Fotografische Highlights 2. Halbjahr 2016 – Fotoparade

Michael von Erkunde die Welt hat zum vierten Mal zur Fotoblogparade aufgerufen und ich hatte schon die Befürchtung, diesmal nicht daran teilnehmen zu können, weil ich unterwegs war. Doch die Blogparade endet netterweise erst Mitte Januar und so habe ich mich direkt an die Sichtung meiner umfangreichen Bildersammlung gesetzt.

Er sucht das schönste Bild des zweiten Halbjahres 2016 und darüber hinaus schlägt er noch fünf weitere Kategorien zur Präsentation vor.

  • “gewachsen”
  • “Berühmtes”
  • “Tierisch”
  • “Gebäude”
  • “Nacht”
  • „Schönstes Bild“

Der Kreativität sind dabei keine festen Grenzen gesetzt und man darf das Repertoire erweitern, wenn man mag. Durch die Entstehungsgeschichten wird den Bildern Leben eingehaucht und manches Foto erscheint dadurch nochmal in einem ganz besonderen Licht. Es lohnt sich, bei den anderen Teilnehmern zu spicken, sich Inspirationen für neue Reiseziele zu holen oder einfach nur die Vielfalt zu genießen.

Wer jetzt Lust bekommen hat selbst an der Fotoparade #FopaNet teilzunehmen, sei herzlich eingeladen, dies bis einschließlich 17. Januar 2017 zu tun.

Kommen wir zu meinen Fotos. Im zweiten Halbjahr war ich hauptsächlich in der näheren Umgebung unterwegs. Ausnahme war meine Reise über Singapur nach Neuseeland, von der ich erst seit gestern zurück bin. Fünf wunderbare Wochen liegen hinter mir, mit unglaublichen Eindrücken der Südinsel. Daher will ich diesmal auch nur mit Bildern von dort teilnehmen. Mit einer Ausnahme. Meine Kategorie „außer Konkurrenz“. Aber seht selbst.

Kategorie „gewachsen“

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Ein Foto aus dem Botanischen Garten in Singapur. Dieser Baum war von allen Seiten her eingewachsen, sodass man kaum noch den Stamm erkennen konnte.

Den Botanischen Garten  kann ich euch wirklich empfehlen. Dort gibt es einen Orchideengarten, der fantastisch ist. Diese Farben- und Formenvielfalt. Allein hier habe ich jede Menge Bilder gemacht. Daher werde ich diesem Teil meiner Reise noch einen eigenen Artikel widmen. Seid also gespannt.

Ganz besonders begeistert hat mich ein Foto auf framinglanscapes, dass den Wald von oben zeigt und auch in die Kategorie „gewachsen“ passt. Das Farbspiel in seinen Nuancen ist etwas besonderes.

Kategorie „berühmtes“

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Lake Matheson, auch als der „Mirrorlake“ bekannt. Am frühen Morgen und am Spätnachmittag ist die Chance am größten, dass das Wasser die schneebedeckten Gipfel des Aoraki (Mount Cook) und des Mount Tasman spiegelt. Einfach atemberaubend. Und es bekommt nochmal einen ganz anderen Effekt, wenn man es in schwarzweiß sieht. Man erkennt, dass die Spiegelung sogar klarer erscheint, als das Original.

Kategorie „tierisch“

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Bei dieser Kategorie fiel mir die Auswahl diesmal am schwersten. Neuseeland bietet vielleicht nicht so viele exotische Tiere, aber man kommt den Tieren unheimlich nah. Da habe ich Bilder von Angusrindern, Schafen, Schmetterlingen, Vögeln, Hasen, Eseln und und und.

Ich habe mich für zwei Fotos entschieden. Oben ist mein „erstes“ Schaf, dass mir in Neuseeland über den Weg lief. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich wollte den Lake Coleridge von einer Anhöhe aus fotografieren, kraxelte den Berg hoch und dann lugte diese Lamm – welches aus der Umzäunung getürmt war – hinter den sonnengelben Büschen hervor und beobachte mein Tun.

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Die Libelle flog mir im Botanischen Garten in Singapur vor die Linse, als ich gerade mit den Blüten der Orchideen beschäftigt war. Eine Weile flog sie ständig herum. Keine Chance auf ein Foto und dann klammerte sie sich doch für ein oder zwei Sekunden an den Halm, während ich den Auslöser betätigte. Da sie sofort wieder weg war, hatte ich wenig Hoffnung, sie erwischt zu haben, doch – oh Wunder – ich hatte sie auf meiner SD-Karte gebannt.

Kategorie „Gebäude“

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Waipapa Lighthouse in der Morgensonne. Bei näherer Betrachtung sahen die Planken schon recht heruntergekommen aus, aber im Gegenlicht erstrahlt der Leuchtturm in neuem Glanz.

Kategorie „Nacht“

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Skyline von Singapur bei Nacht

Nachtfotografie ist noch Neuland für mich. Ich liebe Nachtaufnahmen, hatte bisher aber zu wenig Kenntnisse darüber, wie man ein gutes Foto hin bekommt. Diesmal wollte ich aber die Stimmung und die Skyline von Singapur unbedingt im Dunkeln ablichten. Wie Rucksackträger, der ebenfalls eine Aufnahme des südostasiatischen Stadtstaates als Nachtbild gewählt hat, hat mich die Stadt gefangen genommen.

Ich war im Gardens by the Bay unterwegs und hatte natürlich mein Stativ vergessen, welches für Aufnahmen in der Dunkelheit fast unabdingbar ist. Doch dann fand ich eine Mauer, auf die ich meine Kamera legen konnte, entschied mich für den Selbstauslöser, um Verwackelungen zu vermeiden und heraus kam obiges Foto.

Kategorie „außer Konkurrenz“

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Zwei Bilder, die aus der Heimat stammen. Der Frankfurter Flughafen ist nur einen Steinwurf entfernt und man lernt mit den Flugzeugen zu leben. Inzwischen bin ich unter die Planespotter gegangen, wobei meine Ausrüstung dafür wohl eher stümperhaft ist. Dennoch gelingt das ein- oder andere brauchbare Bild.

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Die ersten Versuche von Nachtaufnahmen habe ich hier gestartet. Ohne Stativ kam dabei natürlich kein brauchbares Bild raus. Dann habe ich rumgespielt und mich im Lightpainting versucht. Ergebnis war dieses Foto, welches ich wegen der Farben und der Lichtzeichnung sehr mag.

Königskategorie „Schönstes Bild“

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Gelbaugenpinguin

Ob es wirklich das schönste Bild ist, darüber kann man natürlich trefflich streiten. Da gäbe es jede Menge Fotos, die dieses Prädikat verdienen. Entweder durch die Farbgebung oder die Komposition. Damit wäre mir die Entscheidung aber sehr schwer gemacht worden.

Ich habe mich deshalb auf das emotionalste Bild konzentriert, dass für mich auch die außergewöhnlichste Geschichte verkörpert. Dieses Bild entstand am Sandfly-Beach der Otego Peninsula. Ich folgte dem Rat meiner B&B Gastgeber und wählte den langen Weg durch die Dünen und jede Menge Gestrüpp und Gewächse – und fand fast nicht mehr zurück (das ist aber eine andere Geschichte und soll jetzt nicht erzählt werden).

Hier sieht man diesen Strand. Links, wo das Paar läuft, waren Steine und dort lagen jede Menge Seehunde. Dort war ich zuerst und machte Tierbilder. Natürlich hatte ich mein Teleobjektiv montiert, denn man soll den Tieren nicht zu nahe kommen. Für Seehunde sollten dies möglichst 50 m Abstand sein (da hielten sich aber viele nicht dran) und für Pinguine soll man mindestens 200 m Abstand halten.

Gelbaugenpinguine sind eine sehr seltene Rasse und werden besonders geschützt, da sie vom Aussterben bedroht sind. Normalerweise sind sie tagsüber nicht am Strand, sondern – wegen der Brutzeit – auf Nahrungssuche für den Nachwuchs. Sie kommen erst am Spätnachmittag aus dem Meer.

Ich lief, nachdem ich einige Bilder geschossen hatte, den gesamten Strand entlang bis zum anderen Ende. Da dort keine Seehunde waren, waren dort auch keine Menschen. Das Wetter war herrlich, das Meer hatte wunderschöne Wellen und der Wind „zerblies“ diese, wie man auf dem Bild sehen kann. Ich konnte mich gar nicht satt daran sehen und genoß die Stille und Einsamkeit in dieser Ecke. Dort saß ich dann sicher eine halbe Stunde und auf einmal tauchte eben jener einzelne Pinguin aus dem Meer auf. In der Mittagszeit.

Er kam auf mich zu, watschelte hin und her, um dann die Düne hinauf zu steigen. Ich schätze, er war nur etwa 10 -15 m von mir entfernt. Ich blieb so ruhig wie möglich sitzen. Wäre ich aufgestanden oder hätte mich hektisch bewegt, hätte ich ihn nur erschreckt und das stresst die sensiblen Tiere. Ganz vorsichtig nahm ich meine Kamera in die Hand und schoss einige Fotos.

Niemand außer mir hat den Pinguin sonst gesehen, da alle anderen Touristen am „Seehundende“ waren. So kam ich zu diesem einmaligen, sensationellen Foto, dass mein Herz berührt hat und mich an einen unglaublichen Augenblick des Glücks erinnert.

Update 12.1.17

Ich habe noch einen tollen Beitrag bei den anderen Teilnehmern entdeckt, den ich ganz toll finde. Schaut doch mal bei Horst aus dem Salzburger Land vorbei. Besonders das Schönste Foto hat ganz tolle Farben.

 

© DieReiseEule 12/2016

29 Kommentare zu „Fotografische Highlights 2. Halbjahr 2016 – Fotoparade

  1. Hallöchen

    Vielen dank für deinen Besuch. Natürlich komme ich auch gerne bei dir vorbei. Deine Bilder sind wirklich super schön. Vorallem das Nacht Bild ist ein Traum.

    Liebe Grüße Moni

  2. Liebe reisende Eule!

    Ein wirklich sehr schöner Beitrag zur Fotoparade! Super Bilder und auch liebevoll geschriebene Begleittexte. Besonders gut gefällt mir die Lichtmalerei. Es muss nicht immer das perfekte Bild aus Sicht der Fotografie sein, es zählen immer auch sehr stark die Emotionen und der Spaß an der Sache. Und das kommt bei dem Bild super rüber!

    Have fun
    Horst

    1. Gerade für die Lichtmalerei habe ich schon viel Kritik einstecken müssen. Leider gefällt es vielen nicht. Ich finde es spannend. Danke für deinen netten Kommentar

  3. Fantastische Bilder, die mich an meine eigenen Reisen erinnern! Vor allem das Neuseeland-Schaf und Singapur! Die Libelle ist super! 🙂 Toller Beitrag!

    Alles Liebe,
    Claire

  4. Eine sehr schöne Bilderauswahl! Das Foto von der Libelle ist besonders toll – ich weiß, wie schwer es ist, die endlich mit der Linse einzufangen. ;D
    Aber der süße Pinguin ist einfach bezaubernd! Toll, dass Du diesen Moment erleben und einfangen konntest.
    Liebe Grüße, Jessi 🍍

  5. Sehr schöne Bilder machst du da. Vielleicht sollte ich auch mal mitmachen, wenn es noch bis in den Januar reingeht! Guten Rutsch dir und weiterhin so schöne Momente vor der Linse wünsch ich dir

    1. Ich danke dir für den Kommentar. In Neuseeland findet man aber auch so viele, wunderschöne Motive.
      Dir auch einen guten Rutsch und ich bin gespannt auf deine Bilder 😉

    1. Oh danke, Melanie. Freut mich, dass dir die Fotos gefallen.
      Warum machst du bei Blogparaden nicht mit? Manche finde ich wirklich schön. Gerade solche wie die von Michael gefallen mir gut und man entdeckt immer wieder neue, spannende Blogs

    1. Na, das nenne ich mal ein Kompliment! Danke, Michael.
      Doch was wären die Fotos ohne die Geschichten drum herum. Auch bei den anderen Teilnehmern habe ich gestöbert und bin baff, was zusammen gekommen ist. Einfach fantastisch.
      Und psst: mir gefallen auch alle Bilder gut 😀
      Beste Grüße

Ich freue mich über einen netten Kommentar

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