Mainz-Kastel

Am rechten Rheinufer auf hessischer Seite liegt Mainz-Kastel, welches zu Wiesbaden gehört. Das Wappen zeigt eine helle Muschel auf blauem Grund und weist darauf hin, dass der Fluss traditionell eine wichtige Rolle für die Bürger gespielt hat und noch immer spielt sich viel rund um das Rheinufer ab.
Korrektur: Die Bedeutung der Muschel ist umstritten. Einerseits weißt sie auf die Jakobsbruderschaft hin, die hier fast 1000 Jahre bestand – somit auf die Pilgermuschel des Jakobswegs. Von dort soll sie als Souvenir mitgebracht worden sein. Andererseits ist sie auch ein Symbol der Färcher und Flößer. Jene gab es hier auch zur Genüge.

Geprägt wurde der Ort schon durch die Römer, von denen Spuren bis heute sichtbar sind. Ein Besuch der Museen Museum castellum im Hof der Reduit, des Flößermuseums in der Bastion von Schönborn und des Museums Römischer Ehrenbogen lassen die Geschichte aufleben

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Kulinarisches: Wer im Sommer durch den Ort spaziert, kann sich in einem der vielen Biergärten niederlassen. Besonders beliebt ist das Pappelhaus mit seiner mediterranen Küche, das Brauhaus, welches deftige Speisen und frisch gebrautes Bier anbietet, der Biergarten der Bastion von Schönborn und der Strand gegenüber der Reduit. Neu, sehr lecker und kostengünstig kann man im ehemaligen „Zum Frohsinn“ – jetzt „Himalaya Sherpa“ neben der Rochuskirche (ehemals St. Georgs Kirche) speisen. Hier wird indisch-nepalesisches Essen serviert. Beim Bummel durch die Mainzer Strasse sollte man auf jeden Fall in der Kaffeerösterei einkehren und sich vom Duft frisch gerösteter Bohnen betören lassen. Im Sommer kann man draußen sitzen und wunderbar die Leute beobachten.

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Kaffeerösterei Kastel

Kunst und Kultur: Abgesehen von den römischen Spuren hat Kastel seit einigen Jahren eine traumhafte Kleinkunstbühne – das Lilienpalais. Neben bekannten Schauspielern, Musikern und Komikern wie Roman Chormann bieten die Besitzer Eigenproduktionen an und auch Neulinge im Showbiz finden hier eine Plattform. Im gemütlichen Ambiente werden örtliche Kleinigkeiten aus der Küche serviert und dazu gibt es einen guten Tropfen aus der Region. Tipp: wer nie Spundekäs‘ mit Brezzelscher gegessen hat, hat was versäumt.

Während sich der Hochkreisel am Brückenkopf oben trist und langweilig präsentiert, erstrahlt die Unterführung mit Blick zum Mainzer Schloss und Landtag immer wieder in neuem, bunten Glanz kunstvoller Graffitis. Und das ganz legal, denn die Flächen sind für Sprayer frei gegeben.

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Mz-Kastel ist attraktiv für Familien mit Kindern. Vor Ort gibt es mehrere Kindertagestätten, Schulen und Spielplätze. Besonders beliebt ist der Spielplatz an den Rheinwiesen, denn er bietet nicht nur für den Nachwuchs etwas. Eine große Liegewiese mit Blick auf Mainz, Radwege direkt am Ufer und schattenspendende Bäume bieten Wochenendurlaub vor Ort.

Zwischen Industriegebiet und Autobahn findet man den Tierpark Kastel, einen kleinen, feinen Streichelzoo mit Ziegen, Schafen, Ponys, Schildkröten und anderen Kleintieren. Der Eintritt ist frei. Der Zoo finanziert sich über Spenden.

Sport: Kastel hat bereits eine Fahrradstrasse, direkt am Ufer des Rheins, vorbei an alten Villen. Auch im und um den Ort ist das Radwegenetz gut ausgebaut und beschildert. Die Weinberge laden zu jeder Jahreszeit zum Wandern, Walken und Spazierengehen ein. Vereine sind aus Kastel nicht wegzudenken. Selbst ein Handball-Weltmeister hat seine Wurzeln hier: Pascal Hens.

Fassenacht: Was Fasching, Fassenacht, Karneval betrifft, sind wir alle Meenzer! Kastel ohne seinen Umzug am Fassnachtssamstag – undenkbar! Alle sind auf der Straße, feiern und tanzen, Gott Jokus hat fast immer ein Einsehen und lässt die Sonne strahlen. Hier wird jeder integriert, ob er will oder nicht. Das sage ich als roigeschmeckte Antifassnachterin, die dank beharrlicher, eingeborener Nachbarn sich dem Trubel nun nicht mehr entziehen kann. Etliche Karnevalsvereine und Musikzüge haben hier ihre Heimat und pflegen die Traditionen.

Zu guter Letzt folgen hier noch ein paar Impressionen vom Frühjahr:

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Dieses war der erste AKK-Stadtteil (AKK steht für Amöneburg, Kastel, Kostheim), den ich euch vorgestellt habe. Demnächste folgen noch die anderen beiden.

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