~ Das Bild und die 1000 Worte ~

Mein Weg zum kleinen Glück – eine wahre Geschichte

Lange habe ich mit mir gerungen, ob ich diesen Artikel schreiben und veröffentlichen soll. Doch inzwischen bin ich überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist. Bisher konnte ich das Thema nicht in Worte fassen. Es ist ein sehr persönlicher Artikel, emotional. Daher bitte ich um Entschuldigung, wenn Satzstellung, Rechtschreibung usw. Nebensache sind. Ich werde es in einem Rutsch runterschreiben, dann ist es für mich stimmig.

Ich habe mich entschieden, an der Blogparade von Igor und seinem Blog  7Kontinente teilzunehmen und die Geschichte hinter meinem Lieblingsbild aus Tasmanien zu erzählen. Tasmanien hat mich zurück ins Leben gebracht und verändert. Daraus ist eine ganz besondere „Liebe“ geworden. Mein Foto findet ihr weiter unten (wobei das Headerbild neben ganz vielen anderen auch zu den Lieblingsbildern gehört), doch zuerst folgt:

Die Vorgeschichte

Was wie ein Märchen anfängt, ist in Wirklichkeit gar keines.

Es war einmal ein junges Mädchen eine Frau mittleren Alters, die ein gutes Leben hatte. Sie lebte mit ihrem Kind und einer Katze in einer schönen Wohnung am Feldrand eines Vorortes einer Landeshauptstadt. Täglich ging sie ihrer Arbeit nach. Es störte sie nicht, dass sie oft auch samstags, sonntags und an Feiertagen arbeiten musste, da sie sich als Freiberuflerin ihre Zeit frei einteilen konnte.

In direkter Nachbarschaft wohnten Freunde. Man sah und traf sich auf der Straße, bei Elternabenden, auf dem Fußballplatz oder verabredete sich zum gemeinsamen Grillen. Unvergesslich auch ein Fernsehabend, bei dem dem Wein zugesprochen wurde und nebenbei der Eurovision Song Contest gesehen und kommentiert wurde. Fanden die anwesenden Kinder allerdings nur peinlich – als Pubertierende muss man Eltern peinlich finden, sonst hätte man nicht zum lästern mit den Freunden.

HändeWie soll es anders sein, der Mensch an sich und auch die Frau aus dem Märchen war trotzdem nicht immer zufrieden. Sie regte sich über Kleinigkeiten auf. Sie wünschte sich manchmal ein anderes Leben. Bis zu dem Tag, als „ES“ geschah und der das ganze Leben innerhalb einer halben Stunde auf den Kopf stellte. Danach sollte nichts mehr so sein wie zuvor. Und es zog sich endlos hin – zwei schwere Jahre voller Kummer, Leid, Selbstmitleid, Verzweiflung, Tränen und Perspektivlosigkeit.

Es war im dunklen, tristen Herbst des Jahres 2012. Vielleicht erinnert ihr euch nicht, aber er ging als der trübste Herbst und Winter seit über 40 Jahren in die Geschichte ein. Wochenlang kam die Sonne nicht durch die Wolken. Ob es da einen Zusammenhang gibt, wage ich anzuzweifeln, aber für mich ist dieser Herbst nicht nur trüb, sondern tiefschwarz. Und die Welt drehte sich ohne mich weiter. An einem milden Tag im Dezember, kurz vor Weihnachten, stand das Herz des Kindes still! Es ließ sich auch nicht mehr wiederbeleben. Aus. Ende. Vorbei.

Es reißt einem Herz und Seele auseinander – nicht nur den Boden unter den Füßen weg. Mein einziges Kind und kein Partner, der einen stützt. Gefühlt saß ich wochenlang auf meinem Sofa und tat nichts, während die andere Hälfte meiner Seele alles organisierte. Benachrichtigung der Schule, Beerdigung, Kündigung Kindergeld….Doch das war nicht alles, jedoch sicher das Schlimmste. Es folgte eine Serie von 10 Todesfällen. Alle standen mir nahe, hatten unmittelbar mit mir zu tun. Zwei Jahre ging das so, bis zu „guter“ Letzt‘ noch meine Mutter starb.

Die Entstehung und die Geschichte des Foto’s

Es ist nicht leicht, sich aus dem Sumpf zu befreien. Das erste Mal in meinem Leben ließ ich bewußt und ohne Gegenwehr Hilfe zu. Ich merkte, dass ich es nicht alleine schaffen kann. Sonst nehme ich ungern Hilfe in Anspruch. Einen riesengroßen Anteil daran, dass ich wieder Licht am Ende des Tunnels sehe, haben meine Freunde. Obwohl ich sie bereits in meiner Danksagung erwähnt habe, kann ich ihnen nicht oft genug danken. Sie waren sofort für mich da und sind es immer noch, wenn ich meine Flashbacks habe.

Nun aber endlich zum Foto. Es entstand auf dem Rückflug von Tasmanien nach Melbourne und zeigt die Nordküste der Insel. An diese Insel habe ich viele wundervolle Erinnerungen. Nach der schweren Zeit musste ich meinen Kopf frei bekommen und neue Aussichten für den Rest meines Lebens finden. Daheim gelang mir das nicht. Ich ließ mich durch die Arbeit einspannen, lenkte mich freiwillig und gerne von meinen Problemen ab und erfand Ausreden, warum ich keine Zeit habe. Gute Miene zum inneren Chaos.

 

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Tasmaniens Nordküste

Nach außen konnte ich die Fassade relativ gut aufrecht erhalten, aber innerlich sah es ganz anders aus. Mir ging es immer schlechter. Besonders in den einsamen Stunden am Abend. Eine Lösung musste her und ein Freund ermutigte mich zu reisen. Gereist bin ich schon immer gerne. Ich habe zwei Langzeitreisen von 4 und 2 Monaten hinter mir, habe immer Städtetouren gemacht usw. Doch auf fast allen Reisen war ich zu zweit unterwegs – entweder mit Partner oder später mit Kind. Eine Single-Fernreise, dazu noch mit dem Flugzeug bei meiner Flugangst, stand nicht auf meiner to-do-Liste.

Und doch erschien mir das der einzig richtige Weg zu sein. Weit weg. Irgendwohin, wo mich keiner ablenkt, mir niemand gut gemeinte Tipps gibt, wo ich mit mir selbst klarkommen und mich mit mir und meinem Leben auseinander setzen und eigene Lösungen finden muss. Wo ich an meine physischen und psychischen Grenzen stoßen würde, aber auch die Chance hätte, diese zu überwinden.

Da ich schon mal in Neuseeland war, es aber wohl wenig Ziele gibt, die ähnlich weit von Deutschland entfernt sind, fiel die Wahl auf Australien. Doch der Kontinente erschien mir zu groß und unübersichtlich und die Vorstellung dort allein zu sein, ängstigte mich. So fiel die Wahl letztlich auf Tasmanien. Eine Insel ist begrenzt. Für den Einstieg schien mir das überschaubarer. Ich buchte fast schon überstürzt, um mir selbst nicht die Chance zu geben, abspringen zu können.

Ich hatte mich entschlossen, den Weg hin in Richtung Australien allein gehen zu wollen. Ich musste es mir selbst beweisen, dass ich das kann. Es hatte nichts mit Mut zu tun, sondern es war eine Notwendigkeit. Es gehörte für mich zum Abschied vom alten Lebens dazu. Ich wollte das alte Leben nicht mehr.

Ich bestieg am Morgen des 1. Dezember 2015 die S-Bahn zum Frankfurter Flughafen und checkte ein. Mir wurde mulmig und wenn die Reise nicht so teuer gewesen wäre, wäre ich vielleicht nicht in den A 380 von Singapore Airlines eingestiegen. Es kostete Überwindung in den Flieger zu steigen, ohne jemanden, der mir bei Start und Landung „das Händchen hielt“. Aber: Was hätte ich verpasst!

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Der Pfau

Mit Zwischenstop in Singapur ging es nach Sydney und 3 Tage später nach Tasmanien. Dort wurde ich von einem radschlagenden Pfau vor meiner ersten Unterkunft begrüßt. Sofort war das Gefühl des“Angekommenseins“ vorhanden.

Ich hatte einen Mietwagen und einen festen Plan an Unterkünften, aber die Tage verbrachte ich je nach Lust und Laune. Ich wanderte stundenlang (bis zur Erschöpfung) durch die Berge oder am Strand entlang, um mich zu spüren. Ich gönnte mir leckeres Essen in einheimischen Restaurants. Ich hungerte manchmal, weil ich nicht zum Einkaufen gekommen war. Ich haderte mit mir und meinem Schicksal. Ich bemitleidete mich selbst, ich entwarf Pläne und verwarf sie wieder. Euphorie hatte mich erfasst. Himmelhochjauchzend – zu Tode betrübt. Ein Auf und Ab der Gefühle. Ich ärgerte mich über meine mangelnden Englischkenntnisse. Ich skypte mit Freunden, lies mir virtuell über den Kopf streicheln und schrieb Blogartikel auf einer ganz privaten, geschützten Seite, die so gut ankamen, dass ich ermutigt wurde, in die Öffentlichkeit zu treten.

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Cradle Mountain aus dem Heli

In der Gegend um den Cradle Mountain stieß ich an meine persönlichen, psychischen Grenzen. Ich konnte den Marion’s Lookout nicht bezwingen. Nicht, weil ich die Kondition nicht hatte, sondern weil meine Seele mir eine Glasscheibe vor die Füße stellte, die ich nicht durchbrechen konnte. Angst vor der Angst des nächsten Schrittes. Ich heulte, ich fluchte, ich ärgerte mich über mich selbst. Aber ich stellte mich auch meinen Ängsten und überwand sie. Trotz Flugangst machte ich einen Hubschrauberflug, der wunderschön war und zu meinem persönliches Highlight wurde. In Corinna, an der Westküste war ich weit ab vom Schuss. Kein Telefon, kein Internet, kein TV – nicht mal den Föhn konnte man benutzen ohne das die Sicherung rausflog. Langsam bewegte sich etwas in meinem Inneren ohne das ich das klar fassen oder benennen konnte.

Ich lernte loszulassen, mich auf Menschen einzulassen, zu genießen und abzuschalten. Ich sah endlich eine Perspektive, entspannte mich und gestand mir zu, dass ich trotz allem ein Recht darauf habe, glücklich zu sein. Ohne schlechtes Gewissen. Von manchen Mitmenschen wird einem das Gefühl vermittelt, man dürfte nur noch trauern, nicht mehr lachen, nie wieder fröhlich sein. Ich brauchte diesen Prozess, um einzusehen, dass das ganz allein mein Leben ist und ich auf niemanden hören muss. Außer auf meine innere Stimme. Ich weiß, dass mein Kind nicht wollen würde, dass ich den Kopf in den Sand stecke und das treibt mich an. Denn mein Kind war ein Abenteurer, lebensfroh und begleitet mich nun spürbar auf meinen Reisen.

Schleichend veränderte ich mich. Ich wurde zufriedener. Ich wußte auf einmal, dass ich all den materiellen Besitz nicht wirklich brauche und ihn auch – bis auf ein paar Kleinigkeiten – nicht vermissen werde. Ich beschloss nach meiner Rückkehr mit dem Ausmisten, Verschenken und Verkaufen anzufangen. Ich wollte und will mein Geld in Reisen investieren. Oft, weit, nah…egal. Dafür lege ich jeden verfügbaren Cent weg. Leider werde ich nicht jedes Jahr eine solche Reise machen können.

Ich möchte mich von der Welt verzaubern lassen!

Der Abschied von Tasmanien war schwer. Das Foto drückt für mich dreierlei aus: Quelle für meine neue Lebensenergie, Sehnsucht nach Rückkehr und die Trauer des Abschieds.

Ich hatte mir selbst diese Reise nicht zugetraut. Ich hatte sie als Notwendigkeit gesehen. Ich brauchte keinen Mut dafür, ich hatte Verzweiflung. Ich war am tiefsten Grund – es konnte nur noch aufwärts gehen. Es war aufwärts gegangen, doch schon wieder stand ein Abschied an. Ich hatte Tasmanien lieb gewonnen. Es ist in meinem Herzen. Wie mein verstorbenes Kind. Eingebrannte Bilder vor dem geistigen Auge.

Das Bild hängt nun mit ganz vielen anderen in meinem Wohnzimmer und erinnert mich an eine wichtige Phase in meinem Leben. Ich würde nicht dort stehen, wo ich nun stehe, wäre ich nicht an den Rand der Welt geflogen. Ich habe offene, interessierte Menschen kennengelernt. Ich habe Naturschönheiten gesehen. Jedes meiner 1500 Bilder aus Australien erzählt mir meine ganz eigene Geschichte. Das Foto erinnert mich daran, meine Träume zu leben und eines Tages an diesen, für mich fast magischen Ort, zurückzukehren.

Vogelfrei
Freiheit für die Seele, Zeit für Träume und Lebensentwürfe

Ich blieb noch eine Woche in Melbourne und den Grampians, landete am Silvesterabend in Singapur und flog nach 4,5 Wochen wieder zurück in meine Heimat. In mein neues Leben. Vieles hat sich verändert, ich habe mich verändert, ich verändere mich immer noch. Aber ich reise. Ich erstellte diesen Blog. Ich blogge mit Leidenschaft und Herzblut. Mir geht es nicht darum, damit Geld zu verdienen, sondern mein kleines Glück weiter auszubauen. Nicht aufzugeben, mich nicht zurück zu ziehen. Ich möchte Mut machen, Vorbild sein. Ich möchte ohne Reue lachen dürfen, genauso wie ich an manchen Tagen doch wieder an den Rand des Sumpfes zurück kehre und Tränen vergieße, die nicht kontrollierbar oder abstellbar sind.

Eine Freundin sagte neulich zu mir, dass sie den Eindruck hätte, ich blogge, weil ich Fußstapfen auf der Welt hinterlassen möchte und wenn ich darüber nachdenke, gebe ich ihr Recht. Ich habe gesehen, wie schnell Leben zu Ende gehen. Wie schnell wird man vergessen…? Ich dachte, ich würde eines Tages Oma werden und somit würde ein Teil von mir weiterleben. Aber das ist nun unmöglich geworden. Ich möchte nicht ganz vergessen werden. Nach meinem Ableben wird es ergo noch Berichte von mir im Netz geben und so lebt ein Teil von mir weiter. Das Internet vergißt nichts. In solchen Augenblicken bin ich dankbar dafür.

Es ist mein Leben. Ich war innerlich tot. Vieles, was früher wichtig war ist nun unwichtig geworden. Es ist mir egal, ob man meine Ansichten teil oder nicht. Ich lasse mir nicht sagen, wie ich zu trauern oder zu existieren habe. Es mag egoistisch erscheinen und ich stoße gelegentlich Menschen vor den Kopf. Das tut mir teilweise sogar leid. Ich habe für mich gekämpft und ich habe Erfolge erzielt. Meine kleinen Glücksmomente.

Ich bin ich! Ich lebe!

Weitere Fotos und Berichte von meiner ersten Single-Fernreise nach Australien findest du unter dem Reiter „Fernwehen“.

Wer mag darf mir natürlich gerne einen Kommentar hinterlassen. Bitte keine Beileidsbekundungen, die nicht von tiefstem Herzen kommen! Manchmal ist Schweigen die ehrlichere Option. Mit Sprachlosigkeit kann man als Trauernder umgehen, nicht aber mit Unaufrichtigkeit und Floskeln.

 

© DieReiseEule 07/2016

Liebe Reiseblogger,

solltet ihr noch auf der Suche nach weiteren spannenden Blogparaden sein, so empfehle ich euch, Mitglied in der Facebookgruppe Reiseblogger Blogparaden zu werden. Natürlich könnt ihr dort auch eure eigenen Foto-/Blogparaden einstellen und bewerben.

 

50 Kommentare zu „~ Das Bild und die 1000 Worte ~

  1. Was für ein bewegender Artikel… Ich weiß nicht, wie man es schafft, solche Schicksalsschläge zu bewältigen, aber deine Schritte zurück ins Leben sind bewundernswert. Ich wünsche dir von Herzen, dass du all deine schönen Erinnerungen für immer bewahren kannst und Kraft aus ihnen zehren kannst, wenn du sie brauchst 💖

    1. Vielen Dank, Sabrina. Manchmal weiß ich auch nicht, wie ich es geschafft habe. Ich habe neben mir her gelebt und ein Teil wollte nicht aufgeben…

    2. Wahrscheinlich hat diese Reise dich wieder „geerdet“ und dir ein Stück neues Leben eingehaucht. Und du hast viele Schutzengel, die dich begleitet und getragen haben…

  2. Danke, dass du diese bewegende Geschichte für die Blogparade gewählt hast. Ich bin sprachlos und nur dankbar!

  3. Du bist ein ganz besonderer Mensch.
    Ich werde dich und deine Geschichte nie vergessen. Liebe Grüße aus dem BZ

  4. Ich bin etwas sprachlos bzw. es fehlen mir die gefühlt richtigen Worte bzw. ich weiß was ich schreiben möchte, aber ich weiß nicht wie…….aber ich möchte dass du weißt, dass es so ist..

    1. Danke. Ich weiß deine aufrichtigen Worte einzuordnen. Und wenn du mir doch mal mehr schreiben willst, kannst du das auch per Email tun. Mit Glück hast du sogar evtl. noch meine Rufnummer. Es gibt so viele Kommunikationsmöglichkeiten….

  5. Ein sehr bewegender Artikel. Vor vielen Jahren starben bei mir in einem Jahr auch 4 nahe stehende Personen inklusive meiner Mutter. Ich war Anfang Dreißig. Vorher war ich nie auf Beerdigungen gewesen. Ich habe sehr lange gebraucht, um darüber hinwegzukommen. Bei den eigenen Kindern ist es sicher noch schlimmer.

    Ich versuche mir kleine und große Wünsche beim Reisen zu erfüllen. Dafür verzichte ich gerne auf schicke Kleidung, große Autos, ein tolles Haus. Man muss es genießen lernen, so lange es geht.

    Liebe Grüße
    Renate

    1. Danke, Renate. Egal wen man gehen lasen muss, es tut immer weh und hinterlässt eine Lücke. Aber diese tut unendlich weh. Was Liebe wirklich bedeutet, weiß ich erst jetzt.
      Mein Lebensweg ist nun auch das Reisen. Erinnerungen sind unersetzlich. Beste Grüße

  6. Und die Welt drehte sich ohne mich weiter.

    Was vermutlich das ist, was wir am Unfairsten empfinden in solchen Fällen.
    Meine Ex-Freundin hat ihren ersten Sohn bei einem Unfall verloren. Das Allerschlimmste, was überhaupt jemandem widerfahren kann. Ich glaube, ich hätte das nicht geschafft.

    1. Danke für deine Nachricht. Um es zu schaffen, braucht man 1. gute Freunde oder eine Familie 2. das „Stehaufmännchen-Gen“ und 3. sehr viel Kraft und Willen.

    1. Liebe Lynn,
      ich danke dir für deine Worte. Ich bin ganz überwältigt von dem ganzen Zuspruch, den ich auf diesen Artikel erhalten habe.

  7. Ich habe auch solche „Hass“ Floskeln:
    Zum Beispiel „Du bist doch nicht Mutter Theresa“. 🙂
    Niemand Unbedarfter kann wissen, wie etwas ankommt in solchen Situationen.
    Außerdem sind viele damit einfach überfordert, wie man selbst eben auch.
    Es freut mich, dass du das mit der Reue und dem schlechten Gewissen überwunden hast.
    Wozu soll das auch gut sein?
    Weiter so damit, dass du Dir selbst Gutes tust.
    Herzliche Grüsse

  8. „Von der Seele schreiben“ ist eine gute Methode Schicksalsschläge zu verarbeiten und sich über vieles klarer zu werden. Ich wünsche dir von Herzen, dass du dir alle deine „Reiseträume“ nach und nach erfüllen kannst. Alles Liebe ☼Sigrid☼

    1. Stimmt und danke für deine Geschichte. Mutig sie „öffentlich“ zu machen. Wer so tief in sein Inneres blicken lässt, ist auch sehr angreifbar und dadurch verletzlich. Ich lasse zwar alle an meinen Freizeitaktivitäten teilhaben, aber alles Persönliche lasse ich außen vor. Ich habe ein wenig Angst davor, dass Leute mitlesen könnten, die das alles nichts angeht.
      Aber ich finde es gut, wenn es für dich in Ordnung ist. Wünsche dir einen schönen Abend

    2. Das ist mir bewusst und ich habe auch sehr lange überlegt, ob ich das machen soll. Aber ich habe nur soviel Preis gegeben, wie ich denke, dass ich verkraften kann.
      Es wird keine Details geben. Ich werde nicht verraten, ob ich eine Tochter oder eine Sohn hatte und wie alt mein Kind war.
      Aber ich denke, es erklärt letztlich manches. Warum ich bin, wie ich bin. Und warum ich schreibe, wie ich schreibe. Ich schreibe immer aus einer Stimmung heraus – mal positiv, mal negativ, mal ironisch, mal lustig….
      Deshalb ist mir SEO auch egal. Entweder: man mag meinen Blog oder man lässt es halt bleiben. Ich verbiege mich nicht für Geld oder Likes. Mein Blog ist mein Blog. Mein Blog, meine Regeln.

  9. Danke für Deinen persönlichen Artikel. Damals wie heute schreibe ich Dir : Alles hat seine Zeit…
    …und für Dich gibt es hoffentlich noch viel Reisezeit!
    In freundschaftlicher Verbundenheit
    Nadia

  10. Ein sehr schöner Artikel und erklärt sicher einiges. Floskeln spare ich mir. Eines sei gesagt, jeder Mensch hat das Recht auf Glücklich sein – egal was passiert ist. Lass dir das niemals ausreden! Du machst es für dich mit dem Reisen wohl genau richtig und es tut dir gut; dann ist es super.
    VG aus Polen
    Iris

  11. Ich hab grad nicht die richtigen Worte fühl dich mal aus der Ferne gedrückt ❤ Manschmal bleiben einem "nur" die Erinnerungen wie sehr man sie geliebt hat

    1. “ Halt die Ohren steif “ ist wie “ Du schaffst das schon “ wenn man das Gefühl hat man ertrinkt … Sehr gerne ich fand den Beitrag sehr bewegend , ich kämpfe noch täglich mit mir und unserem Baby dabei ist es über fünf Jahre her …

    2. Ein Kind zu verlieren ist das Schlimmste, was passieren kann. Zumindest in meiner Vorstellung. Und es ist egal wie alt das Kind war – ob in der 6. SSW oder nach 45 Jahren! Alle haben das gleiche Recht traurig zu sein. Es gibt keine: nach einem Jahr muss es nun mal gut sein. Trauer verändert sich, aber sie vergeht nicht. Sie ist ein Bestandteil von uns.

    3. 4. Nun ist es ne Woche her du könnest ja ruhig mal auf mein Baby aufpassen
      5. Willst du meins mal haben damit du überhaupt mal eins hast …
      6. Meiner Tante ist das auch passiert , ich weiß wie das ist ….
      oh die Liste könnte ich ewig weiter führen dabei war das beste ne einfache Umarmung

    4. Schweigen und in den Arm nehmen – das habe ich auch hart gelernt, ist am ehrlichsten. „Mein Beileid“ – wer meint das wirklich von Herzen ehrlich?
      Mitgeweinte Tränen sind mir genug. Die sind aus dem Herzen.
      Andererseits habe ich auch großartige Erlebnisse gehabt: mir haben Leute Geld gespendet, die mich und mein Kind gar nicht kannten, damit ich mir einen Grabstein leisten konnte. Die werden immer in meinem Herzen sein, auch wenn ich sie nie persönlich kennenlernen durfte.

    5. Ich habe fünf Jahre lang als Sternenkindfotografin gearbeitet und gelitten und viel geweint das war auch der Grund warum ich aufgehört habe ich wollte einfach nicht mehr weinen. Die Geste mit dem Grabstein finde ich wunderschön das zeigt das nicht alle schlecht sind , ja komisch meisten helfen die Menschen die einen gar nicht kennen . Diese Menschen wird man nie vergessen. Ich habe oft Aktionen für Sterneneltern auf Facebook gemacht damit sie Geld für den Grabstein bekommen. Dieser Satz mein Beileid finde ich schrecklich so unpersönlich falsch Drück Dich mal aus der Ferne ❤

    6. Ich weiß, wer es aufrichtig meinte. Denn die Menschen stehen immer noch hinter mir.
      Sternenkindfotografien, wow. Da ist auch eine Verantwortung. Mein Respekt! Ohne Empathie geht da gar nichts.

    7. Ich musste leider erst hart lernen das viele Menschen vorne rum das sagten und hinten rum erzählten na langsam kann sie sich aber wieder zusammen reißen sie hat doch noch ein Kind. Klar liebe ich meine Tochter aber meinen Sohn halt auch und gerne hätte ich ihn bei mir

    8. Ein Kind wird nie vergessen sein. Besonders nicht von einer Mutter. wir haben eine Bindung aufgebaut, bevor uns ein Ultraschall sagt, dass da jemand unterwegs ist. Das kann man nicht erklären – das muss man erleben. Wie sehr einen der Verlust „quält“, versteht man nur, wenn man in der Situation war. Und selbst dann wird es jeder anders erleben.
      Ich drücke dich mal. Die Sehnsucht nach deinem Sohn kann ich verstehen. Er ist deiner und wird immer bei dir sein.Im Herzen und in der Seele.

    9. Sorry ich spreng hier total deinen besonderen Beitrag aber er hat mich als ich ihn das erste Mal gelesen hab so gerührt ❤ Vergessen werden unsere Kinder nie ❤

    10. Danke dir wünsche dir erstmal einen schönen Abend , haben spontan Besuch bekommen ….mh…mag ich nicht wirklich

Ich freue mich über einen netten Kommentar

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