Mainz-Kostheim

Willkommen im südlichsten Stadtteil von Wiesbaden. Umringt von Weinbergen liegt dieser Stadtteil am Ufer zweier Flüsse. Auf der Maaraue, dem Naherholungsgebiet, mündet der Main in den Rhein. Im Sommer herrscht hier – besonders an den Wochenenden – Hochbetrieb. Dann sind viele Radfahrer und Fußgänger an der Uferpromenade unterwegs, aber auch Schwimmer zieht es dort hin, denn hier hat man vom örtlichen Freibad einen prachtvollen Blick nach Mainz.

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Schwanenliebe

Wer sich von einer anstrengenden Radtour erholen möchte, macht einen Zwischenstopp am Weinprobierstand mit seinem – von Erwin Mosen –  geschaffenen Weinbrunnen. Der Stand ist freitags bis sonntags und an Feiertagen von Ende April bis Ende August geöffnet und wird wechselnd von den umliegenden Weingütern bewirtschaftet. Gegenüber ist ein Kinderspielplatz und Schwäne und Enten am Gestade des Flusses erfreuen Kinderherzen. Die Bonifatiusroute – ein Fernwanderweg, der von Mainz bis nach Fulda geht – führt hier ebenfalls entlang.

Am dritten Wochenende im August findet traditionell das Weinfest mit der Krönung der neuen Kostheimer Weinkönigin und ihrer -prinzessinen statt. Ihre Majestät, die Wiesbadener Weinkönigin, ist auch anwesend. Soviel „blaues Blut“ (haha, eindeutig-zweideutig) findet man heutzutage nur noch selten.

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Wer ein Stück Richtung Hochheim weiter läuft, kommt zum Aussichtsturm am ehemaligen Cellulosehafen, einer ca. 15 m hohen, dreibeinigen Metallkonstruktion, die ich normalerweise meiden würde, aber „todesmutig“ habe ich mich heute hochgewagt, um mit wackeligen Knien ein Foto zu schiessen. Boah, ich bin stolz auf mich 🙂 Dieser Turm  gehört zum Regionalpark Rhein-Main und bietet einen Rundumblick über Gustavsburg mit seiner Mainschleuse, das SCA-Werk und nach Mainz.

In westlicher Richtung war bis November 2014 eine wunderschöne Kastanienallee. Dann hat die örtliche CDU in einer „Nacht-und-Nebel-Aktion“ die Fällung aller Bäume beauftragt, obwohl nachweislich nur ein paar wenige entfernt hätten müssen. Viel Protest gab es. Die Polizei war gut beschäftigt, die zu Recht aufgebrachte Einwohnerschaft zu beruhigen. Nun wurde die Promenade zwar wieder aufgeforstet, aber leider nicht mit langlebigen, schattenspendenden Kastanien, sondern mit Flatterulmen.

Was bietet Kostheim noch?

  • Fasching, Fassenacht – auch hier ein großes Thema. Viele Vereine bewahren das Brauchtum, es gibt etliche Sitzungen und den großen AKK-Umzug, der in Mainz-Kastel startet und in Mainz-Kostheim am Bürgerhaus endet
  • Nirgends kenne ich solch eine Dichte von Supermärkten! Rund um die Hochheimer Strasse, der vierspurigen Hauprverkehrsader, gibt es innerhalb von etwa 2 Kilometern insgesamt 7 Märkte (Netto, Lidl, HIT, Penny, Rewe, Birlik, Aldi).
  • Von den Weinbergen aus hat man einen guten Überblick. Ein Abstecher führt zum Weinberg der Wiesbadener Weinköniginnen. Einige Weingüter bewirten in der Umgebung ihre Gäste. Mein Lieblingsgutsausschank ist das Weingut Burkl am Gänssaalweg (Achtung: versteckte Einfahrt in die Strasse. Man denkt, hier geht es nur auf einen Hof, aber es handelt sich wirklich um eine Strasse). Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar und der ungarische Koch versteht sein Handwerk.
  • Wenn man schon mal dort ist, sollte man auch den Spuren von Grandpatte, dem Hund von Karl, dem Spätlesereiter auf dem Weinerlebnisweg folgen. Hier erfährt man viel über den Rheingau und den Weinanbau. Einmal jährlich findet das Weinerlebnisfest entlang des 18 km langen Weges statt.
  • Man muss unbedingt durch die kleinen, verwinkelten Gassen von Altkostheim gelaufen sein. Oft hat man den Eindruck, gleich im Nirgendwo zu landen. Früher oder später kommt man bei der blauen Schneckenbrücke (auch Narrenbriggelscher genannt) an.
  • An der Ortsverwaltung am St. Veiter Platz wird zu Ostern die Osterkrone aufgestellt und geweiht. Sie besteht aus 2000 bunt bemalten Ostereiern.
  • Kostheim hat neben zwei evangelischen und zwei katholischen Kirchen auch noch eine Moschee, eine neuapostolische und eine ev.-methodistische Kirche. Alle stehen in regen Kontakt nebeneinander und bieten einen offenen Dialog an.

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Wenn man schon am Laufen ist, sollte man auch Brücke nach Gustavsburg überqueren und dann links den Damm entlang gehen. Hier kommt man (obwohl man in Gustavsburg ist) zur Mainschleuse Kostheim, welche zum Wasserschifffahrtsamt Aschaffenburg gehört, obwohl wir hier nachweislich in Hessen sind.

Schleuse Kostheim
Schleuse Kostheim

Ausblick: demnächst folgt der letzte Teil der AKK-Trilogie: Mainz-Amöneburg. Bleibt gespannt.

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