Dinner in Neuseeland

Die Insider wissen natürlich, dass der Ablauf beim Gang ins Restaurant konträr abläuft. Zwar gibt es auch innerhalb Deutschlands regionale Unterschiede  (in Nordhessen ist ein Tisch „voll“,  wenn dort bereits jemand sitzt, im Rhein-Main-Gebiet setzt man sich dazu, bis alle Stühle besetzt sind), aber hier mußte ich mich doch erst rein finden. Oder besser gesagt, ich ahnte nach.

Erster Unterschied: man fragt höflich nach, ob noch ein Tisch für soundsoviel Personen frei ist. Da ich allein unterwegs bin und auch selten zur Rush hour (also gegen 19 Uhr) essen möchte, war das bisher noch kein Hindernis.

Dann wird man zu seinem Tisch geführt, der schon eingedeckt ist. Man erhält die Speisekarte und bekommt sofort eine Flasche Wasser (still, gekühlten Leitungs- oder Springer Water). Die kostet selbstverständlich nichts und wird auch unbegrenzt ausgetauscht, wenn sie leer ist.

Man bestellt ein Starters, ergo eine Vorspeise. Das ist kein Muss, wird hier aber gerne genommen. Zumindest konnte ich das an den Nachbartischen feststellen.

Das Hauptmenü kann sofort geordert werden, die meisten Leute lassen sich aber Zeit mit der Auswahl. Keine Hetze – No worries. Die Bedienung fragt immer wieder mit einem Lächeln auf den Lippen nach. Auch während der Mahlzeit wird gefragt, ob es schmeckt.

Keine Ahnung, was passiert, wenn man sagen würde, dass es den Geschmack nicht trifft… Ich hatte noch keinen Grund zur Klage.

Zum Essen wird hier oft ein Glas Wein bestellt. Neuseeland hat hervorragende Anbaugebiete und erstklassige Tröpfchen. Allerdings ist es kein billiges Vergnügen. Pro Glas muss man im Durchschnitt mit 9-10 NZ Dollar (ca 7,50 Euro) rechnen. Man sagte mir, dass das mit der Alkoholsteuer zu tun hat.

Im Supermarkt bekommt man eine Flasche Wein für etwa 35 NZ Dollar, im Restaurant muss man mit dem Doppelten rechnen.

Angebaut wird hier Cabernet Sauvignon, Riesling, Chardonnay und Pinot Noir als Hauptsorten.Zurück zum Ablauf. Desserts sind durchaus lecker und gehaltvoll. Ich erinnere an meinen Chili-Chocolate Brownie mit salted-caramel Topping! Yummy!


Gesättigt geht man dann selbst zur Kasse. Es wird nicht am Tisch bezahlt. Kellner rufen ist unüblich. Man erhält seinen Beleg und zahlt entweder bar oder noch häufiger mit Karte. Trinkgeldaufschlag bitte nicht vergessen oder in bar dazu geben.


Easy, oder? Aber eben doch in kleinen Details anders, als man es gewohnt ist.

Lasst es euch schmecken und der nächste Reisebericht folgt bald.

© DieReiseEule 12/2016

3 Kommentare zu „Dinner in Neuseeland

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