Nanortalik

Gestern war Regen und heute klart es auf. Juchhu! Schlagartig bessert sich die Stimmung. Nach dem Frühstück packen wir unsere Habseligkeiten zusammen und spazieren über die provisorische, neue Hängebrücke zuerst zu einem Inuitgrab und dann zu einer Fischerhütte.

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Die Hütte wird von den Inuit im Frühjahr und Herbst während der Saison genutzt. Innen ist sie absolut spartanisch eingerichtet. Kein Bett, nur Bretter, auf denen man liegen kann, ein Tisch und ein Stuhl gehören zum Inventar. Von außen wirkt das deutlich romantischer.

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Die Fischerhütte

Nanortalik

Endlich bringen wir das Gepäck und die Proviantcontainer zum Strand. Unser Zodiak kommt. Wegen der Gezeiten ist es nicht möglich, dass das Boot am Strand anlegt. So ziehen sich unser Guide und sein Kompagnon Angleranzüge an und waten mit den Gepäckstücken durch das taillenhohe Wasser.

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Wir selbst müssen das zum Glück nicht. Das Zodiak kann in die Nähe von Felsen gebracht werden und von dort aus steigen wir ein. Sieht wahrscheinlich aus wie Walfische, denn man rutscht mehr über die „Brüstung“ als das man elegant einsteigt.

Unser Bootsführer erklärt uns, dass die Fahrt voraussichtlich länger dauern wird, da es stürmisch ist. Normal sind 45 min. Wir brauchen fast 2,5 Stunden!

Wir sind froh, dass wir nach der Fahrt unsere Glieder strecken können. Das gelbe Hostel „thront“ direkt auf einer Anhöhe über dem Hafen. Wir teilen die Zimmer unter uns auf. Dabei entdecken wir einen sehr kreativen „deutschen“ Notausgang.

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Danach vertreten wir uns die Füße und erkunden Nanortalik. Dabei finden wir – was eine Seltenheit in Grönland ist – Straßenschilder und eine Straße ist nach einer deutschen Stadt benannt. Warum? Tja, das bleibt uns verborgen.

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Straßenschilder haben Seltenheitswert

Wir entdecken einen Fußballplatz. Unweit davon ist das Krankenhaus. Ein niedliches Gebäude, bestens ausgerüstet, wie wir durch die Fenster sehen können. Hier könnte kranksein fast Spaß machen.

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Das Krankenhaus

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Abendessen gibt es diesmal im ortsansässigen Restaurant. Die Bedienung ist sehr freundlich, aber das Mahl verdient leider nicht mehr als das Prädikat „ganz nett“. Teuer ist es auch noch. Dann doch lieber wieder im Team selber kochen.

Der nächste Morgen führt uns nochmals durch Nanortalik. Der Fischmarkt soll sehenswert sein. Leider sind wir zu spät dran. Keine Fische mehr da. Wir werden noch durch das kleine Museum geführt. Wobei es fast mehr ein Museumsdorf ist, denn die Ausstellung verteilt sich auf mehrere Häuser.

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Die kleine, romantische Kirche von Nanortalik

Hier erfahren wir viel über die Inuit und ihre Traditionen. Originale Umiaks und Kajaks sind ausgestellt. Dazu die farbenfrohe (Sommer)Kleidung. Wir erfahren wie die Inuit ihre Anoraks herstellten, damit sie wasserdicht waren. Wer den Ort besucht sollte unbedingt das Museum besuchen.

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Das gelbe Haus ist das Hostel von Tasermiut
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Die Häuser links (rot und dunkelgrün) gehören zum Museum

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Im Supermarkt schauen wir nach Bier und anderen Vorräten. Wir entdecken getrocknete, eingeschweißte Krabben und über dem Kassentresen hängt ein Gewehr zum Verkauf. Die Supermärkte sind den früheren Krämer- und Gemischtwarenläden ähnlich. Man bekommt hier Elektroartikel, wie Laptops, Wasch- und Nähmaschinen, Anglerzubehör, Bekleidung und natürlich auch Lebensmittel.

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Im Supermarkt

Auf der Straße gehen die Hunde ganz alleine spazieren. Sieht aus, als wenn sie sich verabredet hätten. Das ist definitiv eines meiner Lieblingsbilder. Vom Markt ist leider nur ein einsamer Gemüsestand zu sehen.

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Noch ein letzter Rundblick vom Aussichtsturm neben dem Museum und wieder geht es ins Zodiak. Ziel ist diesmal die bevölkerungsreichste Stadt Südgrönlands – Qaqortoq. Mit der Aussicht auf eine Übernachtung im Hotel machen wir uns freudestrahlend auf den Weg. Zwischenstop wird Alliutsup Paa sein.

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Tschüss Nanortalik, Hallo Qaqortoq

Tja, und was wir dort gesehen haben, dass erfahrt ihr im nächsten Bericht. Eine unvergessliche, atemberaubende Erinnerung, die ich auf keinen Fall missen möchte. Und ihr erfahrt, warum wir vom Hotel in Qaqortoq letztlich total enttäuscht waren. Seid neugierig.

Kommentar? Anregung? Ich freue mich wie Bolle, wenn ihr mir eine Nachricht und/oder ein Emoticon hinterlasst.

© DieReiseEule 10/2017

 

 

 

 

8 Kommentare zu „Nanortalik

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