London – Ein Kurztrip mit Teenie (2)

Tag 2

London (3)

Ausschlafen. Aufstehen. Duschen. Das übliche halt. Und dann ging es raus, um ein Frühstückslokal zu suchen. Wir fanden es um die Ecke vom Hotel. La Regina – ein italienisches Restaurant. Ich bestellte mir ein Englisches Frühstück mit baked beans, Spiegeleiern, Speck…. Patenkind Teenie aß ein Sandwich mit Käse und Tomaten. Frisch gestärkt enterten wir den Underground am King’s Cross, um unsere Shoppingtour zu starten.

Camden Town und Camden Market

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Camden Town ist bekannt für seine vielen Läden. Ein bunter Stadtteil, wie sich rausstellte. Unbedingt die Fassaden der Häuser anschauen, es lohnt sich. Wo sieht man sonst wild verzierte Häuserfronten?

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Camden Market glänzte mit kleinen, handwerklichen Ständen. Schmuck, Lederwaren, Kleidung… Ein bisschen wie auf einem Flohmarkt. Und Schuhläden. Dafür habe ich  durchaus eine Schwäche. Ein kleines Paradies. Auch wenn ich standhaft blieb, hier hätte ich jede Menge wirklich abgefahrene, außergewöhnliche, bunte Damenschuhe kaufen können. Die Preise waren erstaunlicherweise sogar im normalen Rahmen.

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„Mein“ Schuhparadies, rote Sternchenschuhe…hach, die wären es gewesen…

So richtig war Teenie aber für Camden Town nicht zu begeistern, hatte ich den Eindruck. Sie wollte lieber baldmöglichst zu gängigeren Markenshops. Wir schlenderten langsam zurück Richtung U-Bahn.

Da entdeckte ich einen Essenstand mit Bubble Waffles (s. auch Beitragsbild). Die sahen so verführerisch und lecker aus, die musste ich einfach probieren. Kalorien zählen? Ach pfiff ich drauf. Ich hatte Urlaub. Was soll ich sagen? Eine Explosion für die Geschmacksknospen.

Der üppige Snack musste verdaut werden. Es ging zurück zum King’s Cross/St. Pankreas. Im Bahnhof schauten wir uns den Harry Potter Laden und den nachgestellten Bahnsteig 9 3/4 an. Ehrlich? Ich hatte mir mehr erwartet, als nur eine Wand mit einem halben Einkaufswagen, vor dem man sich für teuer £ fotografieren lassen konnte.

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Bahnhof King’s Cross

Im Laden dagegen kam ich mir vor wie ein Protagonist im Harry Potter Film. Mit viel Liebe zum Detail kann man dort sämtliche Merchandisingprodukte kaufen, die das Herz begehrt. Ich kam mir vor wie im Zauberstabladen von Mr. Ollivander. Sehenswert.

Rund um die beiden Bahnhöfe, die direkt nebeneinander liegen, gibt es interessante Architektur. Alte und moderne Gebäude bilden eine spannende Einheit durch die Jahrhunderte.

Doch Ziel sollte an diesem Tag downtown London sein. Wieder die Oystercard gezückt, durch die Absperrung in den Tiefen des britischen Untergrundes verschwunden, um am Piccadilly Circus erneut ins Sonnenlicht heraus zu treten.

Shopping. Meine „Paradedisziplin“. Wobei es hier nicht um mich ging, sondern um Teenie. Gibt es was befriedigenderes als strahlende Teenieaugen? Dafür lohnt es sich, zeitweise die eigenen Bedürfnisse hinten anzustellen.

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Der bunte M&M-Laden, in dem man auf vier Etagen Süßwaren, Kleidung, Tassen und jede Menge Mitbringsel kaufen kann, war ein wahrlich buntes Erlebnis. Die Schokolinsen gibt es hier nach Farben sortiert, bunt gemischt oder man kann sie mit dem eigenen Konterfei bedrucken lassen.

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Nur ein kleiner Teilausschnitt der Wand, die hatte nämlich 6 oder 7 solcher Abschnitte

Weiter ging es durch Chinatown, dass ich mir viel größer vorgestellt hatte. Kaum betreten ist man auch schon wieder draußen. Da bin ich schon sehr gespannt auf das Chinatown in Singapur, dass ich zum Jahresende zum Vergleich heranziehen möchte.

Die restliche Shoppingtour erspare ich euch. Wir waren in vielen namhaften Läden. Wir kauften bei Lillywhites Sportklamotten und bei Guess eine (Schul)Tasche. Dies war ein sehr langfristiger Entscheidungsprozess, den die nette, hilf- und wortreiche Verkäuferin letztlich auf ihrem Konto mit Gewinn für sich verbuchen konnte. 🙂

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Sherlock Holmes‘ Haus in der Baker Street

Um 16 Uhr schlug ich mir ermattet eine Tasse Kaffee heraus. Frisch gestärkt wollten wir noch ein paar Sehenswürdigkeiten abklappern. Vorbei am Piccadilly Circus. Kurzer Abstecher zur Baker Street und dem Haus des berühmten Sherlock Holmes.

Wir liefen 311 Stufen im Kreis aufwärts und eroberten The Monument. Von dort hatten wir vielleicht nicht so einen spektakulären Ausblick, wie man ihn von The Shard haben könnte, aber dafür war der Eintritt deutlich günstiger und wir haben etwas für unser Herz-Kreislauf-System getan.

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The Monument

London von oben – The Monument Plattform als Fotopunkt

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Die folgenden Touristenattraktionen sind hinreichend bekannt. Der Tower, die Tower Bridge…. Natürlich läuft man daran vorbei. Gerne hätte ich noch einen längeren Spaziergang am Themseufer entlang gemacht und mir die London Bridge und die Millennium Bridge noch angeschaut. Oder ich wäre mit dem Boot gefahren. Aber man kann bekanntlich nie alles haben. So habe ich zumindest einen Grund, nochmal nach London zu reisen.

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The Tower of London
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Rechts der Tower, geradeaus die Tower Bridge
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Tower Bridge
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The Tower von der Uferseite
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Themseufer

Bei einer Pizza am Leicester Square ließen wir den Tag ausklingen. Dort waren noch jede Menge Gaukler, Künstler und Zuschauer unterwegs, sodass es gar nicht so leicht war, sich durch die Menge durchzuschlagen. London ist eine pulsierende Metropole. Busy,  ohne den Eindruck ständiger Hektik.

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Tag 3 – Die Abreise

Gelandet waren wir in London-Heathrow. Ein gigantischer Großflughafen, weite Wege die zum Glück gut ausgeschildert waren. Wobei man letztlich nur der „Masse“ folgen muss und man landet unwillkürlich an der Passkontrolle.

Wir reisten mit Personalausweis an. Die Schlange war lang. Schneller geht es, wenn man mit einem modernen Reisepass einreist, denn dann kann man die automatischen Schleusen nutzen (Voraussetzung ist ein Mindestalter von 16 Jahren).

Die Abreise sollte vom nördlich gelegenen Flughafen Stansted starten. Dort kommt man nicht per Tube hin. Ein Londonkenner gab mir den Tipp mit dem Stansted Citylink Express zu fahren. Ich informierte mich im Internet und buchte dort auch die Tickets. Für £ 13,- für 1 Erwachsenen und 1 Kind stiegen wir auf der Rückseite des St. Pancras Bahnhofs in den gelben Bus ein, der Nonstop zum Airport fuhr.

Dafür braucht man je nach Uhrzeit, Verkehrsaufkommen usw. ca 45-60 min. Am Flughafen lief alles reibungslos ab. Gewöhnungsbedürftig war nur, dass der Flugsteig wirklich erst 45 min vor Abflug angezeigt wird. Man erreicht dennoch pünktlich die Maschine. Keine Panik!

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Wir sagten Lebewohl, flogen nach Berlin, wo Teenie sehnsüchtig erwartet wurde. Natürlich wurde die neue Tasche sogleich entdeckt und bewundert.

Ich vertrieb mir noch ein paar Stunden in Berlin-Tegel, – dieser Flughafen und ich werden keine Freunde – wo ich das Preis-Leistungsverhältnis der Gastronomie als ziemlich unausgewogen empfand. Dafür waren die Damen im S. Oliver Laden sehr freundlich und kompetent und die Ware dort war kein bisschen teurer, wie in anderen Läden des Labels. So gönnte ich mir dann meinen Minishoppingtrip und erwarb noch einen Jumpsuit.

Und dann ging es nach Frankfurt, wo mich mein Hasimausischatzibär abholte. Vielen Dank. ❤

Vielen Dank auch an Patenteenie für den Trip und die Zeit mit dir, die wir bisher viel zu selten hatten. Es hat trotz Shopping Spaß gemacht.

Wie Christina von ReiseWeise einen ähnlichen Ausflug mit männlichem Pubertier erlebt hat, könnt ihr hier nachlesen.

© DieReiseEule 9/2017

6 Kommentare zu „London – Ein Kurztrip mit Teenie (2)

  1. Ich bin auch bald das erste Mal in London und freue mich schon & dann wird SOFORT so eine Waffel inhaliert 😀 Freue mich jetzt noch mehr auf die Stadt 😀 Und super Tip mit dem Harry Potter Laden, da muss ich dann auch auf jeden Fall hin 🙂

    Lieben Gruß

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  2. Um Tegel zu mögen, muss man wohl Berliner sein. Ich bin keiner.

    Wir waren im Sommer wieder in England. Also süß (Süßspeisen) können die Engländer. Rich Chocolade mit Sahne und Marshmallow als Topping war des Sohnes Lieblingsschmaus.
    Und sonst kann man in England mittlerweile auch gut essen!! Wichtig!!!

    Gefällt 1 Person

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