Treppe führt in den ersten Stock eines alten Handelshauses.

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Ablauf

Die freundlichen Angestellten des Catcafes kommen direkt auf uns zu und erklären uns die Regeln. Vor dem Betreten des Raumes mit den Katzen muss man seine Schuhe ausziehen und die Hände gründlich waschen.

Natürlich kann man sich, wenn man möchte, auch gleich ein Getränk bestellen. Für die Schmuseeinheiten mit den Katzen wird zudem die Knuddelpauschale von S$ 12,- für die erste Stunde erhoben. Bleibt man länger, kostet die nächste halbe Stunde nochmals S$ 5,-.

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Möchte man direkt länger verweilen gibt es auch noch einen 3-Stunden bzw. einen Ganztagspauschalpreis.

Katzen sind eigen. Sie mögen es gar nicht, geweckt zu werden. Das sollte man respektieren. Daher darf man im Katzencafé nur wache Schmusetiger streicheln und mit ihnen spielen. Fotografieren ist erlaubt.

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Das Catcafe hat dienstags geschlossen, an den anderen Tagen ist es von 10 bzw. 11 Uhr bis 22 Uhr geöffnet.

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Wie die Idee entstand

Sam und Sue hatten die Idee, ein Katzencafé in Singapur zu eröffnen. Sie kannten dies schon von anderen Locations dieser Art in Japan, Korea und Thailand. Doch in diesen Ländern streichelt man reinrassige, gekaufte Katzen. Dies wollten sie nicht.

Die beiden beschlossen für ihr Café Katzen zu adoptieren und „normalen“ Katzen ein neues, warmes und friedliches Heim zu schaffen. In Singapur ist es nicht üblich, selbst Haustiere zu halten. Katzen gelten zudem als laut, dreckig und unnahbar und mit diesem Mythos wollen sie aufräumen.

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Emma, 6 Jahre alt

Auf der Homepage und im Café findet man einen Steckbrief jeder Katze. Man erfährt wie alt sie ist, wo sie herkommt, welche Eigenarten sie hat.

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Miley, 8 Jahr alt, Schildpattkatze

Fazit

Für Katzenliebhaber ist dieses Café eine schöne, beruhigende Abwechslung in einer sonst so quirligen, pulsierenden Metropole. Der Eintrittspreis ist gerechtfertigt, denn schließlich wollen die Katzen gepflegt und versorgt werden und sie verdienen sich nach einem oft harten Leben in Freiheit liebevolle Fürsorge.

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Weitere Berichte über Katzencafés findet ihr bei:

Michelle – Katzencafé Singapur

Julie – Katzencafé Neko Wien

Petrina – Katzencafé New York

© DieReiseEule 1/2018

 

24 Gedanken zu &8222;Treffpunkt Katzencafé&8220;

  1. In Shanghai gibt es auch viele Katzencafes. Die beiden, in denen ich war, haben zwar auch hauptsächlich Rassekatzen, aber die sind alle adoptiert. Die eine sammelt auch immer von der Straße ein und versucht zu vermitteln. Viel verdienen kann man damit wohl eh nicht, ist mehr eine Liebhaberei für Katzennarren, so kommt es mir vor.

  2. Interessant! In New York gibt es (wie auch in Deutschland) auch Katzencafés nach asiatischem Vorbild. Die dortigen Katzen kommen aus dem Tierheim und haben auch Steckbriefe – weil man sie adoptieren kann, also nach dem üblichen Papierkram etc. nach Hause holen darf.
    Liebe Grüße
    Petrina

    1. In Deutschland ist so vieles verboten…
      Leider…
      Gesetze, Regeln, Normen – wer lässt da schon 5 gerade sein?
      Irgendwann ersticken wir an unserer Unselbständigkeit und kriegen amerikanische Verhältnisse, wo man gegen alles klagen kann…
      Ein bisschen Selbstverantwortlichkeit und nicht immer die Suche nach einem „schwarzen Peter“ würde uns auch gut tun.

    2. In Deutschland gibt es bereits viele Katzencafés (Bielefeld hat neu eröffnet, in Hannover war ich schon und in Berlin gibt es das auch definitiv. Ich glaube Hamburg reiht sich auch ein.)
      So als kleiner Tipp am Rande 🙂

    3. Habe auch gehört, dass es in Deutschland Katzencafes gibt, allerdings mit strengen Auflagen, z.B. dass die nur drei Katzen haben dürfen oder so. Bringt‘s dann auch nicht wirklich.

    4. Eine Besitzerin eines Katzencafés in Deutschland hat es mir so einmal erklärt. Mehr als drei Katzen hat die Obrigkeit aus hygienischen Gründen nicht zugelassen …

  3. Wir sind in Chiang Rai zufällig an einem Katzenkaffee vorbeigekommen. Natürlich mussten wir dann auch rein. Dort kostet es allerdings keinen Eintritt. Den Cappu gibts zu ortsüblichen Preisen.
    lg herbb.

Ich freue mich sehr über einen konstruktiven Text von dir