Warum heißt dein Blog, wie er heißt? 2

Wer lüftet das Geheimnis hinter seinem Reiseblog-Namen?

Die Frage habe ich letztes Jahr bereits 11 Bloggerkollegen und -kolleginnen gestellt und die Resonanz war großartig. Viele haben mir geschrieben, wie toll es ist, zu erfahren, was hinter den Namen steckt. Einige Blogger haben bedauert, dass sie nicht teilgenommen hatten. Das lag allerdings daran, dass ich das nicht öffentlich angekündigt hatte, sondern die Blogger direkt anschrieb. Nachlesen könnt ihr hier nochmal.

Auf Grund der tollen Rückmeldungen habe ich mich entschieden, euch noch weitere Blogs vorzustellen. Es wird eine kleine Serie entstehen. Und wieder bin ich begeistert, wieviel Gedanken sich jeder macht, um einen möglichst einprägsamen, einzigartigen und passenden Namen zu finden.

Wieder ist eine spannende Mischung entstanden aus verschiedenen Altersstufen, Lebensumständen und Beweggründen. Aber lest selbst. Starten wir also mit den nächsten 10 Geheimnissen der Namensgebung.

1. Kind im Gepäck

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Melanie von Kind im Gepäck

Warum wir Kind im Gepäck heißen!

Wer sich einen Blog aufbaut, der weiß, der Name sollte was hergeben und natürlich auf alle Fälle zum Thema passen. Je besser der Name, je eher wird der Blog gefunden. Dumm nur, wenn es Reiseblogs wie Sand am Meer gibt und auch Familien-Reiseblogs keine Seltenheit mehr sind. Alles was mir mit Familie&Reise in den Sinn kam war natürlich schon vergeben. Tagelang hatte ich recherchiert und alle Ideen auf jeglichen Social Media Kanälen gegooglet. Vergebens. Da war guter Rat teuer…

Nachdem ich eigentlich eines Abends mehr planlos als kreativ vor dem Laptop saß, fiel mir plötzlich, einfach so, Kind im Gepäck ein. Denn irgendwie war unser kleiner Mann ja auch eine Art neues Gepäckstück bei unserer allerersten Reise. Kind im Gepäck gegooglet – keine Ergebnisse gefunden (außer: ein Kind wurde wohl schon im Koffer verschickt!) und schon war der Name unser!

Kind, Gepäck – wir finden mittlerweile, das passt perfekt für einen Familien-Reiseblog. Ihr auch? Schaut doch mal vorbei! P.S. Natürlich gibt es hier auch Packtipps 😉

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Tatjana von ZielunGEWISS

2. ZielunGEWISS

Warum heißt mein Blog ZielunGEWISS so, wie er heißt? Ich verbrachte Tage damit einen passenden Namen für meinen Blog zu finden. Da ich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht wusste, wohin mich die Reise mit meinem Blog führt, konnte ich mir nichts mit „Travel, Reisen o.ä.“ vorstellen.

Die Idee für meinen Blognamen ZielunGEWISS entstand bei der Planung meiner Langzeitreise. Oftmals fragten mich Freunde, was ich denn nach meiner Langzeitreise machen möchte, so ohne Arbeit und ohne Wohnung.

Für viele Menschen ist es heutzutage unvorstellbar, sich einfach so ins Ungewisse zu stürzen. Nicht zu wissen, was Morgen, in ein paar Monaten oder in ein paar Jahren sein wird. Keine Angst vor Veränderungen zu haben. Ziele und Wege, für das weitere Leben einfach offen zu lassen. Sich ins „Ungewisse“ stürzen. Denn genau das war einer meiner größten Wünsche. Endlich mal nicht zu wissen, was das Leben noch für mich bereithält. Einfach das Leben genießen und den Alltag hinter sich lassen.

Jeder Mensch hat Ziele in seinem Leben. Auch ich habe bis heute Ziele vor Augen, bei denen ich nicht weiß, wohin mich mein Weg führt. Ich muss nicht für alles gleich einen konkreten Plan haben. Denn Pläne sind ja dazu da, wieder verworfen zu werden. ZielunGEWISS eben.

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Kathrin und Christian von Before we die

3. Before we die

Ehrlich gesagt war uns sofort klar, wie unser Blog heißt. Die Idee für den Blog und der Name entstanden im selben Moment. Vorlage für uns war ein Social Media Trend: In den letzten Jahren gibt es dort vermehrt Accounts – sei es nun bei Facebook oder Instagram – die ausschließlich Fotos und Videos von einzigartigen Orten und Erlebnissen zeigen.

Wir verfolgen diese Accounts schon sehr lange und haben uns wohl unterbewusst so sehr inspirieren lassen, dass wir irgendwann festgestellt haben, dass wir tatsächlich selbst zu diesen „Places to see before you die“ reisen. Irgendwie fanden wir es zu schade, diese Erlebnisse nur mit einer Handvoll Leute aus dem Freundeskreis zu teilen. Und weil es nicht noch einen gesichtslosen Account braucht, der (meist fremde) Bilder und mal ein Video teilt, haben wir beschlossen, dass wir das richtig machen wollen.

Mit Text, Berichten zu unseren Erlebnissen und Tipps zum Nachreisen. Aus dem „You“ wurde ein „We“, denn wir gehen nunmal zu zweit durchs Leben – und fertig war der Name! In der Praxis bedeutet das natürlich nicht, dass wir nur die abgefahrenen Sachen machen. Wir sind auch nur Menschen mit begrenztem (Zeit-)Budget. Aber wir geben uns Mühe! Ein paar richtig coole Sachen haben wir schon gemacht und haben wir auch dieses Jahr wieder vor.

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Gina und Marcus von 2 on the go

4. 2 on the go

Zu unserem Blognamen „2 on the go“ sind wir über einen Umweg gekommen. Als ich anfing über unsere Reisen zu bloggen, nannte ich den Blog zuerst „Zwei Zugvögel unterwegs“. Wir waren lange Jahre im Kanuclub Zugvogel aktiv. Dort begann ich mit dem Schreiben, als ich in der Vereinszeitschrift über unsere Kanureisen berichtete. Unsere erste Fernreise war denn auch eine Paddelreise. Wir paddelten in 12 Tagen durch den Grand Canyon und bereisten im Anschluss daran die umliegenden Nationalparks. Die Infektion mit dem Fernreisevirus war erfolgt. Der Fokus ging weg vom Paddeln, hin zu selbst organisierten Fernreisen. So begann ich mit dem Blog und der Begriff Zugvögel verband für mich sowohl das Kanufahren als auch die Idee, zu fernen Zielen unterwegs zu sein.

Bevor wir zu unserer Weltreise aufbrachen, wollte ich von der kostenlosen wordpress.com Domain zu einer eigenen Domain wechseln und dachte noch einmal über den Namen da. Inzwischen erschien er mir recht sperrig. Außerdem hatte ich festgestellt, dass es einen anderen Reiseblog unter einem ähnlichen Namen gab. Also musste ein neuer Name her. Ein Brainstorming im Familienkreis brachte schließlich die Lösung.

2 on the go drückt unser Unterwegssein aus. Wir beide reisen gemeinsam, ob um die Welt oder „nur“ in Urlaub. Wir wollen Neues entdecken und nicht stehen bleiben. Dabei geht es uns nicht nur ums äußere Unterwegssein, sondern auch um die innere Entwicklung. Uns immer noch einen Schritt weiter trauen, auf Unbekanntes einzulassen hält uns auch innerlich beweglich.

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Ines und Thomas von Gin des Lebens

5. Gin des Lebens

Wir, Thomas und Ines aus Österreich, schreiben in unserem Blog über unsere gemeinsame Leidenschaft, das Reisen. Wir hatten bereits einige Namen für den Blog in der engeren Auswahl, jedoch hatte keiner wirklich das ausgedrückt, was Reisen für uns bedeutet.

Reisen ist unser Sinn des Lebens und weil wir auch gerne Gin Tonic mögen, sind wir irgendwann bei diesem Namen gelandet. Reisen ist für uns wie ein gutes Gin Tonic. Facettenreich und aufregend, prickelnd und erfrischend zugleich. Man will einfach mehr davon. Unsere Liste ist noch lange.

Heuer waren wir bereits in Kopenhagen und reisen nochmals nach Island sowie nach Costa Rica und in die Dominikanische Republik. Auch die Unterwasserwelt hat es uns angetan. Das Foto ist auf Spitzbergen entstanden. In die traumhafte Landschaft haben wir uns sofort verliebt. An diesem Tag haben uns die Rentiere bei unserer Unterkunft besucht. Wir freuen uns, wenn ihr uns noch auf das ein oder andere Abenteuer begleitet.

Liebe Grüße Thomas und Ines

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Annik von Misses Backpack

6. Misses Backpack

Warum Misses Backpack Misses Backpack heißt, ist eigentlich schnell erklärt.Ich reise als Frau, alleine und individuell und daher meistens mit Rucksack. Sollte ich mal einen Koffer benutzen kannst du sicher sein, dass ich einen Daypack auf dem Rücken trage.

Selbst wenn ich zu Hause bin nehme ich so gut wie immer einen Rucksack, statt einer Handtasche mit vor die Türe. Ansonsten vermisse ich etwas, Misses Backpack eben. Und…ich mag die Doppeldeutigkeit von meinem Blognamen sehr. Misses im Sinne von Frau und vermissen in Kombination mit dem Rucksack, fand ich bei der Namensfindung für meinen Blog schon ziemlich gut. Deswegen auch nicht Mrs. Backpack oder Ms. Backpack, sondern Misses Backpack!

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Sandra und Chris von See you on the flipside

7. See you on the flipside

Ein Sabbatjahr nehmen um auf Weltreise zu gehen…diesen Traum leben wir seit Dezember und berichten auf unserem Blog seeyouontheflipside.de darüber.

Zu Beginn unserer Reisen hatten wir den Namen Worldtrip2017. Schnell haben wir gemerkt, dass uns der Blog unheimlich viel Spaß bereitet und wir das Bloggen auch über unserere Weltreise hinaus weiterführen möchten.

Besonders gut gefällt uns die Übersetzung von See you on the flipside, umgangssprachlich bedeutet dies: Man sieht sich!

Das bedeutet für uns: Wir gehen gerne auf Reisen, kommen aber auch mindestens so gerne wieder zurück und freuen uns, unsere Liebsten wiederzusehen.

Liebe Grüße Sandra und Chris

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Igor von 7 Kontinente

8. 7 Kontinente

7 Kontinente – aus so vielen Teilen besteht unser wundervoller blauer Planet, auch wenn er noch viel bunter und vielfältiger ist, um ihn bloss auf 7 Kontinente aufzuteilen. Jeder Kontinent bietet solch eine Vielzahl an verschiedenen Kulturen, Geschichten & Menschen. Jede davon einzigartig und ein Unikat. Und genau dafür steht der Name.

Um authentische Reisen und Entdeckung fremder Kulturen. Um die Selbstfindung jedes einzelnen Reisenden und der Suche nach Einzigartigkeit auf dieser Welt. Der Name steht für die ganze Welt als unser gemeinsamer Schatz, den wir uns täglich teilen. Auch wenn unser Denken und unser Weltbild in einigen Bereichen völlig unterschiedlich sein mag – was enorm wichtig ist, so sind wir auch alle Eins.

Durch die Entdeckung aller 7 Kontinente und der vielfältigen Menschen dahinter, stehen die Kontinente vorallem für die Entdeckung unserer Selbst. Wer sind wir wirklich? Was ist unsere Mission? Es wäre viel zu schade unser Denken und Handelnnur auf unsere eigenen Herkunft zu beschränken. Jeder einzelne Mensch für den wir unser Herz und unseren Geist öffnen, hinterlässt Spuren in unserer Seele. Seien es die neuen Freunde auf einem fernen Kontinent. Die Lebensgeschichte anderer Reisenden. Nach der Reise sind wir nicht mehr die gleichen, wie wir es vor der Reise waren.

Das ist 7 Kontinente. Das sind wir. Das bin ich.

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Jessica von Yummy Travel

9. Yummy Travel

Warum mein Blog Yummy Travel heißt und doch kein richtiger „Reise-Rezepte-Blog“ ist, dass haben mich schon viele gefragt. Ursprünglich sollte Yummy Travel nämlich genau so ein Blog werden. Doch wie sagt man so schön? Wenn man etwas nur halb kann, dann soll man es lassen. Spätestens nach dem dritten Rezeptartikel habe ich gemerkt, dass ich diese besser nicht veröffentlichen sollte.

Es hat einfach nicht gewirkt. Irgendwie fade, abgeschrieben und deplaziert. Einfach nicht meine Art zu schreiben. Das überlasse ich dann lieber den anderen tollen Reise-Food-Blogs, die mich Tag für Tag inspirieren.

Versteht mich nicht falsch, ich bin ein Hobbykoch mit Leib und Seele, aber irgendwie gelingt es mir nicht, meine kulinarischen Erfahrungen so darzustellen, dass andere es auch nachvollziehen können. Klar dreht es sich auf meinem Blog immer noch um kulinarische Highlights und Erfahrungen, nur eben nicht in Rezeptform, sondern als Storytelling und in Form von Reiseartikeln.

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Kathrin von Unterwegs mit Dröppel

10. Unterwegs mit Dröppel

Auf unserer Reise mit dem Bulli durch Schweden im Sommer 2015 kaufte ich spontan ein kleines Notizbuch und begann, ein Reisetagebuch zu führen. Freunde überzeugten mich dann davon, das in Form eines Blogs zu veröffentlichen und weiterzuführen.

Nachdem allerlei technische Fragen geklärt waren, fehlte nur noch der Name. Nach langem überlegen wurde es schließlich „Unterwegs mit Dröppel“, was eigentlich naheliegend ist.

Dröppel heißt unser Bulli, ein 35 Jahre alter T3. Seinen Namen verdankt er der Doppeldeutigkeit des Wortes „Dröppelig“. Das sagt man im Ruhrgebiet für klein, süß, knuffig, aber natürlich kommt es bei einem Auto in seinem Alter auch schon mal vor, dass es „dröppelt“ – also tropft.

Meistens ist er also „unser Süßer“, wie man das vielleicht ins Hochdeutsche übersetzen könnte. Gelegentlich aber leider auch „der Tropfende“.

Wenn wir reisen, ging es schon immer mehr ums Unterwegssein als ums Ankommen, ganz nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“. Und mit Dröppel kann man wunderbar unterwegs sein. Der 50-PS-Motor sorgt automatisch für Entschleunigung.

Seitdem wir den Bulli haben, sind wir also meistens unterwegs mit Dröppel, sei es auf einen Kaffee im Grünen, ein Wochenende am Meer oder einen Roadtrip – am liebsten in Richtung Norden.

Hier geht es zu Unterwegs mit Dröppel

Ich danke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die ihre Zeit geopfert haben, um mir einen aussagekräftigen Text zukommen zu lassen. Teil 3 ist auch schon in Vorbereitung und wenn noch jemand daran teilnehmen möchte, dann schaut doch mal bei den Reiseblogger Blogparaden  auf Facebook vorbei. Dort findet ihr die Teilnahmebedingungen. Einige Beiträge sind bereits eingegangen, aber es sind auch noch freie Plätze vorhanden. Und wenn es noch mehr werden, dann gibt es auch noch einen vierten Teil.

© DieReiseEule 3/2017

21 Kommentare zu „Warum heißt dein Blog, wie er heißt? 2

  1. Sehr schön. Hab leider kein Pingback bekommen, weshalb ich es leider völlig vergessen habe. Freut mich, meine Erklärung hier ebenfalls zu finden und herzlichen Dank, dass du an mich gedacht hast.

  2. Super coole Postidee!
    Das frage ich mich oft, wie Leute auf ihren Blognamen kommen und bei dir kann man es einfach durchlesen. Sehr coole Geschichten 🙂

    Liebe Grüße Anni von http://hydrogenperoxid.net

    1. Willst du etwa implizieren, Reiseblogger seien nicht normal? 😉
      Die Idee, andere Blog ebenso vorzustellen hatte ich schon, war bzw. bin mir aber unsicher, ob das auf die ReiseEule passt oder ob man das besser auf einem anderen, gemischten Blog macht.
      Aber wenn du dich da austoben magst, gerne 😀

  3. Ohhhhh. Das ist ja eine tolle Aktion. Echt interessant die Hintergründe zu erfahren 🙂
    Hättest du noch Platz im 3. Artikel? 🙂
    LG Janine

    1. Platz ist auf dem kleinsten Blog 😉
      Gerne.
      Voraussichtlich Ende des Monats oder Anfang April soll es schon den nächsten Artikel dazu geben.

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