Budapest

Suchst du noch ein Traumziel in Europa? Dann besuche Budapest, Ungarns Hauptstadt, die selbst bei Regen eine gediegene und dennoch moderne Atmosphäre ausstrahlt.

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Mein Bericht über diese Stadt kommt mit einiger Verspätung daher, denn ich habe die Stadt bereits letztes Jahr zu Pfingsten besucht. Allerdings gab es da DieReiseEule auch noch nicht.

Übernachtet habe ich im stilvollen Hotel Astoria. Der Speisesaal erinnert an vergangene Zeiten mit seinen Kristall-Lüstern und dem roten, königlich anmutenden Teppichboden. Man kann sich vorstellen, wie die Damen hier den nachmittäglichen Tee eingenommen haben und die Herren einst ihre Zigarren rauchten.

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Hotel Astoria

Heute erwartet einen ein umfangreiches Frühstücksbuffet, dass keine Wünsche offen lässt.

Wer in Budapest ist, sollte auf jeden Fall auf die Margareteninsel übersetzen. Ein Kleinod mitten in der Stadt. Eine Insel der Ruhe und Gelassenheit. Direkt beim Schiffsanleger erwarten einen Wasserspiele, untermalt mit Musik.

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Wasserspiele Margareteninsel

Wer zur Mittagszeit Hunger bekommt, sollte sich an einem der Stände einen Langos – frittierter Fladen mit Sour cream, Knoblauch und Käse besorgen. Diese ungarische Spezialität ist extrem lecker und sättigend. Dazu kann man eine Zitronen- oder Orangenlimonade trinken. Aber Achtung: die Ungarn mögen es sehr süß!

Ein Besuch der Fischerbastei gehört ebenfalls zum Sightseeingprogramm dazu. Man kann mit dem Bus oder mit der Zahnradbahn auf den Burgberg gelangen. Ich bin mit dem Bus hoch und der Bahn runter gefahren.

Die Fischerbastei liegt im Stadtteil Buda und hat ihren Namen von der Gilde der Fischer, die dort auf dem Berg ihren Markt abhielten. Das Gebäude (sieht man im Headerbild als Spiegelung in den Fenstern des Hiltonhotels) mit seinen kleinen Türmchen und verspielten Details soll an die Zelte der Magyaren erinnern.

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Die Fischerbastei auf dem Burgberg und die Matthiaskirche

Für mich hatte es etwas märchenhaftes, verträumtes und könnte als Vorbild für das Disney Schloss gedient haben.

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Von hier oben hat man einen faszinierenden Ausblick über die Donau und den Stadtteil Pest. Direkt neben der Bastei steht die Matthiaskirche mit ihrem farbenprächtigen Dachmosaik.

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Budapest mit der Donau

Schlendert man weiter über den Burgberg gibt es noch allerhand nette Läden und Restaurants zu entdecken bis man unweigerlich beim größten, ungarischen Gebäude – dem Burgpalast Királyi Vár – landet. Das Gebäude beherbergt ein Museum und dient gelegentlich als repräsentative Lokation für Staatsempfänge.

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Die königliche Burg/Burgpalast im abendlichen Lichterschein

Budapest ist eine Stadt der Brücken. Neun Stück überspannen die Donau. Am bekanntesten ist die Elisabethbrücke, die nach der österreich-ungarischen Kaiserin Sissi benannt wurde. Die ursprüngliche Brücke wurde im Krieg zerstört. Sie wurde als einzige  nicht original getreu wieder aufgebaut, sondern wich einer modernen (für meinen Geschmack langweiligen) Konstruktion.

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Kettenbrücke

Da kommt die Kettenbrücke wesentlich historischer daher, obwohl auch sie im Krieg zerstört wurde. Doch diese hat man nach historischen Vorlagen wieder aufgebaut und das hat sich gelohnt. Ein tolles Motiv.

Kulinarisch sollte man sich in Budapest auf feuriges Essen einstellen. Hier kommt der Einfluss der Sinti und Roma durch. Empfehlen kann ich Paprikahuhn und zum Dessert einen Palatschinken. Berühmt sind auch die ungarischen, schweren (Rot)Weine. Ein Genuss für Liebhaber.

Am Vor- und Nachmittag mundet auch ein liebevoll verzierter Kaffee, denn Kaffeehauskultur gehört ebenso zur Hauptstadt Ungarns. Ein stilvolles und historisches Ambiente bietet hier das Centralkave.

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Budapest ist vielfältig und bunt. Es gibt abseits der Touristenpfade noch einiges zu entdecken. Doch auch andere Traumziele in Europa locken. Schaut doch mal bei Marias Blog faszinationeuropa.de vorbei. Dank ihres einjährigen Jubiläums hat sie nämlich zu einer Blogparade zu diesem Thema aufgerufen und da sind viele spannende Urlaubsorte in Europa zusammengetragen worden.

Ich sage: Herzlichen Glückwunsch, liebe Maria, zu einem Jahr wundervollen Berichten über unseren Kontinent und ich freue mich auf die Artikel des zweiten Jahres!

© DieReiseEule 10/2016

 

7 Kommentare zu „Budapest

  1. Es gibt Städte, die habe ich so gar nicht im „Blick“, aber deine Fotos machen Lust auf mehr …. Warum nicht mal noch östlicher als Görlitz reisen. Es gibt ja noch so viele schöne Ziele! Zumindest bin ich jetzt schon mal „mitgereist“ Liebe Grüße, Sigrid

  2. Sieht wirklich nach einem Traumziel für einen Städtetrip aus. Das behalte ich mal im Hinterkopf für die nächsten Reisen ohne Bulli.

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