Die Heimat ruft…

7. und letzter, aktueller Reisebericht

Auf die letzten Tage habe ich mich noch geärgert. Unnötig, aber ich habe alles doch ganz gut noch auf die Reihe gekriegt.

Von Collingwood und dem nördlichsten Zipfel habe ich das meiste schon berichtet. Ich habe mir dann noch den Tipp eines Freundes zu Herzen genommen und habe die kleine Chocolateria gesucht. Zum Glück ist der Ort überschaubar und so fand ich diese sehr schnell. Oh weia. Die Kalorientierchen grüßen. Dort gab es so leckere, handgemachte Pralinen. Eine kleine Auswahl für Weihnachten gönnte ich mir.

Solltet ihr mal in der Nähe von Collingwood sein, dann besucht das Rosy Glow in der Beach Road. Das Häuschen ist leicht zu finden und die Besitzerin freut sich über ein Gespräch.

 Den Tag vor Heiligen Abend ging es in die Marlborough Sounds. Die Strecke war gar nicht so weit, hatte es aber mächtig in sich. Wie so oft in Neuseeland. Man braucht Zeit. Es ging nach Punga Cove. Bis Havelock eine lockere Fahrt, aber dann…

Kurve an Kurve. Kilometerlang. Rechts, links, rechts, links. Spätestens hier lernt man Kurven zu fahren, falls man es vorher noch nicht konnte. Ein Video ist auf FB. Im Durchschnitt fuhr ich also 35 km/h. 68 km Strecke. Auf einem Schiff wird mir nicht schlecht, aber hier war ich kurz davor mich von der letzten Mahlzeit zu befreien. Und da das noch nicht genug war, waren die letzten 7 km natürlich noch Gravelroad. Und das Resort lag – ebenso wie der dazugehörige Parkplatz – an einem Steilhang.

Mir ging direkt durch den Kopf, dass ich die ganze Strecke ja auch zurück musste, was an und für sich nicht unbedingt ein Problem darstellen würde, wäre da nicht das klitzekleine Hindernis, dass mein Flug bereits um kurz nach halb neun morgens von Blenheim aus gehen würde. 2 Stunden Fahrt, beginnend in der Dunkelheit.

Mein Kopf rebellierte und ich konnte die Tränen in dem Moment nicht zurück halten und „verfluchte“ diese Planung.

Doch dann war Weihnachten und ich genoss die zwei Tage und schlemmte mich durch die Dinnerkarte. 2. Weihnachtsfeiertag war dann Abreise. Sicherheitshalber brachte ich abends mein Gepäck schon ins Auto (5 min Fußweg entfernt, steil bergauf) und wendete, damit ich das nicht in der Dunkelheit machen müsste. Riet mir auch der Leiter des Resorts.

Ich konnte nicht wirklich schlafen, aus Angst, den Wecker zu überhören. 4.15 Uhr aufgestanden und dann diese heikle Strecke gefahren. Ich betete im Stillen, man möge mich vor einer Reifenpanne oder anderen Ereignissen zu bewahren. Ein paar mal musste ich für Otter, Hasen und „Kamikaze“Vögel bremsen. Aber ich kam gut durch. Nur hatte um die Uhrzeit noch keine Tankstelle offen und die Kreditkarten funktionieren an den Tankautomaten nicht.

Also gab ich den Mietwagen so zurück, was zur Folge hat, dass ich einen – selbst für Neuseeland – horrenden Spritpreis pro Liter zahlen muss. War aber nicht anders möglich.

Provinzflughafen Blenheim. Ab und zu kam eine Minimaschine an und flog sofort wieder ab. Meine Propellermaschine deHavilland von Air New Zealand war dagegen schon ein Gigant mit etwa 60 Sitzplätzen.

Erst nachdem wir bereits losgezogen waren bemerkte ich, dass ich meine volle 500ml Wasserflasche dabei hatte. Soviel zum Thema „keine Flüssigkeiten über 100ml“.

Der Flug verlief ruhig, obwohl ich mich die ganze Zeit nicht entspannen konnte. Dafür habe ich schöne Fotos machen können. Hier eins vom Mount Ruapehu auf der Nordinsel, der direkt hervorstach.

In Auckland angekommen wechselte ich dann vom Domestic Terminal zum internationalen. Die riesigen Fenster eignen sich toll zum beobachten und fotografieren von Flugzeugen.

Ich stieg in den A 380 von SIA und erlebte einen für mich unschönen, weil unruhigen Flug. Fast die ganzen 9 Stunden blieben die Anschnallzeichen an. Selbst die Crew musste sich zwischendurch sichern. Ich wollte nur noch ins Hotel und dann ins Bett und war froh, einen Stopover zu haben.

Dort im Zimmer sitze ich nun gerade und tippe diese Zeilen. Geduscht und gefrühstückt habe ich bereits und gleich werde ich auschecken und mein Gepäck für die nächsten Stunden verwahren lassen, bevor kurz vor Mitternacht der Heimflug startet.

Für die nächsten Tage ist dann Wäsche waschen, Freunde treffen, Bilder sortieren und vieles mehr vorgesehen, bevor ich mich im neuen Jahr meinem Broterwerb widme.

Es werden noch ein paar Berichte folgen. Aber nicht mehr tagesaktuell, sondern in der Nachbetrachtung.

Bis gleich in Deutschland

Eure ReiseEule

© DieReiseEule 12/2016

6 Kommentare zu „Die Heimat ruft…

  1. Was die Wasserflasche betrifft: in manchen Ländern gibt es keine Beschränkung für Flüssigkeiten bei domestic flights. War bei uns in Australien auch so.
    Gutes Wiederankommen zu Hause!

    Liebe Grüße
    Gina

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