Melbourne – an Weihnachten!?

Reisebericht 7

24. bis 27. Dezember 2015

Heiliger Abend 2015 (Christmas Eve)

Es heißt Abschied nehmen von Tasmaniens Westküste, die sich entgegen aller Prognosen als Sonnenküste dargestellt hat. Am Mittag werde ich mein Wägelchen am Flughafen abgeben. Es hat mir gute Dienste geleistet.

Über den Highway fahre ich nach Launceston, der zweitgrößten Stadt in Tasmanien. Da ich früh dran bin, bleibt mir noch Zeit, einen Ausflug zum Cataract Gorge zu machen – ein wirklich schönes Naherholungsgebiet mitten in der Stadt. Ich fahre mit dem Sessellift über den Canyon, laufe ein weiteres Mal über eine wackelige Hängebrücke, schaue Slacklinern zu und versuche ein Schattenplätzchen zu erwischen. Heute sind es 41°C! Wie gut, dass ich gerne Hüte trage.

Frohe Weihnachten nach Deutschland aus dem sonnigen und ziemlich warmen Melbourne (hier waren es heute noch 34 Grad bei der Landung um 18.30 Uhr).

Nach 5 Stunden Fahrt, der Stippvisite in Launceston und dem Flug, dann der Suche, wie ich vom Flughafen zum Hotel komme (die letzten 1,5 km musste ich mit Gepäck laufen) bin ich mit dem Heiligen Abend durch, der eher unreligiös daher kam. Irgendwie seltsam anmutend, wenn man es gewohnt ist, Schmuddelwetter zu haben und zur Christmesse zu gehen.

Mein Weihnachtsmenü hatte ich im Flieger – ein Sandwich und die üblichen Nüsse. Hier im Hotel gibt es kein Restaurant, die Geschäfte sind bereits geschlossen (21 Uhr), Dinnerzeit ist auch vorbei. Eine Packung Kekse habe ich noch im Koffer, davon werde ich mir noch ein oder zwei gönnen.

Da euch der Abend noch bevor steht, wünsche ich Merry Christmas – so wie ihr es euch wünscht.

Weihnachten passiert im Herzen. 

Ich habe meinen kleinen Glücksmoment für heute gefunden und danke einem Freund ganz herzlich dafür. Der Erfindung von Internet, Email und Skype sei es gedankt.

1. Weihnachtstag (Christmas Day) 2015

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Die Melbourner sind heute alle am Strand unterwegs. Viele haben eine Nikolausmütze oder Rentierhörner auf, aber man trifft auch Pärchen, die ihren kleinen Plastikchristbaum mit an den Strand schleppen – etwas kurios. Ansonsten geht hier heute nicht sehr viel. Alle Geschäfte und Sehenswürdigkeiten sind geschlossen. Daher nutze ich den Mittag, der mir sowieso zu heiß ist – und aktualisiere mal ein bisschen meinen vernachlässigten Blog.

Vormittags war ich ebenfalls am Strand und bin endlich mal ausgiebig geschwommen. Herrlich. Und Nein: ich bin weder von Haien umringt und angeknabbert worden, noch habe ich überhaupt welche gesehen.

Nun ist es schon nach drei Uhr nachmittags in meinem komfortablen Hotel, welches nur 5 Gehminuten vom St Kilda Beach entfernt ist. Lange habe ich jetzt geschrieben und erneuert, nun will ich mich nochmal auf den Weg machen, mir einen Take away oder irgendwas nettes essbares gönnen und die Gegend etwas erkunden. Das Frühstück fiel heute sehr – ich nenne es mal – kreativ aus. Ein in Folie gewickeltes, unbelegtes Croissant und 1 Muffin + 1 Tasse Kaffee für AUS$ 8,- (na Holla).  Endlich habe ich auch einen Kanaldeckel erspäht, aber noch nicht abgelichtet.

Was in Melbourne am meisten nervt, sind die Fliegen. Die sind einfach überall und total frech, fliegen ständig im Gesicht rum und in die Ohren rein. Bin schon happy, wenn der Wind zwischendurch kräftig auffrischt – nicht weil er abkühlen würde, nein, sondern weil die Fliegen dann kurz weggepustet sind. Beim Schwimmen hatte ich auch Ruhe.

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Melbourne ist meiner Meinung nach die interessantere Großstadt. Auch wenn die meisten von Sydney schwärmen, hat es mich dort nicht wirklich vom Hocker gerissen. Melbourne zwar auch nicht :-), aber ich lebe so nah bei drei Großstädten, dass ich das im Urlaub meist für verzichtbar halte. Jedes Tierchen ist anders komisch.

Am 28. Dezember 2015 war ich für eine Nacht in Port Campbell, nahe der Great Ocean Road. Da ich dort aber nur durchgefahren bin, gibt es hier keinen extra Bericht.

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