Swansea

Reisebericht 4

10. bis 16. Dezember 2015 

Kulinarisches

Heute erzähle ich mal was zu den kulinarischen Seiten der Insel. Eigentlich habe ich ja erwartet, hier auf Känguruhsteak, Krokodileintopf oder Schlangensuppe zu treffen. Nichts davon ist bisher eingetreten. Hier gibt es dafür überall Austernfarmen. Bisher habe ich die noch nicht probiert, aber sie sollen wohl sehr gut sein, da sie ganz frisch geerntet werden.

Warum ich sie bisher nicht probiert habe? Das hängt mit den ziemlich gewöhnungsbedürftigen Restaurantöffnungszeiten zusammen. Ich war bisher keinmal essen. Lunch wird hier überlicherweise von 11 – 14 Uhr serviert und Dinner zwischen 17 – 19 Uhr oder 17.30 – 20 Uhr (wenn man Glück hat). Mittags bin ich meist noch unterwegs und bis ich abends soweit bin, ist meist schon zu.

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Austernfarm

Dafür hatte ich heute ein perfektes Frühstück. Die zwei Gastgeber machen hier fast alles selbst. Frische Croissant ebenso wie leckere Muffins (die man dann auch noch als Doggybag für unterwegs mitbekommt). Daneben gab es ein Eiersouffle, gefüllt mit frischem Lachs, Petersilie und Paprika und große Mushrooms (Pilze). Außerdem gab es noch ein Buffet mit verschiedenen frischen Obstsorten, Obstsalat, Joghurt und weiteren nicht identifizierbaren Dips.

Dazu richtiger Kaffee, nicht der sonst so übliche Nescafe. Und wer mochte hatte noch die Auswahl an vier frischen Säften (Apfel, Orange, Banane und eine Kombination mit Mango). Für jeden was dabei.

Bisheriges Fazit meiner Reise:  Ich bin hier im Paradies

Samstag, 12. Dezember 2015

So, nu ist es soweit: ich bin außerhalb jeglicher Zeit. Ein schönes Gefühl. Musste ich doch wirklich gerade erst mal überlegen, welches Datum und welchen Wochentag wir heute haben. Ganz aus den Augen sollte ich das dennoch nicht verlieren, da ich noch ein paar Mal meine Unterkünfte wechsele und auch noch drei Flüge vor mir habe.

Auf der Freycinet Halbinsel war ich nun vier Tage hintereinander. Die Wineglass Bay stellte sich so dar, wie sie im Prospekt aussieht: sonnig, menschenleer, Postkartenmotiv!

 

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Gestern habe ich es endlich zum Dinner geschafft. Es gab Salt & Pepper Calamari mit Salat und einem Limedressing. Dazu ein Glas tasmanischen Pinot Noir und später noch ein Glas einheimischen Riesling. Die Weine hier sind sehr gut, allerdings auch nicht gerade günstig, da es nur sehr kleine Anbauflächen gibt. Die Flasche gibt es ab ca. AUS$ 30,-, was umgerechnet etwas über € 20,- sind.

Eine der meist gestellten Fragen neben dem ständigen „How are you?“ ist natürlich die Frage  „Do you like Tasmania?“. Den Tassies kann man ein Strahlen ins Gesicht zaubern, indem man antwortet „I think, Tasmania ist one of the most beautiful places in the world“ – und das ist nicht gelogen, sondern kann ich aus ganzem Herzen bestätigen.

Zwischenbilanz : gelaufene Schritte bisher rund 174.000, entspricht in etwa 132 km, gefahrene Kilometer mit dem Auto: die 1000 km heute überschritten. Entfernung bis nach Deutschlands Mitte ~ 17.000 km.

14. Dezember 2015

Wenn man allein unterwegs ist, macht man viele, teilweise unglaubliche Begegnungen. Inzwischen bin ich mit einer unzähligen Anzahl Menschen ins (mal mehr, mal weniger) Gespräch gekommen. Teilweise nur zum Small talk, manchmal aber auch tiefgreifende Lebensgeschichten. Ein paar Deutsche waren auch mit dabei.

Post hatte ich heute auch schon an meiner Haustür. Morgens habe ich ein deutsch-holländisches Paar beim Frühstück getroffen, mich zwar nur kurz, aber nett mit ihnen unterhalten und schwups: eine Nachricht und eine Telefonnummer. Die beiden sind mit den Rädern unterwegs und werden einen ähnlichen Weg einschlagen, d.h. demnächst auch in die Berge fahren.

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Ansonsten war ich heute nochmal per Schiff nach Maria Island unterwegs, habe endlich einen Wombat gesehen und vor die Linse bekommen und noch mehr Eindrücke gesammelt. Den Anflug einer Erkältung habe ich mittlerweile ganz gut in den Griff bekommen, denn den habe ich beim Buchen nicht bezahlt und deshalb will ich ihn auch gar nicht haben!

15. Dezember 2015

Morgen ziehe ich weiter ins internetfreie Gebirge. Daher noch eine kurze Statusmeldung. Heute habe ich einen 12 km (hin und auch wieder zurück) langen Strandspaziergang gemacht. Insgesamt bin ich unglaublichen 10 Menschen begegnet. Wow. Wegen Überfüllung geschlossen. Bisher hatte ich die Strände immer für mich allein. Naja, da beschränkt man sich halt etwas und sucht sich ein lauschiges Plätzchen auf dem eigenen Kilometer. 😉

Ab morgen bin ich zudem Selfcaterer. Ich habe meine Gastgeber schon mal gefragt, was man denn unbedingt an kulinarischen Versuchungen probiert haben muss, wenn man schon hier ist. Dazu gehören: Vegemite, Ginger Beer (ist eine Limo), Sarsaparilla Limonade, Lemon-Lime&Bitters, Rice Cracker, TimTam- Australiens Kultkeks!, Tasmanian Beef and Sausages… Na, da werde ich morgen auf dem Weg mal den nächstgelegenen Supermarkt stürmen und mich für mindestens 4 Tage eindecken.

Das Ginger Beer wurde durch mich bereits angetestet. Spicy, sag ich nur. Sicher nicht für jeden das Richtige, aber nicht schlecht. Allerdings passt das TimTam nicht dazu – nur so als Tipp.DSC_2021

Update: Vegemite – was so schmeckt, muss eigentlich gesund sein! Darum ranken sich hier Geschichten. Die australischen Sportler wollten die olympischen Spiele von Peking boykottieren, weil die chinesische Regierung ursprünglich die Einfuhr dieses Brotaufstriches wegen des zu hohen Salzgehaltes untersagte. Erst nachdem sich die australische Premierministerin einsetzte, wurde der Import erlaubt. Warum die Aussies darauf stehen, ist mir nach der Degustation allerdings schleierhaft. Ich habe selten etwas so wiederliches gegessen. Es soll reich an B-Vitaminen sein, besteht aus Hefen, ist schwarz und erinnert mich an Mekonium – das Kindspech, dass Babies direkt nach der Geburt absetzen.

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